
Überblick: Konfiguration und Verwendung des FI-SL-Systems
In diesem Abschnitt werden Sie mit den Grundzügen der Konfiguration und Verwendung des FI-SL-Systems vertraut gemacht. Detaillierte Informationen zur Systemeinführung finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) der Speziellen Ledger.
Bevor Sie Ihr FI-SL-System installieren und einrichten, müssen Sie einen ausführlichen Plan Ihrer Systemstruktur entwerfen. Sie sollten sich unbedingt die Zeit nehmen, Ihre System- und Datenstrukturen zunächst gründlich zu planen. Eine sorgfältig geplante Systemstruktur ist die Voraussetzung für ein funktionstüchtiges Produktivsystem und zieht darüber hinaus günstigere Verarbeitungszeiten nach sich.
Abhängig von den Erfordernissen Ihres Berichtswesens müssen Sie festlegen, welche Dimensionen und Feldübertragungen Sie in Ihren Ledgern verwenden wollen. (Eine Dimension repräsentiert bestimmte Kriterien eines Geschäftsprozesses. Vom technischen Standpunkt aus betrachtet ist eine Dimension ein einzelnes Feld oder eine Spalte einer Datenbanktabelle.)


In der vorstehenden Grafik verwendet Ledger 1 die Dimensionen "Konto" und "Kostenstelle", Ledger 2 verwendet "Kostenstelle" und "Werk" und Ledger 3 verwendet die Dimensionen "Produkt" und "Produktnummer". Da die Ledger 1 und 2 die Dimension "Kostenstelle" gemeinsam haben und alle von den Ledgern verwendeten Dimensionen in einer Tabellengruppe hinterlegt sind, können die beiden Ledger gemeinsam eine Tabelle verwenden (Tabellengruppe 1). Da die Dimensionen "Produkt" und "Produktgruppe" nicht in Tabellengruppe 1 enthalten sind, muß Ledger 3 eine andere Tabellengruppe verwenden.
Wenn Sie Ihre FI-SL-Systemstruktur entworfen haben, können Sie Ihre Datenbanktabellen anlegen und festlegen, welche Dimensionen Sie in Ihre Tabellen aufnehmen wollen.
Im FI-SL-System werden folgende Tabellentypen verwendet:
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Objekttabellen(für Sender/Empfänger- und Bewegungsattribute)
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Summentabellen·
Isteinzelpostentabellen·
PlaneinzelpostentabellenWeitere Informationen zu diesen Tabellentypen finden Sie unter
FI-SL-Datenbanktabellen.Sie definieren Ihre Datenbanktabellen mit der Funktion Tabellengruppe definieren und legen die Tabellen im ABAP/4 Dictionary ab. Unter einer Tabellengruppe versteht man eine Gruppe zusammengehöriger Tabellen (Objekttabellen, Summentabelle, Ist- und Planeinzelpostentabelle).
Weitere Informationen zum Anlegen von Tabellengruppen finden Sie im Arbeitsschritt Tabellengruppe definieren im Einführungsleitfaden (IMG) der Speziellen Ledger.

Sie haben die Möglichkeit, eine Rollup-Isteinzelpostentabelle bzw. eine Rollup-Planeinzelpostentabelle anzulegen, wenn Sie z.B. im Rahmen eines Report-Writer-Berichtes Rollup-Summensätze aufschlüsseln und einen Drill-Down auf die Ursprungsdaten durchführen wollen.
Es ist im Moment nicht möglich, diese Tabellen mit der Funktion Tabellengruppe definieren automatisch zu installieren. Wenn Sie eine Rollup-Tabelle verwenden wollen, müssen Sie im Customizing mit der Funktion Tabelle kopieren die mit dem System ausgelieferten Standardtabellen (GLREFU: Rollup-Isteinzelpostentabelle und GLREFV: Rollup-Planeinzelpostentabelle) kopieren und Ihren Anforderungen gemäß modifizieren.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Arbeitsschritt Tabelle kopieren im Einführungsleitfaden (IMG) der Speziellen Ledger.
Wenn Sie Ihre Datenbanktabellen anlegen, müssen Sie u.a. folgendes entscheiden:
·
ob Sie eine lokale Tabelle (für einen Buchungskreis) oder eine globale Tabelle (für eine Gesellschaft) benötigen·
welche Dimensionen (z.B. "Konto", "Kostenstelle", "Geschäftsbereich" etc.) Sie in Ihre Objekt-/Partnerobjekttabelle aufnehmen wollen und welche dieser Dimensionen Sie auch als Partnerdimensionen (Sender/Empfänger-Beziehung) benötigen·
ob Sie eine zweite Objekttabelle für Bewegungsattribute benötigen·
ob Sie weitere Dimensionen in den Datenteil der Summentabelle aufnehmen wollen. Diese Dimensionen werden als abgeleitete Dimensionen bezeichnet, da sie aus den Dimensionen einer anderen Summentabelle eindeutig abgeleitet werden können.·
ob Sie weitere Dimensionen in Ihre Isteinzelpostentabelle aufnehmen. Diese Dimensionen werden nur bei der Beleganzeige (oder bei der Verwendung von Einzelposten im Berichtswesen) verwendet.·
welche Währungen und Mengen Sie in Ihren Datenbanktabellen verwenden·
wieviele Perioden Sie in Ihren Summensätzen benötigen·
welche Datenbankindizes Sie für Ihre FI-SL-Tabellen definieren wollenSiehe auch:
Datenbankdefinition und -installationWenn Sie Ihre Tabellengruppe definiert, gesichert und aktiviert haben, können Sie die Datenbanktabellen mit der Funktion Tabellengruppe direkt installieren.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Arbeitsschritt Tabellengruppe definieren im Einführungsleitfaden (IMG) der Speziellen Ledger.
Siehe auch:
Datenbankdefinition und -installationWenn Sie die Dimensionen definiert haben, die Sie in Ihren Ledgern (Tabellenstrukturen) verwenden wollen, können Sie die Stammdaten (Spezielle Ledger, Gesellschaften, Vorgänge und Feldübertragungen) definieren, die Sie in Ihrem System verwenden wollen (siehe folgende Grafik).

Spezielle Ledger: Wenn Sie Ihre Speziellen Ledger anlegen, definieren Sie u.a. die Ledgerstammdaten (wie z.B. die Währungen und Mengen, die das Ledger verwenden soll, ob das Ledger zur Buchung offen ist und ob es als Rollup-Ledger verwendet werden kann). Darüber hinaus müssen Sie Ihrem Ledger einen Buchungskreis oder eine Gesellschaft zuordnen, damit das Ledger bebucht werden kann. Danach legen Sie fest, durch welche Vorgänge das Ledger fortgeschrieben werden kann (Zuordnung "Buchungskreis/Ledger/Vorgang" oder "Gesellschaft/Ledger/Vorgang"). Wenn Sie zusätzliche Voraussetzungen für die Bebuchung des Ledgers eingeben wollen, haben Sie die Möglichkeit, Ledgerselektionsbedingungen zu definieren.
Buchungskreise und Gesellschaften: In Ihrem FI-SL-System können Sie Buchungskreise und Gesellschaften verwenden. Buchungskreise werden im System FI definiert und werden im FI-SL-System häufiger verwendet als Gesellschaften. Sie können Ihr System so einrichten, daß ein lokales Ledger direkt durch einen Buchungskreis fortgeschrieben wird (Zuordnung "Ledger/Buchungskreis"). In einer Gesellschaft werden normalerweise mehrere Buchungskreise zusammengefaßt. Sie können einen Buchungskreis einer Gesellschaft zuordnen, damit durch den Buchungskreis ein lokales und ein globales Ledger fortgeschrieben werden (Zuordnung "Ledger/Gesellschaft").
Vorgänge: Die in anderen SAP-Anwendungen oder in externen Systemen erfaßten Daten werden mit Hilfe von Vorgängen in das FI-SL-System übertragen. Sie müssen Ihren Ledgern Vorgänge zuordnen, damit diese Daten in die Ledger aufgenommen werden können.
Feldübertragungen: Mit Hilfe von Feldübertragungen können Sie definieren, welche Dimensionen im FI-SL-System gefüllt werden. Durch Feldübertragungen wird festgelegt, welche Dimensionen anderer SAP-Anwendungen in die Dimensionen des FI-SL-Systems übertragen werden.
Weitere Informationen zum Anlegen von Stammdaten finden Sie in den Arbeitsschritten unter Stammdaten im Einführungsleitfaden (IMG) der Speziellen Ledger.

Sie können zur Definition Ihrer Stammdaten auch die Funktion Graphische Navigation verwenden. Mit dieser Funktion können Sie die gegenseitigen Zuordnungen von Buchungskreisen, Gesellschaften, Ledgern und Vorgängen graphisch anzeigen und bei Bedarf in eine gewünschte Zuordnung verzweigen, um diese zu ändern. Informationen zur Verwendung der Funktion Grafische Navigation finden Sie im Arbeitsschritt Grafische Navigation verwenden im Einführungsleitfaden (IMG) der Speziellen Ledger.
Siehe auch:
StammdatenWenn Sie die Stammdaten angelegt haben, die Sie in Ihrem System verwenden wollen, müssen Sie zusätzliche Systemeinstellungen (wie Buchungsperioden und Versionen) pflegen, die Sie für die Arbeit in Ihrem Produktivsystem benötigen.
Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, eigene Validierungen und Substitutionen zu definieren, um Werte oder Wertkombinationen bei der Erfassung im System zu validieren und/oder zu substituieren. Da die Validierung bzw. Substitution vor der Buchung stattfindet, gelangen nur gültige Informationen in das FI-SL-System.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) der Speziellen Ledger.
Siehe auch:
Zusätzliche FI-SL-SystemvoraussetzungenWenn Sie die hier beschriebenen Schritte ausgeführt haben, können Sie die Arbeit mit Ihrem FI-SL-System aufnehmen und die Ihren speziellen Anforderungen entsprechenden Funktionen verwenden.