Wenn Sie einen Prüfplan anlegen oder ändern, kann das System nicht automatisch alle Abhängigkeiten überprüfen zwischen:
- Planköpfen und Prüfmerkmalen
- Vorgängen und Prüfmerkmalen
- verschiedenen Prüfmerkmalen
- Prüfmerkmalen und Fertigungshilfsmitteln
- spezifischen Prüfmerkmalsvorgaben und Prüfmerkmalen
- spezifischen Prüfmerkmalsvorgaben und Fertigungshilfsmitteln
- spezifischen Prüfmerkmalsvorgaben und Material/Plan-Zuordnungen
Daher können in der Erstellungs- oder Überarbeitungsphase eines Prüfplans Inkonsistenzen auftreten. Solche Inkonsistenzen können u.U. erst zu einem späteren Zeitpunkt behoben werden, wenn der Fertigungsablauf im Detail feststeht. Aus diesem Grund können Sie bei Konsistenzprüfungen selbst bestimmen, zu welchem Zeitpunkt sie ausgeführt werden sollen.
Das System führt für die markierten (oder alle) Planköpfe eine Konsistenzprüfung bezüglich QM-spezifischer Daten durch. Die Prüfung wird zum Stichtag durchgeführt.
Während der Planprüfung überprüft das System die Konsistenz folgender Elemente und gibt Fehlermeldungen (Inkonsistenz führt zu Problemen in der Prüfabwicklung), Warnmeldungen (Inkonsistenz kann bei der Prüfabwicklung zu Problemen führen) oder Informationsmeldungen (Inkonsistenz verursacht keinen direkten Handlungsbedarf) aus. Detailinformationen zu diesen Meldungen können Sie den Langtexten der Meldungen im Protokoll entnehmen.
Mögliche Inkonsistenzen sind u.a.:
- Im Steuerschlüssel eines Vorgangs ist das Kennzeichen für Prüfmerkmale gesetzt - es existieren jedoch keine Prüfmerkmale zu diesem Vorgang.
- Im Steuerschlüssel eines Vorgangs ist das Kennzeichen für Prüfmerkmale nicht gesetzt - es existieren jedoch Prüfmerkmale zu diesem Vorgang.
- Im gewählten Stichprobenverfahren ist kein Prüfpunkttyp angegeben, obwohl der Plan eine Prüfung mit Prüfpunkten vorsieht.
- Im Plankopf wurden Prüfpunkte definiert, aber im Prüfvorgang wurde weder ein Zeit- noch ein Mengenbezug angegeben.
- Im Prüfvorgang wurde eine prüflingsweise Ergebniserfassung definiert. Es wurde jedoch kein Prüfmerkmal mit Einzelwerterfassung oder ohne unabhängige Mehrfachproben in den Plan eingebunden.
- Die Mengeneinheit der Stichprobe ist nicht in die Basismengeneinheit des Materials umrechenbar.

Das System führt die Konsistenzprüfung zum Stichtag durch.
Mögliche Inkonsistenzen sind u.a.:
- Die Formel ist nicht korrekt. Es ist daher keine automatische Berechnung der Werte möglich.
- Formelmerkmale verweisen auf ungültige Merkmale.
- Es gibt zu mindestens einem bedingten Merkmal kein Muß-Merkmal als führendes Merkmal.
- Führende Merkmale sind anderen führenden Merkmalen zugeordnet.
- Ein Prüfmerkmal verweist auf ein Fertigungshilfsmittel, welches inzwischen gelöscht wurde.
- Die auf Prüfmerkmalsebene vorgesehenen Dynamisierungskriterien können bei der gewählten Prüfplanverwendung nicht angewendet werden.
- Ein Stammprüfmerkmal oder ein Klassenmerkmal kommt mehrfach vor.
- Obwohl eine automatische Fehlererfassung vorgesehen ist, wurde in einem Prüfmerkmal kein Fehlercode hinterlegt.
- Im Plankopf wurde eine Probenabwicklung über Prüfpunkte vorgesehen. Der Probenahmelangtext im Prüfmerkmal wird daher durch den Text aus dem Prüfplankopf übersteuert oder die Mengeneinheiten der Stichprobe und der Teilproben stimmen nicht überein.
- Spezifische Prüfmerkmalsvorgaben
Mögliche Inkonsistenzen sind u.a.:
- Spezifische Prüfmerkmalsvorgaben beziehen sich auf ungültige Material/Plan-Zuordnungen.
- Daten von spezifischen Prüfmerkmalsvorgaben sind nicht mehr mit Steuerkennzeichen von Prüfmerkmalen vereinbar.
- Das zugeordnete Fertigungshilfsmittel wurde inzwischen gelöscht.