
Workprozesse anzeigen und steuern
Verwendung
Workprozesse übernehmen den größten Teil der vom SAP-System ausgeführten Verarbeitung. Sie führen Dialogschritte in Benutzertransaktionen, Verbuchungen, Sperrverwaltung usw. aus.
Den Begriff
Workprozeß finden Sie auch im Glossar.Die Übersicht (Monitor ® Systemüberwachung
® Prozeßübersicht oder Transaktion sm50 ) zeigt eine Momentaufnahme des aktuellen Zustands der Workprozesse auf dem Applikationsserver, auf dem Sie angemeldet sind. Sie erhalten aktuelle Informationen, wenn Sie die Anzeige aktualisieren. Die einzelnen Informationen werden im folgenden beschrieben.Die Prozeßübersicht dient hauptsächlich dazu, Informationen zusammenzutragen. Sie können z.B. Prozesse überwachen, um festzustellen, ob die Zahl der Workprozesse in Ihrem System angemessen ist, um Informationen zur Fehlerbehebung oder zum Tuning zu sammeln usw.
Integration
Wenn Sie sich zuerst über Systemüberwachung
® Server die Übersicht SAP Applikationsserver anzeigen lassen, können Sie sich - durch Positionieren des Cursors in der gewünschten Zeile - die Workprozeßübersicht eines beliebigen Servers im SAP-System anzeigen lassen.Wenn das System wenig belastet ist und Sie die Prozeßübersicht anzeigen, werden Sie merken, daß Ihre Aufträge scheinbar in nur einem einzigen Workprozeß verarbeitet werden. Der Dispatcher versucht nämlich, einen Workprozeß für möglichst viele Dialogschritte eines Benutzers zu verwenden. Dadurch vermeidet er, den Rollbereich des Benutzers neu laden zu müssen.
Funktionsumfang
Die Prozeßübersicht liefert folgende Informationen:
DIA: Workprozesse, um Dialogschritte in Benutzertransaktionen durchzuführen
UPD: Verbuchungsprozeß, um V1-Datenbankänderungen (zeitkritisch) vorzunehmen
UP2: Verbuchungsprozeß, um V2-Datenbankänderungen (nicht zeitkritisch) vorzunehmen
ENQ: SAP-Sperrobjekte sperren bzw. freigeben
BTC: Hintergrund-Jobs verarbeiten
SPO: Spool-Aufbereitungsprozesse
Läuft (Auftrag wird verarbeitet)
Wartet (wartet auf Auftrag, ist frei)
Hält (wird für einen einzelnen Benutzer gehalten)
Hält ist kein abnormaler Zustand, aber ein Workprozeß kann nur noch einen einzelnen Benutzer bedienen.
Wenn zu viele Prozesse den Status Hält haben, leidet die Performance des Systems darunter. Über das Feld Grund können Sie Prozesse mit diesem Status ermitteln und eventuell freigeben.
Beendet (Abbruch; Neustart auf Nein gesetzt)
In dieser Spalte kann auch der Eintrag PRIV (PRIVate Verwendung) angezeigt werden. PRIV bedeutet, daß der Workprozeß für einen bestimmten Benutzer zu Speicherverwaltungszwecken reserviert ist. Der Workprozeß hat die Grenze des gemeinsam genutzten SAP-Speichers überschritten. Der Prozeß wird so lange gehalten, wie der aktuelle Benutzer lokalen Speicherplatz benötigt. Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie in der Dokumentation zum SAP Memory Management (
Privater Speicher).Falls ein bestimmter Prozentsatz der Workprozesse den Status PRIV hat, werden die PRIV-Transaktionen automatisch beendet, wenn der Benutzer innerhalb einer festgelegten Zeitspanne keine Aktionen vornimmt. Diese Zeitspanne können Sie im SAP-Systemprofil definieren.
Das System setzt
Normalerweise sollte dieses Feld leer bleiben. Sollte eine Semaphor-Nummer außergewöhnlich oft erscheinen, prüfen Sie die Performance Ihres Systems mit dem Performance-Monitor.

Die CPU-Zeit zu ermitteln, ist sehr aufwendig. Daher müssen Sie diese Information explizit über die Funktion CPU anfordern.
Das Menü bietet folgende Funktionen an:

Zur Verwaltung von Benutzern sollten Sie die Funktion Benutzerübersicht ( Benutzermodi anzeigen und verwalten) verwenden. In der Prozeßübersicht können Sie nicht mit Sicherheit feststellen, ob der Benutzermodus, den Sie abbrechen oder löschen möchten, im ausgewählten Workprozeß noch aktiv ist. Sie könnten daher versehentlich einen anderen Benutzermodus stören.