
Typen von FI-SL-Aussagen
Mit Hilfe der Booleschen Logik können Sie in der Anwendungskomponente FI-SL verschiedene Arten von logischen Aussagen definieren. Die logische Aussage ist die kleinste Einheit der FI-SL-Aussage.
Sie können sowohl einfache Aussagen, die nur einen der hier angeführten Aussagetypen enthalten, als auch komplexe Aussagen, die Kombinationen verschiedener Aussagetypen enthalten, definieren. Wie man diese Aussagen in Formeln verwendet, lesen Sie in
Syntaxregeln für Boolesche Aussagen.Bestimmte Werte
Mit diesem Aussagetyp beziehen Sie sich auf einen oder mehrere bestimmte Werte.

COBL-RACCT = ’500100’
In diesem Beispiel muß das Konto
500100 sein.Setnamen
Mit diesem Aussagetyp beziehen Sie sich auf ein Basic-, ein Single-Dimension- oder ein Multi-Dimension-Set, dessen Werte Sie in Ihrer Aussage verwenden wollen.

Ab Release 4.0A sind Sets nicht mehr tabellenabhängig. Der Setname und die Tabelle sind nicht länger die Schlüsselfelder, durch die ein Set eindeutig identifiziert wird. Sets werden durch den Setnamen eindeutig identifiziert.
Aus diesem Grund hat sich das Format geändert, das bei der Eingabe von Sets in Aussagen verwendet wird. Hierbei kommt es darauf an, ob Sie die neuen Syntaxregeln für Release 4.0A oder die vor Release 4.0A gebräuchlichen Regeln verwenden. Die alten Syntaxregeln verwenden Sie nur dann, wenn Sie eine Aussage direkt in eine Regel eingeben, d.h. ohne Verwendung des Formel-Editors.
Weitere Informationen zum Format, das bei der Eingabe von Sets mit den neuen Syntaxregeln verwendet wird, finden Sie unter Syntaxregeln für Boolesche Aussagen.
Weitere Informationen zum Format, das bei der Eingabe von Sets mit den alten Syntaxregeln verwendet wird, finden Sie unter Schritt 5 von
Wenn Sie einen nicht eindeutigen Setnamen eingeben (d.h. es existieren im System mehrere Sets, die diesen Namen verwenden), blendet das System ein Dialogfenster ein, in dem Sie das gewünschte Set auswählen können.

Sets, die Sie in Release 3.0 und 3.1 angelegt haben, werden automatisch in die neuen Setstrukturen für Release 4.0A konvertiert. Sie müssen Ihre bereits vorhandenen Sets nicht neu anlegen oder ändern. Die neuen Sets sind mit Release 4.0A vollständig kompatibel und können weiterhin in Validierungs- und Substitutionsaussagen sowie in Regeln verwendet werden.
Um günstigere Verarbeitungszeiten zu erhalten, sollten Sie keine langen Listen Boolescher Aussagen oder Benutzer-Exits, sondern Basic- oder Single-Dimension-Sets verwenden.
Sie können sich in einer Aussage auch dann auf ein Basic-Set oder ein Single-Dimension-Set beziehen, wenn dieses Set zu einer Tabelle angelegt wurde, die von der Booleschen Klasse der Aussage nicht unterstützt wird. Mit Multi-Dimension-Sets können Sie diese Funktion nicht verwenden.

Im folgenden Beispiel wird das Basic-Set KONTEN zu Tabelle BSEG angelegt, das Feld HKONT bezieht sich jedoch auf die Tabelle COBL. Die Aussage ist wahr (TRUE), wenn das Konto im Set KONTEN gefunden wird.
COBL-HKONT IN KONTEN |
Dies ist das einzige Format, das Sie mit den neuen Syntaxregeln für Basic- und Single-Dimension-Sets verwenden können. |
<COBL> $HKONT IN <BSEG> KONTEN |
Optionaler Tabellenname bei Verwendung der alten Syntaxregeln |
Sie können in einem Set auch nach Teilwerten suchen. Wenn der Wert im Set gefunden wird, ist die Aussage wahr (TRUE).

Wenn Ihre Aussagen und Regeln noch in Tabelle T890 gespeichert sind, können Sie in Sets nicht nach Teilwerten suchen bzw. Setfelder, die in unterschiedlichen Tabellen verwendet werden, miteinander vergleichen. Wir empfehlen Ihnen, das Programm RGUGBR10 zu verwenden, um zu den generierten Regeln zu wechseln. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter
Um die System-Performance zu verbessern, sollten Sie Multi-Dimension-Sets verwenden, wenn das System prüfen soll, ob eine Transaktion zwei oder mehrere Werte enthält, die unterschiedliche Dimensionen verwenden (z.B. eine bestimmte Kostenstelle oder ein bestimmtes Konto). Die Verwendung eines Multi-Dimension-Sets ist effizienter als die Verwendung von zwei Basic- oder Multi-Dimension-Sets, die mit dem Operator AND verbunden werden.

Die folgende Aussage verwendet das Multi-Dimension-Set KONTOKSTL, das das Konto 500010 (Dimension "Konto") und die Kostenstelle 150 (Dimension "Kostenstelle") enthält.
IN KONTOKSTL |
Verwendung der neuen Syntaxregeln |
IN <GLT1> KONTOKSTL |
Optionaler Tabellenname bei Verwendung der alten Syntaxregeln |
Weitere Informationen zum Anlegen von Sets finden Sie unter
Sets anlegen.TRUE/FALSE-Aussagen
Mit diesem Aussagetyp legen Sie fest, ob die betreffende logische Aussage wahr (TRUE) oder unwahr (FALSE) ist.

Wenn Sie Formeln für die Ledgerselektion definieren, sollten Sie keine TRUE/FALSE-Aussagen verwenden.
Benutzer-Exits
Innerhalb einer Aussage können Sie auch auf einen Benutzer-Exit verweisen. Durch den Benutzer-Exit wird ein Hintergrundprogramm angestoßen; dieses Programm ist in der Regel detaillierter als die Aussage und hat eine umfangreichere Verarbeitung der Daten zur Folge. Informationen über Benutzer-Exits finden Sie unter
Benutzer-Exits in Validierungen/Substitutionen/Regeln.
Sie können keine Benutzer-Exits in Regeln verwenden, die in Tabelle T890 gespeichert sind. Wir empfehlen Ihnen, das Programm RGUGBR10 zu verwenden, um zu den generierten Regeln zu wechseln. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter
Feldvergleich
In einer logischen Aussage können Sie auch Felder miteinander vergleichen.

COBL-BUDAT <> SY-DATUM
Diese Aussage ist wahr (TRUE), wenn das Datum im Feld "BUDAT" mit dem Datum im Feld "DATUM" nicht identisch ist.
Wenn Sie Feldwerte miteinander vergleichen, haben Sie die Möglichkeit, lediglich einen Teil eines Feldes zu prüfen oder zu vergleichen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter Schritt 1 von
Syntaxregeln für Boolesche Aussagen.Sie können mit Hilfe des Schlüsselwortes LIKE in Ihren logischen Aussagen Textmuster miteinander vergleichen.

COBL-KOSTL LIKE ’*1*1’
In diesem Beispiel steht das Maskierungszeichen (*) für eine beliebige Zeichenkombination. Das System sucht nach allen Kostenstellen (Feld KOSTL), bei denen auf die erste und die zweite Zeichenkombination der Wert ‘1’ folgt (z.B.
161, 121 und 2101 ).Bei der Suche von Textmustern können Sie auch das +-Zeichen verwenden, um ein einzelnes Zeichen darzustellen.

Wenn Ihre Aussagen und Regeln noch in Tabelle T890 gespeichert sind, können Sie in Ihren Aussagen keine Textmuster verwenden. Wir empfehlen Ihnen, das Programm RGUGBR10 zu verwenden, um zu den generierten Regeln zu wechseln. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter
Mathematische Operatoren
Mit Hilfe mathematischer Operatoren können Sie zwei mathematische Aussagen bewerten und vergleichen. Das Ergebnis des Vergleichs ist entweder wahr (TRUE) oder unwahr (FALSE).

AVG ( BSEG-DMBTR ) < 100000
In diesem Beispiel prüft das System, ob der Durchschnittsbetrag in Hauswährung kleiner als 100000 ist.

Wenn Ihre Aussagen und Regeln noch in Tabelle T890 gespeichert sind, können Sie in Ihren logischen Aussagen keine mathematischen Operationen verwenden. Wir empfehlen Ihnen, das Programm RGUGBR10 zu verwenden, um zu den generierten Regeln zu wechseln. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter
Verwendung der Regel-Manager-Programme.