Anfang des InhaltsbereichsFunktionsdokumentation Anlegen und Ändern des Kundenauftrages Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Der Ablauf entspricht dem bisherigen „Anlegen bzw. Ändern des Kundenauftrags" (siehe auch: StrukturlinkKundenauftrag anlegen bzw. StrukturlinkKundenauftrag ändern).

Beim Anlegen einer Kundenauftragsposition können Sie ein Auslieferungswerk eingeben oder (gleichwertig) einen Vorschlag des Systems aus den Stammdaten (Kunde, Material) übernehmen. Dabei gibt es zwei Fälle:

Sie geben in der Position ein Werk des Auftragssystems ein. Dieser Ablauf entspricht der bisherigen Vorgehensweise, bei der Sie nur eigene Werke eingeben können.

Sie geben ein Werk aus einem anderen R/3-System des betriebswirtschaftlichen Systemverbunds ein. Hierbei prüft das System, ob für die Kombination Material/Werk ein CIF-Integrationsmodell für Kundenaufträge aktiv ist (siehe auch: Customizing für systemübergreifende Lieferung einstellen).

Funktionsumfang

Folgende Schritte ergeben sich im Vergleich zu dem herkömmlichen Anlegen bzw. Ändern des Kundenauftrags:

Hinweis

Wenn Sie ein externes Werk manuell eingeben, prüft das System, ob für die Kombination Material/Werk ein aktives CIF-Integrationsmodell für Kundenaufträge vorhanden ist. Sollte kein aktives CIF-Integrationsmodell vorhanden sein, gibt das System eine Warnmeldung aus. Wenn Sie mit dieser Eingabe weiterarbeiten, dann kann der Vorgang nicht APO-gestützt weitergeführt werden.

Beachten Sie, dass das System Ihnen nur externe Werke für Positionen vorschlägt, wenn Sie für die Kombination Material/Werk ein CIF-Integrationsmodell gepflegt haben.

Übernahme des Ergebnisses in den Kundenauftrag bei regelbasierter ATP

Wie im Einsystemfall übergibt der APO das Ergebnis der regelbasierten ATP-Prüfung (Materialien/Werke, Mengen, Termine und Einteilungen) dem Kundenauftrag im SAP R/3 Verkaufssystem. Der Kundenauftrag übernimmt die Daten und erzeugt daraus Unterpositionen mit Einteilungen. Die Hauptposition wird irrelevant für Bedarf und Lieferung. Die Unterpositionen werden bzgl. Bedarf und Versandindex/Lieferung bzw. ungeprüfter Lieferung genauso verwaltet, wie manuell erfasste Positionen, abhängig davon, ob das gefundene Werk eigen oder extern ist.

Beispiel

Voraussetzung im Beispiel: Das Fixmengenkennzeichen ist initial und die Verfügbarkeitsprüfung berücksichtigt keine Wiederbeschaffungszeit. (Diese wird im APO als Prüfhorizont abgebildet).

Sie geben zu einem Termin1 eine Wunschmenge von 7 St ein. Davon ist eine Teilmenge (4 St) zum Wunschtermin (Termin1) verfügbar, eine andere Teilmenge (2 St) später (Termin2), die Restmenge (1 St) nie.

Dann werden durch die Verfügbarkeitsprüfung zwei Einteilungen erzeugt, die eine zum Termin1 mit Wunschmenge 7 St und bestätigter Menge 4 St, die andere zum Termin2 mit Wunschmenge 0 St und bestätigter Menge 2 St.

Sie haben die Möglichkeit, den Ablauf im SAP APO so einzustellen, dass auch für die Restmenge (1 St) eine Einteilung generiert wird.

Erneute Verfügbarkeitsprüfung

Eine erneute ATP-Prüfung des Kundenauftrages wird über das SAP R/3-Verkaufssystems durchgeführt. Wird eine Position erneut geprüft, so werden die zugehörigen noch nicht belieferten Unterpositionen intern gelöscht. Anschließend findet genau wie beim Anlegen der Positionen eine Verfügbarkeitsprüfung für die noch nicht gelieferten Mengen statt.

Sichern der Kundenauftragsänderung im APO

Beim Sichern des Kundenauftrags werden die geänderten Bedarfe im SAP APO aktualisiert, die alten ungeprüften Lieferungen im Versandsystem gelöscht und durch die neuen ersetzt.

Bei Positionen mit externen Werken wird eine ungeprüfte Lieferung in dem SAP R/3-Versandsystem angelegt. Diese Lieferung übernimmt im SAP APO dann den Bedarf aus dem Kundenauftrag und setzt einen Bedarf im R/3-Versandsystem ab.

Hinweis

Sollte das System durch die erneute Verfügbarkeitsprüfung den einzelnen Positionen ein Werk aus einem anderen Liefersystem zuordnen, so werden die alten ungeprüften Lieferungen in dem ursprünglichen Liefersystem gelöscht und die neuen ungeprüften Lieferungen in dem neu ermittelten Liefersystem angelegt.

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