Verwendung
Während der Laufzeit eines Darlehensvertrags wird meist eine große Anzahl von Einzelbewegungen, d.h. Darlehensbelegpositionen erzeugt. Somit muß bei einem großen Bestandsvolumen von Darlehensverträgen ein performanter Zugriff auf diese gebuchten Bewegungen, z.B. im Rahmen der Kapitalien- und Finanzstromberechnung, gewährleistet sein.
Durch die Verdichtung von konditionsbasierten, rhythmischen Darlehensbelegpositionen werden pro Bewegungsart jeweils vom Laufzeitbeginn bis zum Stichtag der Verdichtung Verdichtungssätze gebildet, d.h. die Belegpositionen werden bewegungsartenweise kumuliert. Anwendungsfunktionen können nun auf die wenigen Verdichtungssätze zugreifen und müssen nicht mehr die Vielzahl von Einzelbewegungsdaten verarbeiten.
Die sonst zeitintensive Auswertung der Darlehensbelegpositionen erfährt dadurch besonders bei einem großen Bestandsvolumen von Darlehensverträgen, für die eine große Anzahl von konditionsbasierten Bewegungen in kurzen Zeitabständen gebucht wird, eine gesteigerte Performance.
Integration
Folgenden Anwendungsfunktionen können Verdichtungssätze verarbeiten:
Voraussetzungen
Für den Einsatz der Verdichtungsfunktion müssen Bewegungen gebucht worden sein, d.h. konditionsbasierte, rhythmische Darlehensbelegpositionen existieren.
Funktionsumfang
Weitere Selektionskriterien im Bereich Allgemeine Abgrenzungen dienen der zusätzlichen Einschränkung:
Im Bereich Weitere Abgrenzungen können Sie zudem hinsichtlich des Verdichtungsstatus eines Darlehens eine Selektion vornehmen:
Die Anwendungsfunktion greift somit auf die an dem Stichtag der Verdichtung erzeugten Verdichtungssätze und auf die Deltainformationen zu. Somit ist gewährleistet, daß alle relevanten Belegpositionen zum aktuellen Stichtag ausgewertet werden.

Um langfristig eine performante Auswertung der Darlehensbelegpositionen zu erzielen, sollten Sie die Verdichtung in regelmäßigen zeitlichen Abständen durchführen. Aufgrund der Laufzeit der Verdichtung und der Sperrproblematik sollten Sie die Durchführung im Batch vornehmen, während der Online-Betrieb ruht.
Die Bewegungsdaten der selektierten Darlehen werden zum eingegebenen Stichtag verdichtet.
Die Verdichtung der selektierten Darlehen wird als ungültig gekennzeichnet. Die Verdichtungssätze bleiben auf der Datenbank. Die Anwendungsfunktion greift wieder auf die einzelnen, nun nicht mehr kumulierten Darlehensbelegpositionen zu bzw. es kann eine neue Verdichtung dieser Daten durchgeführt werden.

Falls nach Durchführung einer Verdichtung innerhalb des Verdichtungszeitraums eine außerplanmäßige Bewegung, z.B. eine Stornierung, vorgenommen wird, sind die erzeugten Verdichtungssätze nicht mehr aktuell. Die verdichteten Sätze werden von der Anwendung automatisch invalidiert.
Die Verdichtung, d.h. die gebildeten Verdichtungssätze der selektierten Darlehen werden nicht nur als ungültig gekennzeichnet wie bei der Invalidierung, sondern gelöscht. Auch hier greift die Anwendungsfunktion wieder auf die einzelnen, nun nicht mehr kumulierten Darlehensbelegpositionen zu bzw. es kann eine neue Verdichtung dieser Daten durchgeführt werden. Dieser Vorgang ist durch einen längeren Zeitaufwand als die Invalidierung gekennzeichnet.
Es wird der Verdichtungsstatus der selektierten Darlehen angezeigt, d.h. wieviele Darlehen gültig verdichtet, invalidiert sowie unverdichtet sind und wieviele Verdichtungen gelöscht wurden. Dies können Sie als Kontrollfunktion verwenden.
Aktivitäten

Direkt vor oder sofort nach einer Hauswährungsumstellung müssen Sie alle verdichteten Sätze für die Darlehen der betroffenen Buchungskreise löschen, damit die Funktionen Plansätze aktualisieren, Zeitliche Abgrenzung von Aufwänden und Erträgen sowie Darlehen zum Partner weiterhin korrekt arbeiten.