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Definition

Konzept, um mehrfach bewertete Bewertungsarten (d.h. Bewertungsarten mit mehreren Datensätzen) im EH&S Expert abzubilden.

Verwendung

Es kann vorkommen, daß Datensätze einer mehrfach bewerteten Bewertungsart (z.B: Dichte eines Stoffes bei unterschiedlichen Temperaturen gemessen) in einer Regel benötigt werden oder daß der EH&S Expert zu einer Bewertungsart mehrere Datensätze anlegen soll (d.h. die Bewertungsart mehrfach bewerten soll). Hierzu müssen Sie den Fakt, der dem Merkmal der Bewertungsart entspricht, einem Record zuweisen.

Hinweis

Ein mehrfach bewertbares Merkmal können Sie innerhalb eines Datensatzes einer Bewertungsart durch den EH&S Expert mehrfach bewerten lassen, indem Sie im THEN-Teil der Regel dem entsprechenden Fakt Daten mit dem Operator += zuweisen. Der Fakt muß dabei nicht in einem Record enthalten sein.

Struktur

Die Records befinden sich in der Fakt-Sektion und werden mit RECORD <Recordname> eingeleitet und mit END beendet. Ein Record wird ähnlich einer Zusammensetzung formuliert.

Beispiel

Die Bewertungsart Orale Toxizität enthält drei Datensätze: einen Wert für den Typ LD50, einen für LD100 und einen für LD0. Die Formulierung des Records könnte folgendermaßen aussehen:

 

RECORD OraTox

   

Typ,

   

Genauigkeit,

   

Wert

 

END

Hinweis

Wenn Sie ein Regelwerk mit Hilfe des Regeleditors erstellen, dann erzeugt dieser automatisch eine Regeldatei mit der korrekten Syntax.

Integration

Die Fakten eines Records werden über <RECORDNAME>.<FAKTNAME> angesprochen. Regeln, die Records enthalten, werden für alle Instanzen des Records ausgeführt.

Records können auch innerhalb von Zusammensetzungen auftreten. Dann werden die Fakten des Records über < ZUSAMMENSETZUNGSNAME>.<RECORDNAME>.<FAKTNAME> angesprochen.

Innerhalb des Regelwerkes können neue Instanzen eines Records angelegt werden. Die Fakten des neuen Records werden mittels < RECORDNAME>.NEW.<FAKTNAME> mit Daten belegt. Das Anlegen neuer Records innerhalb einer Zusammensetzung ist nicht zulässig.

Erst durch das Kommando COMMIT wird die neue Instanz des Records wirklich angelegt und ist für normale Regelzugriffe vorhanden.

Beispiel

Eine neue Instanz für die akute orale Toxizität könnte wie folgt angelegt werden:

 

OraTox.NEW.TYP := "LD50",

 

OraTox.NEW.WERT := 2000,

 

OraTox.NEW.Genauigkeit := "ca.",

 

COMMIT(OraTox)

Beispiel

Das folgende Regelwerk berechnet die minimale orale Toxizität für alle vorhandenen Typen in den Stoffen der Zusammensetzung. Die Vorbelegung des Fakts UsedOraTypes ist wichtig, da die Aktion der Regel CreateInstances sonst nie ausgeführt wird (siehe Wann wird eine Regel ausgeführt?).

 

FACTS

   

UsedOraTypes := [],

   

RECORD OraTox

     

Typ,

     

Wert

   

END

   

COMPOSITION COMP

     

RECORD OraTox

       

Typ,

       

Wert

     

END

   

END

 

RULES

   

// Lege EINE Instanz für jeden vorhandenen OraTox-Wert an. In UsedOraTypes wird gespeichert, was schon angelegt worden ist.

   

RULE CreateInstances

     

IF Not(COMP.OraTox.Typ [<] UsedOraTypes)

     

THEN

       

UsedOraTypes += COMP.OraTox.Typ,

       

OraTox.NEW.Typ := COMP.OraTox.Typ,

       

OraTox.NEW.Wert := COMP.OraTox.Wert,

       

COMMIT(OraTox)

   

END

   

RULE SetMinimalValues

     

IF OraTox.Typ = COMP.OraTox.Typ,

       

OraTox.Wert > COMP.OraTox.Wert

     

THEN

       

OraTox.Wert := COMP.OraTox.Wert

   

END

 

END

Wenn bei diesem Beispiel in fünf Komponenten je drei Typen von OraTox-Werten gepflegt wurden, dann wird die Regel CreateInstances für alle 3*5=15 gepflegten OraTox-Werte aufgerufen und kann dabei dreimal die Aktion ausführen. Danach existieren drei Instanzen des Records OraTox. Die Regel SetMinimalValues wird danach für alle 15*3=45 Kombinationen aus COMP.OraTox- und OraTox-Records angewendet.

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