Konsolidierungsvorbereitungen  

In buchungskreisübergreifenden Ergebnisdarstellungen auf Profit Centern ist es erforderlich, die Binnenumsätze und Zwischengewinne, die durch buchungskreisübergreifende Lieferungen und Leistungen innerhalb eines Konzerns (bzw. eines Konsolidierungsbereiches) entstanden sind, zu eliminieren. Für diese Eliminierungen werden auch bei buchungskreisübergreifenden Vorgängen die Partnerinformationen auf Profit-Center-Ebene benötigt.

Neben dem Partner-Profit-Center wird auch die Partnergesellschaft aus dem Kunden- bzw. Lieferantenstammsatz ermittelt und in der Profit-Center-Rechnung fortgeschrieben. Sie steht damit ebenfalls für die Profit-Center-Konsolidierung zur Verfügung.

Falls Sie die R/3-Module SD und MM nicht einsetzen, müssen Sie die Partner-Profit-Center aus Ihren Vorsystemen in die SAP Finanzbuchhaltung übernehmen.

Falls Sie die Logistik-Komponenten der SAP einsetzen, haben Sie abhängig von der gewählten Abwicklung, folgende Möglichkeiten:

  1. Bei der üblichen Abwicklung über Bestellung und Kundenauftrag können die Partnerinformationen unter folgenden Voraussetzungen automatisch ermittelt werden:

Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, so haben Sie die Möglichkeit, die Partner-Profit-Center über die Pflege von Ableitungsregeln zu ermitteln. Lesen Sie hierzu im Einführungsleitfaden (IMG) der Profit-Center-Rechnung Partner-Profit-Center im Ein- und Verkauf ableiten.

Falls die Voraussetzungen für einige oder alle Gesellschaften erfüllt sind, aktivieren Sie im Customizing das Nachlesen des Partner-Profit-Center, indem Sie die verbundenen Gesellschaften, die in Ihrem R/3-System geführt werden und die das Modul MM einsetzen, identifizieren. In diesen Gesellschaften können die Partner-Profit-Center durch Nachlesen der zugrundeliegenden Bestellung ermittelt werden (siehe Customizing).

Die Partnerinformation wird dann wie folgt ermittelt. Bei der Erfassung des Kundenauftrags zur Bestellung wird auf dem Auftragskopf die R/3-Bestellnummer eingegeben. Auf den Auftragspositionen wird die zugehörige Bestellposition (über Position ® Bestelldaten) angegeben. Dadurch wird eine Verbindung zwischen Kundenauftrag und zugrundeliegender Bestellung hergestellt. Die Eingaben der Bestelldaten werden auf dem Kundenauftrag erprobt, falls der Kunde eine Partnergesellschaft ist, für welche die Partnerinformation ermittelt werden soll. Dabei wird geprüft, ob

Bei der Verbuchung des Warenausgangs sowie der Faktura zum Kundenauftrag im Rechnungswesen wird anhand der Bestellinformation im Kundenauftrag die zugrundeliegende Bestellung gelesen. Falls die Bestellposition auf mehrere Profit Center kontiert ist, wird die entsprechende Erlöszeile nach Partner-Profit-Centern gesplittet und in der Profit-Center-Rechnung entsprechend differenziert verbucht.

Analog dazu wird bei der Verbuchung von Wareneingang und Rechnungseingang zur Bestellung der zugehörige Kundenauftrag gelesen. Die Kundenauftragsposition enthält stets nur ein Profit Center, das dann als Partner-Profit-Center in die Wareneingangs- bzw. Rechnungseingangsbelege eingetragen wird.

Der hier beschriebene Ablauf wird in der folgenden Grafik verdeutlicht:

  1. Bei einer Umlagerungsbestellung (Umlagerung mit Lieferung und Faktur) wird aus der Bestellung automatisch ein Lieferschein erstellt (ein Kundenauftrag wird nicht verwendet). In diesem Fall wird die Bestellinformation vom System weitergegeben. Sie braucht daher nicht manuell erfaßt zu werden. Die Partner-Ermittlung erfolgt dann analog zum obigen Fall mit dem einzigen Unterschied, daß beim Waren- bzw. Rechnungseingang statt des Kundenauftrags der zugehörige Lieferschein nachgelesen wird.
  2. Dieser Fall ist in der folgenden Grafik dargestellt:

  3. Buchungskreisübergreifende Umlagerungen, die direkt in der Bestandsführung erfaßt werden, werden ebenso behandelt, wie buchungskreisinterne Umlagerungen. Sie bereiten daher keine zusätzlichen Schwierigkeiten.
  4. Bei buchungskreisübergreifenden Verrechnungen des internen Rechnungswesens können die Partner-Profit-Center aus den beteiligten CO-Objekten (Kostenstellen, Aufträgen etc.) stets automatisch ermittelt werden.
  5. Bei einem buchungskreisübergreifenden Lagerverkauf (Cross Company Szenario) wird das Partner-Profit-Center der Internen Verrechnung (IV) durch Lesen der Kundenfaktur (bzw. der Kundengutschrift im Falle einer Retour-Sendung) ermittelt. Dies setzt voraus, daß die Kundenfaktur (bzw. Kundengutschrift) vor dem IV-Beleg erstellt worden ist.

Beim Rechnungseingang zur internen Verrechnung kann das Partner-Profit-Center über einen User-Exit gesetzt werden. Eine automatische Ermittlung ist dann nicht möglich.

Die Profit-Center-Konsolidierung kann im R/3-System mit der Konsolidierung (EC-CS) durchgeführt werden (siehe Stellung des EC-PCA im R/3 ).

Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) der Profit-Center-Rechnung unter Konsolidierungsvorbereitungen.