Berechnung des dynamischen Sicherheitsbestands 

Ablauf

  1. Bei jedem Planungslauf prüft das System für jedes Dispositionselement (Bedarfe, Planaufträge etc.), ob die verfügbare Menge unter dem Mindestbestand liegt.
  2. Wird der Mindestbestand durch einen Bedarf unterschritten, erzeugt das System einen Beschaffungsvorschlag und bemißt die Beschaffungsmenge so, daß die verfügbare Menge wieder bis zum Sollbestand, also dem dynamischen Sicherheitsbestand, aufgefüllt wird
  3. Wird der Maximalbestand überschritten, so wird bei nicht fixierten Beschaffungsvorschlägen die Menge entsprechend angepaßt. Bei fixierten Beschaffungsvorschlägen wird eine Ausnahmemeldung ausgegeben.

Beispiel

Das System hat einen durchschnittlichen Tagesbedarf in Höhe von 15 St. ermittelt. Sie haben als Mindestreichweite 3 Tage, als Maximalreichweite 7Tage und als Sollreichweite 5 Tage festgelegt.

Das System rechnet folgendermaßen:

Mindestbestand = 3 x 15 St. = 45 St.

Maximalbestand = 7 x 15 St. = 105 St.

Sollbestand = 5 x 15 St. = 75 St.

Die verfügbare Menge beträgt 40 St. und liegt damit unter dem Mindestbestand. Daher wird beim Planungslauf ein Beschaffungsvorschlag in Höhe von 35 St. (= Sollbestand 75 St. – verfügbare Menge von 40 St.) erzeugt.

Der dynamische Sicherheitsbestand wird nicht als Bruttomenge eingeplant, sondern in die Nettobedarfsrechnung miteinbezogen. Es wird also nur dann die Menge eines bestehenden Planauftrags erhöht, wenn die Verfügbarkeitssituation dies erfordert. Wenn bereits genügend Material auf Lager liegt, um die Menge des dynamischen Sicherheitsbestands zu decken, wird kein zusätzlicher Planauftrag erzeugt.

Bei der rhythmischen Disposition läuft die Reichweitenrechnung anders ab, als hier beschrieben. Informationen dazu finden Sie unter Reichweitenprofil bei rhythmischer Disposition.