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Beschreibung der Dateistruktur und der Parameter

 

Die Datei ContentServer.INI beschreibt den Aufbau der vom Content-Server aus ansprechbaren Repositories. Normalerweise wird die Datei vom Content-Server automatisch aktuell gehalten, d. h. manuelles Editieren ist nicht erforderlich. Zur Pflege und Administration des Content-Servers existiert die Transaktion CSADMIN.

Die Existenz dieser Datei ist für den ordnungsgemäßen Betrieb des gesamten SAP Content Server vital. Insbesondere muss sichergestellt sein, dass neben der regulären Datenbank-Sicherung diese Datei im aktuellen Zustand (passend zum DB-Backup) mit gesichert wird, denn ohne aktuelle Repository-Beschreibung kann der Content-Server nicht mehr auf eine evtl. rekonstruierte Datenbank zugreifen.

 

Ablageort

 

Die Datei ContentServer.INI muss sich im Content-Server-Installationsverzeichnis befinden.

 

Struktur

 

Die Datei ist in mehrere Abschnitte gegliedert. In jedem dieser Abschnitte werden Parameter-Wert-Paare definiert, die innerhalb dieses Abschnittes gültig sind. Eine Ausnahme dieser Regel bildet der erste Block: Alle hier gemachten Einträge gelten als Defaultwerte für die weiteren Abschnitte. Diese Defaultwerte können im jeweiligen Abschnitt neu definiert werden.

Es existieren folgende Abschnitte:

 

[ContentServer]

Der Abschnitt [ContentServer] enthält alle allgemein gültigen Parameter, welche die Laufzeit des Servers beeinflussen.

 

[contRep-<RepositoryName>]

 

Der so genannte contRep-Abschnitt definiert ein Content-Repository. D. h. in ihm sind alle Parameter enthalten, die den Zugriff auf das Datenbank-Repository beschreiben. Ohne die entsprechende Sektion ist ein Zugriff auf ein evtl. in der Datenbank definiertes Repository nicht möglich. Für jedes aus dem SAP-System ansprechbare Repository muss folglich eine entsprechende [contRep-<RepositoryName>] Sektion angelegt sein.

 

 

Allgemeines zu Parametern

Je Zeile ist genau ein Parameter-Wert-Paar zulässig.

Jedes Parameter-Wert-Paar muss mit dem Zuweisungszeichen '=' voneinander getrennt sein.

Groß- und Kleinschreibung wird unterschieden.

 

Hinweis

Parameter, die ignoriert werden sollen, können mit einem Semikolon ';' zu Beginn der Zeile entwertet werden.

Parameter sind immer nur innerhalb ihres Abschnittes gültig.

 

Existieren mehrere gleiche Parameter mit unterschiedlichen Wertzuweisungen, so wird der erste ausgewertet.

 

Parameter für den Abschnitt [ContentServer]

Name: LogRequests

Type: Boolean

Default: 0

Values: 0, 1

Mandatory: no

Beschreibung: Protokollierung aller Client-Requests in der Datei cs_trace.txt

 

Name: ResponseTrace

Type: Boolean

Default: 0

Values: 0, 1

Mandatory: no

Beschreibung: Protokollierung aller Client-Responses in der Datei cs_trace.txt

Name: Log404Response

Type: Boolean

Default: 0

Values: 0, 1

Mandatory: no

Beschreibung: Protokollierung aller NOT FOUND-Requests in der Datei cs_trace.txt

 

Name: FullTrace

Type: Boolean

Default: 0

Values: 0, 1

Mandatory: no

Beschreibung: Protokollierung aller Request/Response-Paare in VOLLER Länge in der Datei cs_trace.txt

Achtung

Dieser Schalter sollte nur zu Diagnosezwecken eingeschaltet und nur in Verbindung mit kontrollierten Server-Requests verwendet werden. Dieser Schalter darf in einem Produktiv-System nicht aktiviert werden.

 

Name: KeepConnection

Type: Boolean

Default: 0

Values: 0, 1

Mandatory: no

Beschreibung: KeepConnection=0 beendet die Client-Verbindung nach Response-Übertragung. KeepConnection=1 hält diese Verbindung weiter offen, so dass der Client auf dem gleichen Kommunikationskanal weitere Requests senden kann. Dies führt zu einer Performance-Steigerung, da der erneute Verbindungsaufbau wegfällt.

 

Name: MaxTransferBlockSize

Type: Integer

Default: 65535

Values: 1..4294967296

Mandatory: no

Beschreibung: MaxTransferBlockSize legt fest, mit welcher Blocklänge der IIS Responses schickt. Auf hoch belasteten Systemen kann es vorkommen, dass Requests so genannte 0-Byte-Responses erhalten, weil auf dem Server kein Sendbuffer allokiert werden kann. Dann ist es ratsam, die Blocksize zu verringern (z.B. bis zu 4096 Bytes). Die Größenangabe erfolgt in Bytes.

maxTransferBlockSize wirkt ab Server Build 161

Siehe auch:

Hinweis 328209

 

 

Wenn Sie das Kennwort für den Datenbankzugriff ändern wollen,

Achtung

lesen Sie unbedingt den Abschnitt Kennwort für Datenbankzugriff ändern. Gehen Sie zuerst wie dort beschrieben vor.

 

Nehmen Sie dann hier folgenden Eintrag vor:

USER=SAPR3

PASSWORD=<neues Kennwort>

 

 

 

Parameter für den Abschnitt [contRep-<RepositoryName>]

Name: Storage

Type: Character

Default: ContentStorage.DLL

Values: ContentStorage.DLL

Mandatory: yes

Beschreibung: Der Parameter Storage enthält den Namen des für den Zugriff auf ein Repository notwendigen Storage-Layers. Es ist kein anderer Wert außer dem Default-Wert zugelassen.

 

Name: ContentStorageHost

Name: ContentStorageHost

Type: Character

Default: localhost

Values: Full qualified hostname, IP-Adress, localhost

Mandatory: yes

Beschreibung: Der ContentStorageHost legt fest, auf welchem Rechner sich die Datenbank befindet, in der das Repository angelegt ist

 

Achtung

Das Betreiben der Datenbank auf einer anderen als der Content-Server-Maschine ist bisher nicht freigegeben.

 

Name: ContentStorageName

Type: Character

Default: SDB

Values: SDB

Hinweis

Der Vorschlagswert SDB ist entsprechend zu korrigieren, wenn bei der Installation des Content-Servers ein anderer Name für die Datenbankinstanz gewählt wurde.

Mandatory: yes

Beschreibung: Der Parameter ContentStorageName enthält den Namen der Datenbank-Instanz.

 

Name: ContRepDescription

Type: Character

Default: ""

Values: Free text

Mandatory: yes

Beschreibung: ContRepDescription enthält eine Freitext-Zeile, die den Verwendungszweck des Repositorys erläutert.

 

Security

Type: Boolean

Default: 0

Hinweis

Ein produktiver Betrieb sollte stets mit eingeschalteter Signaturprüfung erfolgen, da nur so ein unberechtigter Zugriff auf Dokumente verhindert werden kann.

Das vorübergehende Ausschalten der Signaturprüfung kann jedoch bei der Analyse von Problemsituationen oder innerhalb der Installationsphase zweckmäßig sein.

Values: 0, 1

Mandatory: yes

Beschreibung: Schaltet die Signatur-Überprüfung ein oder aus.

 

Bei Schiefständen zwischen dem Content-Server und dem SAP-System ist es unmöglich, auf Dokumente zuzugreifen. In diesem Falle sollten alle Zertifikate sowohl auf dem Content-Server als auch im R/3-Customizing entfernt werden. Beteiligte Transaktionen sind CSADMIN und OAC0.

 

Name: DefaultDocProt

Type: Character

Default: ""

Values: {r c u d} r - Read, c - Create, u - Update, d - Delete

Mandatory: no

 

Beschreibung: DefaultDocProt legt den Dokumenten-Zugriffschutz für dieses Repository fest. Der Vorschlagswert für die Schutzwürdigkeit kann beim Ablegen eines Dokuments für dieses Dokument überschrieben werden. Da davon in der Regel Gebrauch gemacht wird, ist die Bedeutung dieses Parameters gering. Er beeinflusst hauptsächlich, ob zum Anlegen eines Dokuments bereits eine Signatur benötigt wird.

 

Name: sqltrace

Type: Boolean

Default: 0

Values: 0, 1

Mandatory: no

 

Beschreibung: Falls sqltrace==true, wird im Verzeichnis c:\winntsystem32 ein SQL-Trace geschrieben. Dieser Trace sollte nur für Diagnose-Zwecke aktiviert werden und in einem Produktiv-System ausgeschaltet sein.

 

Name: driver

Type: Character

Default: LiveCache

Values: ODBC-Driver-Name

Mandatory: no

 

Beschreibung: driver enthält den für den DB-Zugriff notwendigen ODBC-Treiber-Namen. Der passende ODBC-Treiber muss unter dem Treibernamen im NT ODBC Service-Layer registriert sein.

Es sind nur die ODBC-Treiber der SAP DB für den produktiven Betrieb freigegeben.

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