Anfang des InhaltsbereichsFunktionsdokumentation Paarweise Eliminierungsbuchungen Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Die Konzernaufrechnungen erfolgen durch paarweise Eliminierungsbuchungen. Im System steht dafür eine eigene Kontierungsebene (Ebene 20 oder 23 bei Komplementärkonsolidierung) zur Verfügung. Die maschinellen Eliminierungsbuchungen basieren auf den im Customizing festgelegten aufzurechnenden Positionen und den Partnerkontierungen in den aufzurechnenden Meldedaten.

Das System erzeugt immer dann eine Eliminierungsbuchung, wenn

Funktionsumfang

Eliminierungsbuchungen

Das System bucht die aufzurechnenden Werte mit umgekehrtem Vorzeichen. Pro Belegzeile der Eliminierungsbuchung wird die Konsolidierungseinheit und die Partnereinheit kontiert.

Positionssets

Im Customizing legen Sie in den Methoden für Konzernaufrechnungen Positionssets an. In diesen Positionssets legen Sie die Positionen fest, die gegeneinander aufzurechnen sind.

Für jede Methode für Konzernaufrechnungen können Sie mehrere Paare von Positionssets anlegen. Das erste Set enthält die Positionen, das zweite Set die Gegenpositionen für die Aufrechnungen. Der Zweck von Paaren von Positionssets besteht darin, daß Sie Ihre Geschäftsbeziehungen darüber abbilden.

Um die aufzurechnenden Positionswerte einzuschränken, können Sie zu jedem Positionsset folgende Merkmalswerte angeben:

Merkmal

Vorgehensweise

Selektion des Systems

Unterkontierungen

Das System blendet die Unterkontierungen ein, die mindestens eine der Positionen des Sets im Kontierungstyp vorsieht.

Sie können für jede Unterkontierung einen Einzelwert oder ein Set von Ausprägungen angeben.

Hinweis: In der Regel ist die Einschränkung auf einen Unterkontierungswert nur sinnvoll, wenn alle Positionen des Sets einen Aufriß nach dieser Unterkontierung vorsehen.

Alle Positionswerte aus dem Positionsset, die mit diesen Unterkontierungswerten gebucht wurden.

Konsolidierungseinheit oder Partnereinheit

Sie können diese Merkmale zusätzlich einblenden und einen Einzelwert oder ein Set von Ausprägungen angeben.

Die Selektion der Konsolidierungseinheiten und Partnereinheiten, die Sie beim Start der Konzernaufrechnungen durch den Konsolidierungskreis vorgeben, reduziert sich auf diese Einheiten.

Attribute der Konsolidierungs- oder Partnereinheiten

Die Selektion reduziert sich auf die Einheiten, die diese Attribute tragen.

Belegart

Die Selektion reduziert sich auf die Datensätze, die mit diesen Belegarten gebucht wurden.

 

Beispiel

Sie könnten bei einer Methode u.a. folgendes Paar von Positionssets anlegen:

Sie könnten die zu selektierenden Werte auf bestimmte Konsolidierungs- und Partnereinheiten einschränken. Wenn Sie beispielsweise Ihre Konsolidierungseinheiten in Produktionsgesellschaften und Finanzgesellschaften unterteilen, dann könnten Sie die Aufrechnungen auf jeweils eine Art von Gesellschaften einschränken, um Aufrechnungsdifferenzen gesondert zu betrachten.

Unterscheidung von Geschäftsbeziehungen

Das System untergliedert die Eliminierungsbuchungen nach Geschäftsbeziehungen:

Die umgekehrte Richtung gilt als weitere Geschäftsbeziehung, nämlich die Positionswerte der Konsolidierungseinheit 2 aus Positionsset 1 und die Positionswerte der Konsolidierungseinheit 1 aus Positionsset 2.

Aufrechnungsdifferenzen

Aufrechnungsdifferenzen bucht das System auf Differenzenpositionen. Die Differenzenpositionen legen Sie im Customizing pro Positionsset-Paar fest. Außerdem legen Sie die Strategie fest, nach der das System auswählt, auf welcher Konsolidierungseinheit es die Differenz bucht.

Wie steuern Sie Unterkontierungen auf den Differenzenpositionen?

Wenn die Differenzenposition Aufrisse nach Unterkontierungen vorsieht, dann benötigt das System die Information, welchen Wert es pro Unterkontierung buchen soll. Sie können im Customizing pro Unterkontierung einen Wert angeben. Zusätzlich können Sie das Kennzeichen Defaultwert setzen. Das System kontiert nach folgender Logik:

Ausnahme: Wenn es sich um einen Kannaufriß handelt, dann müssen Sie den Wert nicht angeben. In diesem Fall würde das System bei der Differenzenbuchung die Unterkontierung initial belassen.

Hinweis

Beachten Sie bei Unterkontierungen, die in einer Klammerung sind, folgende zusätzlichen Randbedingungen für das Setzen des Defaultkennzeichens:

Ansonsten können inkonsistente Daten entstehen.

Welche aufzurechnenden Datensätze faßt das System zusammen, um Aufrechnungsdifferenzen zu ermitteln und zu buchen?

  1. Das System faßt alle aufzurechnenden Datensätze einer Geschäftsbeziehung zusammen, um eine Aufrechnungsdifferenz zu ermitteln und zu buchen.
  2. Wenn die Differenzenposition Unterkontierungen vorsieht und das System diese Unterkontierungen aus den aufzurechnenden Datensätzen ermittelt (Defaultkennzeichen gesetzt), dann ermittelt und bucht das System pro unterschiedlichem Unterkontierungswert die Aufrechnungsdifferenz (siehe Beispiel).

Buchungsbelege

Die Buchungsbelege werden pro Geschäftsbeziehung erstellt.

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