Definition
Regeln, die die Beziehungen zwischen
Schaltzuständen/-typen innerhalb einer Schaltgruppe festlegen.Verwendung
Innerhalb einer Schaltgruppe (z. B. mechanisch, elektrisch) wird festgelegt, welche Schaltzustände und Schalttypen miteinander verträglich sind. Diese müssen daher vor der Festlegung der Konfliktregeln den Schaltgruppen zugeordnet werden.
Struktur
Anhand der Konfliktregeln vergleicht das System den aktuellen mit dem zu schaltenden Schaltzustand bzw. Schalttyp und zeigt das Ergebnis am Bildschirm an. Es sind allgemeine und benutzerdefinierte Konfliktregeln möglich.
Allgemeine Konfliktregeln
Es müssen keine Definitionen vorgenommen werden. Das System geht davon aus, dass das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Schalttypen immer zu einem
Konflikt führt. Bei der Prüfung kommt es zu folgenden Ergebnissen:N = Hinweis
E = Fehlermeldung

Benutzerdefinierte Konfliktregeln
Wurden im Customizing Konfliktregeln definiert, dann unterscheidet das System zwischen den folgenden Ergebnissen einer Prüfung:
N = Hinweis
W = Warnung
E = Fehlermeldung

Beispiel
Beispiel für allgemeine Konfliktregeln:
Wenn die Schaltzustände ZU und VERRIEGELT zum gleichen Schalttyp gehören, dann führt ihr Aufeinandertreffen zu keinem Konflikt.
Beispiel für benutzerdefinierte Konfliktregeln:
In benutzerdefinierten Konfliktregeln wurde z. B. festgelegt, dass auf den Schaltzustand ZU der Schaltzustand VERRIEGELT folgen kann, dass aber auf den Schaltzustand VERRIEGELT nicht der Schaltzustand ZU folgen darf.
Beispiel für die Berechnung der Anzahl der benutzerdefinierten Konfliktregeln:
In einer Schaltgruppe E (= elektrisch) gibt es die beiden Schaltzustände AN und AUS mit jeweils drei Schalttypen ROT, GELB und WEISS. Somit gibt es sechs mögliche Kombinationen aus Schaltzustand und Schalttyp. Bei der Bildung der Regeln werden all diese Kombinationen wiederum kombiniert, so dass letztendlich 36 (= 6 x 6) Konfliktregeln im Customizing festgelegt werden.