Berechnung des durchschnittlichen Tagesbedarfs 

Einsatzmöglichkeiten

Die Berechnung des durchschnittlichen Tagesbedarfs bildet die Grundlage für die Berechnung des dynamischen Sicherheitsbestands.

Voraussetzungen

Sie haben im Customizing der Bedarfsplanung im Arbeitsschritt Reichweitenprofil festlegen (dynamischer Sicherheitsbestand) im Reichweitenprofil selbst die Parameter für die Berechnung des durchschnittlichen Tagesbedarfs festgelegt. Das sind im einzelnen:

Die Perioden gelten als Kalenderperioden; sie werden ab dem Kalenderbeginn der Periode gerechnet. Eine Wochenperiode wird beispielsweise von Montag bis Sonntag gerechnet, ein Monat vom ersten Kalendertag bis zum letzten Kalendertag des Monats.

Arbeitstage werden durch den Fabrikkalender definiert.

Kalendertage werden durch den Gregorianischen Kalender definiert.

Sie können beispielsweise festlegen, daß für die Berechnung des Monatsdurchschnitts grundsätzlich 20 Tage herangezogen werden sollen.

Ablauf

  1. Aus den festgelegten Parametern bestimmt das System die Anzahl Tage, die der Berechnung des durchschnittlichen Tagesbedarfs zugrundeliegen sollen. Wurden z.B. als Periode Woche, als Periodenlänge Normtage (5 Tage) und als Anzahl der Perioden 2 festgelegt, ergeben sich daraus 10 Tage, durch die die zusammengefaßten Bedarfe geteilt werden.
  2. Anschließend berechnet es die Summe der Bedarfe, die in dieser Periode anfallen.

Es werden immer alle Bedarfe der aktuellen Periode herangezogen, unabhängig davon, ob der Planungslauf zu einem Zeitpunkt stattfindet, an dem bereits ein Teil der Periode in der Vergangenheit liegt. Findet z.B. der Planungslauf in der Mitte des Monats statt, werden auch die Bedarfe mit in die Berechnung des durchschnittlichen Tagesbedarfs miteinbezogen, die zu Anfang des Monats eingeplant wurden.

  1. Der durchschnittliche Tagesbedarf ergibt sich dann aus der Formel:
    Bedarf in der festgelegten Anzahl von Perioden / Anzahl der Tage innerhalb der gesamten Periodenlänge

Bei der rhythmischen Disposition verwendet das System zur Berechnung des durchschnittlichen Tagesbedarfs nicht die im Profil festgelegte Anzahl Tage, sondern die Anzahl Tage, die sich aus dem Zeitintervall zwischen Dispositionstermin und dem Verfügbarkeitstermin zum nächsten Dispositionstermin ergibt.

Siehe auch: Reichweitenprofil bei rhythmischer Disposition