
Datenversorgung von Verdichtungsebenen
Verwendung
Damit auf eine Verdichtungsebene zugegriffen werden kann (sie also den Status "Aktiv" erhält) muß sie mit Daten versorgt sein. Diese Versorgung erfolgt im Anwendungsmenü über Werkzeuge ® Verdichtungsebenen ® Aktualisieren.
Die Versorgung der Verdichtungsebenen mit Daten erfolgt asynchron und nicht vorgangsbezogen mit jeder Buchung, wodurch die Aufbauzeit der Verdichtungsebenen in Zeiten mit niedriger Last verschoben werden kann, z.B. in die Nacht. Der periodische Aufbau ermöglicht eine Bündelung der Änderungen an den Verdichtungsebenen.
Funktionsumfang
Neuaufbau
Wenn Sie eine neue Verdichtungsebene definiert haben, dann bleibt diese Ebene solange im Status "Aktiv, ohne Daten", bis Sie einen Neuaufbau durchgeführt haben. Der Status wird dadurch auf "Aktiv" geändert, und die Verdichtungsebene kann von den Anwendungen verwendet werden. Beim Neuaufbau werden die Daten aus der Objektebene gelesen.
Aktualisieren
Um die Daten in den bereits aufgebauten Verdichtungsebenen auf einem aktuellen Stand zu halten, müssen die Verdichtungsebenen regelmäßig aktualisiert werden. Dabei werden nur noch die Änderungen seit dem letzten Programmlauf zu den Verdichtungsebenen hinzugefügt (Delta-Verfahren). Dazu werden die neu hinzugekommenen Einzelposten gelesen. Sind sehr viele Daten hinzugekommen, z.B. nach einer Massendatenübernahme, dann kann es sinnvoller sein, die Daten in den Verdichtungsebenen komplett zu löschen und neu aufzubauen.

Planen Sie eine Hintergrundverarbeitung ein, die periodisch ausgeführt wird (z.B. täglich), um die Verdichtungsebenen auf einem aktuellen Stand zu halten. Die Aktualisierung erfolgt nicht automatisch.
Sicherheitsdelta
Das Delta-Verfahren beruht auf einem Zeitstempel, den jeder Einzelposten, jeder Objektebenensatz und jede Verdichtungsebene erhält. Mit Hilfe dieses Zeitstempels kann entschieden werden, welche Einzelposten bereits in welchen Verdichtungsebenen enthalten sind. Wenn Sie mehrere Rechner (Datenbank / Applikationsserver) im Einsatz haben, kann es Gangungenauigkeiten zwischen den beteiligten Uhren geben. Gangungenauigkeiten bis zu einer halben Stunde (Sicherheitsdelta) werden korrigiert, indem die in der letzten halben Stunde gebuchten Sätze nicht berücksichtigt werden.

Starten Sie einen Verdichtungslauf frühestens eine halbe Stunde nach einer Massendatenübernahme, da diese Sätze sonst noch nicht in die Verdichtungsebenen einfließen.