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Einsatzmöglichkeiten

Der Einsystemfall unterscheidet sich nicht grundsätzlich vom Mehrsystemfall. Sowohl das bestellende als auch das liefernde Werk sind in einem APO als Werkslokationen vorhanden, bei getrennten APO als Werkslokationen nur im jeweils eigenen APO.

Ablauf

Banfen in R/3 und APO

Der Deploymentlauf im APO erzeugt Bestellanforderungen (Banfen), die im R/3 in Bestellungen umgesetzt werden. Aus Dispositionssicht ist die Banf im APO eine Umlagerung zwischen zwei Werken: Sie hat einen Bedarf im liefernden Werk und einen Zugang im bestellenden Werk. Die Lieferantennummer ist im APO zunächst nicht bekannt. Diese wird im bestellenden R/3-System aus dem Lieferwerk ermittelt. Im bestellenden R/3-System ist die Banf sichtbar, im liefernden R/3-System nicht.

Alternativ zum Deployment im APO können Banfen im R/3 manuell angelegt werden. Für diese kann im APO ein Sourcing durchgeführt werden:

Die Nutzung der regelbasierten ATP im APO ermöglicht die Zuordnung des Lieferwerkes aufgrund der ATP-Situation. Das Werk, in dem die Ware verfügbar ist, wird als Bezugsquelle zugeordnet. Dieser Prozess läßt sich zusammenfassend wie folgt beschreiben:

  1. Die Bezugsquellenermittlung im R/3 ermittelt mindestens einen Lieferanten, der im APO als Werkslokation verwaltet wird oder auch ein "echtes" Lieferwerk, das sich im selben R/3 System befindet. Wenn daraus ein Lieferwerk im APO abgeleitet werden kann, wird die ATP-Prüfung für dieses Lieferwerk durchgeführt. Wenn keine Bezugsquelle ermittelt werden kann, das Material im APO aber bekannt ist, wird über den ATP-Controller ein Satz gerufen, der das bestellende Werk enthält. Für das bestellende Werk sind im APO die ATP-Regeln hinterlegt. Über die ATP-Regeln im APO kann gesteuert werden, daß sofort eine Lokationsersetzung vorgenommen wird.
  2. Der APO führt aufgrund definierter Regeln eine ATP-Prüfung durch. Grundsätzlich wird die Prüfung abgebrochen, wenn eine Lokation gefunden wird, in der das Material verfügbar ist. Über einen Customer-Exit kann die Suche weitergeführt werden, bis man eine Liste von Lokationen erhält.
  3. Die "normalen" Bezugsquellen werden mit denen des APO vereinigt. Bei eindeutigem Ergebnis wird diese Bezugsquelle zugeordnet. Bei nicht eindeutigem Ergebnis wird der Customer-Exit durchlaufen, in dem unabhängig von den APO-Regeln eine abweichende Logik zur Ermittlung einer Bezugsquelle definiert werden kann. Wenn das Ergebnis dann immer noch nicht eindeutig ist, wird ein Standard-Dialogfenster für die Bezugsquellenauswahl angezeigt. Der bestätigte Termin wird dabei im Feld Realistisches Lieferdatum angezeigt, die bestätigte Menge wird als zusätzliche Spalte aufgenommen.
  4. Bei Teilverfügbarkeit findet kein Split der Banf-Position statt, da diese keine Einteilungen kennt.

Hinweis

Die Banf kann keine Materialsubstitution durchführen.

Bestellung in R/3 und APO

Nach Erzeugen der Bestellung wird die Banf in R/3 und APO abgebaut. An Stelle der Banf treten zwei getrennte Objekte, die Bestellung und die Lieferung. Die Bestellung übernimmt im APO den Zugang im bestellenden Werk und die Lieferung den Bedarf im liefernden Werk.

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