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Einsatzmöglichkeiten

Bei zählerstandsabhängiger Wartung werden Wartungstätigkeiten ausgeführt, wenn der Zähler an einem technischen Objekt einen bestimmten Stand erreicht hat, z.B. alle 100 Betriebsstunden. Zählerstandsabhängige Wartung kann für Anlagen der Prozeßindustrie, der Energieversorgungsbranche oder der Flugzeugindustrie angewandt werden.

Ablauf

Im folgenden wird ein exemplarischer Ablauf beschrieben.

Sie wollen bei einer Pumpe immer nach 50.000 Litern Wasserdurchfluß die Dichtungen überprüfen. Die Pumpe ist im R/3-System als Equipment abgebildet. Das Equipment hat einen Zähler, der den Wasserdurchfluß in Litern zählt. Die Wartung des Equipments wird durch einen leistungsabhängigen Wartungsplan gesteuert. Dieser Wartungsplan ist mit einem Arbeitsplan verbunden, in dem alle nötigen Vorgänge zur Überprüfung von Dichtungen festgehalten sind.

In diesem Beispiel legt das System einen IH-Auftrag mit den Vorgängen aus dem Arbeitsplan an. Grundsätzlich kann aber auch eine IH-Meldung, ein Serviceauftrag oder eine Servicemeldung angelegt werden.

  1. Sie legen einen Meßpunkt zum Equipment "Pumpe" an. Weitere Informationen finden Sie unter Anlegen von Meßpunkten und Zählern.
  2. Sie legen zu diesem Meßpunkt einen Meßbeleg an. Dieser gilt als Initialbeleg, d.h., von diesem Meßbeleg aus werden alle weiteren Zählerstände oder Zählerstandsdifferenzen berechnet.
  3. Das System errechnet den Plantermin, an dem die Pumpe 50.000 Liter Durchfluß erreicht haben müßte. Zu diesem Plantermin soll Ihr Techniker die Dichtungen überprüfen.
  4. Das System errechnet dann den Abruftermin, an dem der IH-Auftrag angelegt wird. Den Abruftermin haben Sie so definiert, daß er vor dem Plantermin liegt, damit Sie genügend Zeit für die Technikereinsatzplanung haben.
  5. Im Laufe der Zeit legen Sie weitere Meßbelege an. Die Durchflußmenge steigt.
  6. Jedesmal wenn Sie einen neuen Meßbeleg anlegen, berechnet das System den Plantermin neu.
  7. Bei einer Durchflußmenge von 48.500 Litern ist der Abruftermin erreicht und das System erzeugt mit den Daten aus dem Arbeitsplan einen IH-Auftrag.
  8. Da das System den IH-Auftrag rechtzeitig angelegt hat, kann Ihr Techniker die Pumpe genau dann prüfen, wenn die Durchflußmenge von 50.000 Litern erreicht ist.

Anlegen eines IH-Auftrags bei zählerstandsabhängiger Wartung

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Weitere Informationen über die Wartungsplanungsfunktionen im R/3-System (z.B. Wartungsplan anlegen, Terminierung durchführen) finden Sie unter Wartungsplanung.

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