Show TOC
Mehrstufiger
Arbeitsvorrat: Ablauf
Mehrstufiger
Arbeitsvorrat: Ablauf
Voraussetzungen
Sie haben eine Ablaufdefinition erstellt. In
der Ablaufdefinition definieren Sie die Folge von Verarbeitungsschritten, die
Sie durchführen möchten. Ein Verarbeitungsschritt entspricht einer
Einzelfunktion. Beispiele für einzelne Verarbeitungsschritte sind die
WIP-Ermittlung, die Abweichungsermittlung und die Abrechnung. Werden diese
Einzelfunktionen in einer Ablaufdefinition miteinander verknüpft, so entsteht
eine Verarbeitungsschrittfolge.
Sie haben die Ablaufdefinition im Scheduler
eingeplant.
Ablauf
Das System startet die
Verarbeitungsschrittfolge entsprechend der im Scheduler vorgenommenen
Einplanung. Die Selektion der zu verarbeitenden Objekte erfolgt nach folgender
Logik:
- Alle Objekte, die im vorigen Ablaufschritt
erfolgreich und für den laufenden Ablaufschritt noch nicht erfolgreich
verarbeitet wurden, werden aus dem Selektionsumfang übernommen und an die
Verarbeitung übergeben. Diese Objekte werden Primärobjekte
genannt.
- Zusätzlich werden für alle selektierten
Objekte die für den laufenden Ablaufschritt abhängigen Objekte dazugelesen.
Diese abhängigen Objekte werden Sekundärobjekte genannt. Existieren für ein
Primärobjekt ein oder mehrere Sekundärobjekte, die im vorigen Ablaufschritt
noch nicht erfolgreich bearbeitet wurden, so können das Primärobjekt und die
dazugehörigen Sekundärobjekte im laufenden Ablaufschritt nicht bearbeitet
werden.
1. Das System führt die Verarbeitungsschritte
durch.
2. Nachdem das System alle Verarbeitungsschritte durchgeführt
hat, erhält der Benutzer über eine Mail die Information, daß die eingeplante
Folge von Verarbeitungsschritten ausgeführt wurde. Diese Mail ist über die
Anbindung des Workflow realisiert.
3. Aus der Mail heraus können Sie die Verarbeitung fehlerhafter
Objekte wiederholen.
4. Im Monitor des Arbeitsvorrates kann der Benutzer die
bearbeiteten Objekte mit Ihrem Verarbeitungsstatus
anzeigen.
5. Der Benutzer bearbeitet die fehlerhaften
Objekte.
6. Der Benutzer stößt aus der Mail in seinem Office-Eingang die
Verarbeitungsschrittfolge erneut an.
7. Das System bearbeitet nun die Objekte des
Selektionsumfanges, die im ersten Durchlauf der Verarbeitungsfolge nicht
fehlerfrei verarbeitet wurden oder zu denen die Verarbeitung manuell erzwungen
wurde.
Jedes Objekt beginnt
seine Verarbeitung mit dem Verarbeitungsschritt, der nicht fehlerfrei
durchgeführt werden konnte.
Die darauf folgenden
Verarbeitungsschritte werden anschließend in der festgelegten Reihenfolge
automatisch angestoßen.
Hinweis:
Wird ein Objekt im
ersten Durchlauf einer Verarbeitungsschrittfolge fehlerfrei verarbeitet und
werden anschließend - vor dem zweiten Durchlauf der Verarbeitungsschrittfolge
- Veränderungen zu diesem Objekt vorgenommen, so führen diese Änderungen nicht
dazu, daß das Objekt automatisch erneut verarbeitet wird. Wenn Sie möchten,
daß das Objekt erneut verarbeitet wird, so setzen Sie manuell den
entsprechenden Verarbeitungsstatus.
Beispiel:
Der
Fertigungsauftrag 1000000 wird wie alle anderen Fertigungsaufträge des Werkes
1000 im Periodenabschluß des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings
berücksichtigt. Für den Auftrag wird Ware in Arbeit in Höhe von EUR 1.000
ermittelt und an die Finanzbuchhaltung (FI)) abgerechnet. Alle
Verarbeitungsschritte (zum Beispiel WIP-Ermittlung und Abrechnung) der
Verarbeitungsschrittfolge wurden also fehlerfrei ausgeführt. Es wurden jedoch
nicht alle Fertigungsaufträge fehlerfrei verarbeitet. So erhielt zum Beispiel
der Fertigungsauftrag 1000005 zum Verarbeitungsschritt WIP-Ermittlung den
Verarbeitungsstatus fehlerhaft und der Fertigungsauftrag 1000010 zum
Verarbeitungsschritt Abrechnung.
Nachdem die Ware in
Arbeit für alle Fertigungsaufträge - also auch für Fertigungsauftrag 1000000 -
abgerechnet wurde, wird der Fertigungsauftrag 1000000 mit zusätzlichen Kosten
in Höhe von EUR 200 bebucht.
Sie beseitigen die
Fehler zu den Fertigungsaufträgen 1000005 und 1000010 und stoßen anschließend
die Verarbeitungsschrittfolge erneut an. Die Fertigungsaufträge 1000005 und
1000010 werden erneut verarbeitet. Fertigungsauftrag 1000000 wird nicht
verarbeitet, da die Verarbeitung im ersten Durchlauf fehlerfrei
haben.
Möchten Sie eine
erneute Verarbeitung von Fertigungsauftrag 1000000 erzwingen, so können Sie
dies steuern, indem Sie den entsprechenden Verarbeitungsstatus manuell
setzen.
Siehe auch:
Ausführliche Informationen darüber, wie Sie im
Monitor des Schedule Managers arbeiten, finden Sie in den
Abschnitten:
Arbeiten im Monitor - Arbeitsvorräte bearbeiten
Navigation zum Monitor - Arbeiten mit der Objektliste
Weiterführende Informationen zum Arbeitsvorrat
des Schedule Managers finden Sie auch in der SAP-Bibliothek, zum Beispiel in
der Dokumentation der Kostenträgerrechnung.