Literale sind unbenannte Datenobjekte, die im Quelltext eines Programms angelegt werden und durch ihren Wert vollständig bestimmt sind. Der Wert von Literalen ist unveränderbar. Wir unterscheiden Zahlenliterale und Textliterale.
Zahlenliterale
Ein Zahlenliteral ist eine Folge von Ziffern im Programmtext, die ein Vorzeichen enthalten kann. Zahlenliterale können alle Zahlen darstellen, deren Wert im Wertebereich des eingebauten ABAP-Typs P mit einer Feldlänge von 16 liegt, also Zahlen mit maximal 31 Ziffern zuzüglich Vorzeichen. Zahlenliterale, deren Wert zwischen -231+1 und 2 31-1 liegt, haben den eingebauten ABAP-Typ I. Alle übrigen Zahlenliterale haben den Typ P ohne Nachkommastellen. Zahlenliterale mit maximal 15 Stellen zuzüglich Vorzeichen haben dabei eine Feldlänge von 8 Bytes, die übrigen eine Feldlänge von 16 Bytes.

Beispiele für Zahlenliterale:
123
-93
+456
Zahlenliterale in Anweisungen:
DATA number TYPE i VALUE
-1234 .WRITE
6789 .MOVE
100 TO number.Um einen nichtganzzahligen Wert oder eine längere Zahl zu repräsentieren, muß ein Textliteral (Datentyp C) verwendet werden. Ebenso muß ein Textliteral des Formats
'[<mantissa>][E][<exponent>]'
für Gleitpunktzahlen verwendet werden. Bei Verwendung solcher Textliterale in ABAP-Anweisung findet eine
Typkonvertierung in den entsprechenden numerischen Datentyp statt.
Beispiele für Textliterale, die in numerische Typen konvertiert werden können:
'12345678901234567890'
'+0.58498'
'-8473.67'
'-12.34567'
'-765E-04'
'1234E5'
'+12E+23'
'+12.3E-4'
'1E160'
Textliterale
Ein Textliteral ist eine Folge von alphanumerischen Zeichen im Programmtext, die in Hochkommata eingeschlossen sind. Textliterale haben immer den eingebauten ABAP-Typ C. Die Feldlänge wird durch die Anzahl der Zeichen festgelegt.

Beispiele für Textliterale
'Anton Schmitt'
'69190 Walldorf'
Textliterale können bis zu 255 Zeichen lang sein. Ein Textliteral ist immer mindestens ein Zeichen lang (Die Angabe von '' ist gleichbedeutend zu ' '). Um Textliterale im ABAP Editor einzugeben, die länger als eine Editorzeile sind, erlaubt es die
ABAP-Syntax, mehrere Textliterale mit dem Zeichen & zu einem Textliteral zu verknüpfen. Enthält ein Textliteral ein Hochkomma, muß dieses Hochkomma doppelt eingegeben werden, um dem System mitzuteilen, daß es zum Textliteral gehört und nicht das Ende des Literals darstellt.
WRITE: / 'Das ist John''s Fahrrad'.
Diese Anweisung erzeugt folgende Ausgabe:
Das ist John's Fahrrad