
VDSK1 (Organisationsschlüssel)
Definition
Feld in Berechtigungsobjekten, das verwendet wird, um die Berechtigungsprüfung auf die organisatorische Zuordnung (mit Berechtigungsobjekt
P_ORGIN) differenzierter handhaben zu können. Der Inhalt des Organisationsschlüssels wird aus Feldern des Infotyps Organisatorische Zuordnung (0001) abgeleitet oder manuell eingegeben.Struktur
Steuerung von Aufbau und Verprobung des Organisationsschlüssels
Der Aufbau und die Verprobung des Organisationsschlüssels wird durch das Merkmal
VDSK1 ( Organisationsschlüssel) und die Tabellen T527 (Organisationsschlüssel: Steuerung), T527A (Organisationsschlüssel: Aufbauvorschrift) und T527O (Organisationsschlüssel: Verprobung) gesteuert.Zu diesem Zweck wird mit dem Merkmal
VDSK1 ein so genannter variabler Schlüssel VARKY ermittelt. Mit diesem Schlüssel wird dann gemäß Tabelle T527 bestimmt, wie der VDSK1 ( Organisationsschlüssel) aufzubauen bzw. zu verproben ist. Dazu werden die Felder OFLAG (Vorschlag/Verprobung ) und RULID (Vorschrift Organisationsschlüssel ) ausgewertet. Das Feld OFLAG (Vorschlag/Verprobung ) kann dabei die folgenden Ausprägungen haben:1:
wahlfreie Eingabe ohne Verprobung2:
wahlfreie Eingabe mit Verprobung3:
Musseingabe mit Verprobung4:
nicht überschreibbarer Vorschlag5:
überschreibbarer Vorschlag ohne Verprobung6:
überschreibbarer Vorschlag mit Verprobung7:
nicht überschreibbarer Vorschlag mit VerprobungWenn ein Eintrag für
OFLAG (Vorschlag/Verprobung) die Erzeugung eines Vorschlags zur Folge hat (Ausprägungen 4 , 5 , 6 oder 7 ), muss das Feld RULID (Vorschrift Organisationsschlüssel) ebenfalls gepflegt werden. Mit diesem Eintrag wird dann in der Tabelle T527A (Organisationsschlüssel: Aufbauvorschrift) die entsprechende Aufbauvorschrift für den Organisationsschlüssel ermittelt.Wenn ein Eintrag für OFLAG (Vorschlag/Verprobung) die Verprobung des Organisationsschlüssels zur Folge hat, müssen in der Tabelle T527O (Organisationsschlüssel Verprobung) die Werte eingetragen werden, die vom System als zulässig anerkannt werden sollen.

Wenn ein Eintrag für OFLAG (Vorschlag/Verprobung) unzulässig ist (d.h. keine Ziffer von 1-7 ist), so verhält sich das System immer so, als ob 1 eingetragen wurde.

Beispiel für einen Eintrag in Tabelle T527:
VARKY |
OFLAG |
RULID |
TEST |
6 |
XY |
Wenn das Merkmal
VDSK1 also den variablen Schlüssel TEST zurückliefert, wird der Organisationsschlüssel gemäß den zu XY gehörenden Einträgen aus Tabelle T527A aufgebaut. Weiterhin wird der Organisationsschlüssel gegen die Einträge aus Tabelle T527O verprobt.Aufbau des Organisationsschlüssels
Der Aufbau des Organisationsschlüssels wird mit der Tabelle T527A (Organisationsschlüssel: Aufbauvorschrift) gesteuert.
Zu jeder Vorschrift können eine oder mehrere Zeilen angelegt werden. Die Zeilen werden immer nach
SEQNO (der laufenden Nummer) sortiert. SNAME ( Feldname) gibt an, aus welchem Feld des Infotyps Organisatorische Zuordnung (0001) Daten mit in den Organisationsschlüssel aufgenommen werden sollen. Mit den Feldern LNGTH (Länge) und OFFST (Offset) können dabei auch gezielt nur einige Stellen der angegebenen Felder übernommen werden. OFFST gibt dabei an, wie viele Stellen (von links) übersprungen werden sollen. LNGTH gibt an, wie viele Stellen übernommen werden sollen. Die pro Zeile ermittelten Felder bzw. Teile von Feldern werden hintereinander in den Organisationsschlüssel gestellt.
Beispiel für einige Einträge in Tabelle T527A:
RULID |
SEQNO |
SNAME |
LNGTH |
OFFST |
01 |
10 |
P0001-KOSTL |
5 |
0 |
XY |
01 |
P0001-KOSTL |
1 |
0 |
XY |
04 |
P0001-PERNR |
2 |
3 |
XY |
05 |
P0001-KOSTL |
1 |
9 |
ZZ |
01 |
P0001-KOSTL |
5 |
5 |
Wenn der Organisationsschlüssel nach
RULID ( Vorschrift) 01 aufgebaut werden soll, werden immer die ersten 5 Stellen der Kostenstelle in den Organisationsschlüssel gestellt, d.h. für Kostenstelle 1234567890 wird 12345 in den Organisationsschlüssel gestellt.Wenn der Organisationsschlüssel nach
RULID ( Vorschrift) XY aufgebaut werden soll, wird immer die erste Stelle der Kostenstelle, dann die vierte und fünfte Stelle der Personalnummer und die zehnte Stelle der Kostenstelle in den Organisationsschlüssel gestellt, d.h. für Kostenstelle 1234567890 und Personalnummer 12345678 wird 1450 in den Organisationsschlüssel gestellt.Wenn der Organisationsschlüssel nach
RULID ( Vorschrift) ZZ aufgebaut werden soll, werden immer die letzten fünf Stellen der Kostenstelle in den Organisationsschlüssel gestellt, d.h. für Kostenstelle 1234567890 wird 67890 in den Organisationsschlüssel gestellt.Verprobung des Organisationsschlüssels
Die Tabelle T527O (Organisationsschlüssel: Verprobung) enthält eine Liste der zulässigen Einträge für das Feld
VDSK1 ( Organisationsschlüssel). Für die Verprobungen sind lediglich die Einträge mit HIRAR ( Hierarchie) = 1 relevant. Alle anderen Einträge werden bei der Verprobung der Organisationsschlüssel ignoriert.Die Spalte
ORGKY ( Organisationsschlüssel) enthält die Organisationsschlüssel, die bei der Verprobung als zulässig gelten sollen. Für die Verprobungen sind alle anderen Spalten grundsätzlich irrelevant.In den Spalten
TEXT1 ( Kurzbezeichnung) und TEXT2 ( Bezeichnung) kann zu jedem Organisationsschlüssel ein Kurztext bzw. eine Bezeichnung abgelegt werden. Die Texte erscheinen bei der Wertehilfe zum Feld Organisationsschlüssel. Für die Verprobungen selbst sind die Texte irrelevant.Die Spalte
NODTY (Organisationselement) ist nicht mehr von Bedeutung. Sie ist nur noch aus Gründen der Abwärtskompatibilität in der Tabelle T527O enthalten, in der Tabellenview wird sie nicht mehr angezeigt.
Beispiel
für einige Einträge in Tabelle T527O:
HIRAR |
ORGKY |
NODTY |
TEXT1 |
TEXT2 |
1 |
ADM |
Adm. |
Administration | |
1 |
PRO |
Prod. |
Produktion | |
2 |
PRO |
Test |
Test | |
2 |
TEST |
Test |
Test |
Die Organisationsschlüssel
PRO und ADM sind aufgrund der ersten beiden Tabellenzeilen zulässige Organisationsschlüssel. Die Einträge mit dem Text Test sind alle irrelevant, da bei diesen Einträgen das Feld HIRAR einen Wert ungleich 1 enthält. Wenn keine weiteren Einträge in Tabelle T527O vorhanden sind, ist damit insbesondere TEST kein zulässiger Organisationsschlüssel.