Anfang des InhaltsbereichsFunktionsdokumentationFunktionsweise des automatischen Abgleichs Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Wenn Sie die SAP-Instanz mit startsap neu starten, wird das Programm sapstart aufgerufen. Diese Programm ruft automatisch das Programm sapcpe auf. Das Programm sapcpe sorgt dafür, daß der automatische Abgleich der Executables per Kopie aus dem zentralen Verzeichnis /usr/sap/<SAPSID>/exe/ctrun in das lokale Verzeichnis /usr/sap/<SAPSID>/exe/run , gemacht wird.

Bei jedem folgenden Start prüft sapcpe, ob die lokalen Executables noch aktuell sind, und kopiert alle neuen oder geänderten Executables aus dem zentralen Verzeichnis /usr/sap/<SID>/SYS/exe/ctrun .

Dateistruktur für den Einsatz lokaler Executables

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Voraussetzungen

sapcpe startet automatisch, wenn Sie eine SAP-Instanz starten und die folgenden drei Bedingungen erfüllt sind:

/usr/sap/<SID>/SYS/exe/run liegt im Hostsystem der SAP-Instanz und ist für lokale Executables bestimmt.
/usr/sap/<SID>/SYS/exe/ctrun greift (normalerweise über NFS-Mount) auf das zentrale Verzeichnis der Executables.

Wie Sie Ihr System entsprechend einrichten, erfahren Sie in Installation lokaler Executables mit automatischem Abgleich.

Funktionsumfang

Protokolldatei

Wird sapcpe aus sapstart aufgerufen, so verzeichnet es alle Aktionen in der Protokolldatei im lokalen Verzeichnis
/usr/sap/<SAPSID>/<INSTANZ-NAME>/work/sapcpe.log .

Komprimierte Executables

Das Programm sapcpe kann mit komprimierten Executables (<Dateiname>.Z) im zentralen Verzeichnis arbeiten.

SAP empfiehlt, Executables in komprimierter Form im zentralen Verzeichnis abzulegen, wenn Sie eine große Anzahl verteilter SAP-Instanzen (mehr als 5) haben.

Vorteil: Komprimierte Dateien reduzieren die Netzwerkbelastung durch das Kopieren von Executables um ca. 50 %.

Das Programm sapcpe stellt Änderungen in komprimierten Dateien anhand des Zeitstempels fest. Wenn die komprimierte Datei neuer ist als die lokale Kopie, kopiert sapcpe die komprimierte Datei aus dem zentralen Verzeichnis in das lokale Verzeichnis und dekomprimiert sie dabei.

Zugriffsberechtigungen und Eigentum

Für sapcpe sind keine besonderen Zugriffsberechtigungen erforderlich. Sie sollten deshalb folgende Sicherheitsmaßnahmen ergreifen:

Hinweis

für die sapcpe Berechtigung sollte das "set-user-ID-bit" nicht gesetzt sein (UNIX Systeme)

Da das Programm sapcpe als Benutzer <SID>adm ausgeführt wird, können bestimmte Programme nicht aktualisiert werden. Dazu gehören Programme, die root oder einem anderen Super-User gehören, sowie Programme, die aktiv sind, wenn sapcpe ein lokales System aktualisiert. Bei Berechtigungsproblemen zeichnet sapcpe die Problemmeldungen in der Protokolldatei auf, und Sie müssen die entsprechenden Executables manuell aktualisieren, bzw. das Problem beseitigen und die Instanz erneut starten.

In der Regel wird nur der SAP-Betriebssystemmonitor saposcol davon betroffen. Das Programm saposcol ist ein Bestandteil des SAP-Performance-Monitors, ist daher das einzige SAP-Programm, das unbedingt als root ausgeführt werden muß.

Das Programm saposcol wird beim Start des SAP-Systems gestartet. Sobald eine saposcol-Fehlermeldung im sapcpe Protokoll anzeigt, daß saposcol aktualisiert werden muß, müssen Sie das Programm stoppen und die Executable manuell vom zentralen Executable Verzeichnis in das lokale Executable Verzeichnis kopieren.

Achtung

Sie sollten saposcol nicht aktualisieren, indem Sie das Programm vom zentralen Executables-Verzeichnis aus starten, da eine langsame Netzwerkverarbeitung zu Zeitüberschreitungen und damit zum vorzeitigen Programmabbruch führen könnte.

Aktivitäten

Installieren Sie die lokalen Executables mit automatischem Abgleich wie in Installation lokaler Executables mit automatischem Abgleich beschrieben.

Ende des Inhaltsbereichs