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Verwendung

Während der Laufzeit eines Darlehensvertrags wird meist eine große Anzahl von Einzelbewegungen, d.h. Darlehensbelegpositionen erzeugt. Somit muß bei einem großen Bestandsvolumen von Darlehensverträgen ein performanter Zugriff auf diese gebuchten Bewegungen, z.B. im Rahmen der Kapitalien- und Finanzstromberechnung, gewährleistet sein.

Durch die Verdichtung von konditionsbasierten, rhythmischen Darlehensbelegpositionen werden pro Bewegungsart jeweils vom Laufzeitbeginn bis zum Stichtag der Verdichtung Verdichtungssätze gebildet, d.h. die Belegpositionen werden bewegungsartenweise kumuliert. Anwendungsfunktionen können nun auf die wenigen Verdichtungssätze zugreifen und müssen nicht mehr die Vielzahl von Einzelbewegungsdaten verarbeiten.

Die sonst zeitintensive Auswertung der Darlehensbelegpositionen erfährt dadurch besonders bei einem großen Bestandsvolumen von Darlehensverträgen, für die eine große Anzahl von konditionsbasierten Bewegungen in kurzen Zeitabständen gebucht wird, eine gesteigerte Performance.

Integration

Folgenden Anwendungsfunktionen können Verdichtungssätze verarbeiten:

Voraussetzungen

Für den Einsatz der Verdichtungsfunktion müssen Bewegungen gebucht worden sein, d.h. konditionsbasierte, rhythmische Darlehensbelegpositionen existieren.

Funktionsumfang

  1. Sie haben die Möglichkeit, die Verträge, deren Darlehensbelegpositionen verdichtet werden sollen, anhand folgender Kriterien zu selektieren:

Weitere Selektionskriterien im Bereich Allgemeine Abgrenzungen dienen der zusätzlichen Einschränkung:

Im Bereich Weitere Abgrenzungen können Sie zudem hinsichtlich des Verdichtungsstatus eines Darlehens eine Selektion vornehmen:

  1. Im Bereich Ausführungsparameter legen Sie den Stichtag der Verdichtung fest. Dieser sollte mindestens drei Leistungsperioden vor dem Tagesdatum liegen, um aktuelle Tilgungsverrechnungsperioden nicht zu schneiden. Die zwischen dem Stichtag der Verdichtung und dem Tagesdatum gebuchten Bewegungen (Deltainformationen) werden von der Anwendung wieder vollständig, d.h. alle einzeln berücksichtigt.

Die Anwendungsfunktion greift somit auf die an dem Stichtag der Verdichtung erzeugten Verdichtungssätze und auf die Deltainformationen zu. Somit ist gewährleistet, daß alle relevanten Belegpositionen zum aktuellen Stichtag ausgewertet werden.

Empfehlung

Um langfristig eine performante Auswertung der Darlehensbelegpositionen zu erzielen, sollten Sie die Verdichtung in regelmäßigen zeitlichen Abständen durchführen. Aufgrund der Laufzeit der Verdichtung und der Sperrproblematik sollten Sie die Durchführung im Batch vornehmen, während der Online-Betrieb ruht.

  1. Im Rahmen der Verdichtung stehen Ihnen im Bereich Aufrufart folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

Die Bewegungsdaten der selektierten Darlehen werden zum eingegebenen Stichtag verdichtet.

Die Verdichtung der selektierten Darlehen wird als ungültig gekennzeichnet. Die Verdichtungssätze bleiben auf der Datenbank. Die Anwendungsfunktion greift wieder auf die einzelnen, nun nicht mehr kumulierten Darlehensbelegpositionen zu bzw. es kann eine neue Verdichtung dieser Daten durchgeführt werden.

Hinweis

Falls nach Durchführung einer Verdichtung innerhalb des Verdichtungszeitraums eine außerplanmäßige Bewegung, z.B. eine Stornierung, vorgenommen wird, sind die erzeugten Verdichtungssätze nicht mehr aktuell. Die verdichteten Sätze werden von der Anwendung automatisch invalidiert.

Die Verdichtung, d.h. die gebildeten Verdichtungssätze der selektierten Darlehen werden nicht nur als ungültig gekennzeichnet wie bei der Invalidierung, sondern gelöscht. Auch hier greift die Anwendungsfunktion wieder auf die einzelnen, nun nicht mehr kumulierten Darlehensbelegpositionen zu bzw. es kann eine neue Verdichtung dieser Daten durchgeführt werden. Dieser Vorgang ist durch einen längeren Zeitaufwand als die Invalidierung gekennzeichnet.

Es wird der Verdichtungsstatus der selektierten Darlehen angezeigt, d.h. wieviele Darlehen gültig verdichtet, invalidiert sowie unverdichtet sind und wieviele Verdichtungen gelöscht wurden. Dies können Sie als Kontrollfunktion verwenden.

  1. Im Bereich Ausgabesteuerung haben Sie die Möglichkeit, die Form der Listenausgabe, z.B. als Kurzinformation oder als detaillierte Liste, über die F4-Hilfe zu wählen.
  1. Eine zusätzliche Steigerung der Performance bei der Verdichtung können Sie im Abschnitt Angaben zur Parallelverarbeitung bei Verdichtung vornehmen. Die Durchführung der Verdichtung kann wahlweise im Rahmen einer Servergruppe auf verschiedenen Instanzen über RFC parallelisiert werden.

Aktivitäten

  1. Wählen Sie Bestandsverwaltung ® Periodische Arbeiten ® Reorganisation ® Verdichtung. Sie gelangen auf das Bild Belegdatenverdichtung Darlehen.
    1. Geben Sie die Selektionskriterien für die zu verdichtenden Darlehensbelegpositionen ein sowie den Stichtag der Verdichtung.
    2. Wählen Sie unter Aufrufart die von Ihnen gewünschte Art der Ausführung aus sowie unter Ausgabesteuerung die Form der Listenausgabe.
    3. Falls Sie zur Steigerung der Performance eine Parallelverarbeitung bei der Verdichtung vornehmen wollen, markieren Sie diese und geben die nötigen Angaben dazu ein.
  2. Falls gewünscht, wählen Sie Als Variante sichern. Haben Sie eine oder mehrere Varianten angelegt, können Sie diese über Variante holen auswählen, ggf. abändern und ausführen.
  3. Nachdem Sie die gewünschten Eingaben gemacht haben bzw. die von Ihnen gewünschte Variante aktiviert haben, wählen Sie Ausführen.

Hinweis

Direkt vor oder sofort nach einer Hauswährungsumstellung müssen Sie alle verdichteten Sätze für die Darlehen der betroffenen Buchungskreise löschen, damit die Funktionen Plansätze aktualisieren, Zeitliche Abgrenzung von Aufwänden und Erträgen sowie Darlehen zum Partner weiterhin korrekt arbeiten.

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