Logische Kommunikationsabläufe 
Die Kommunikationsabläufe zwichen dem R/3-und einem externen Transportplanungssystem lassen sich unterteilen in die Kommunikationsvorgänge zu
Ortsstammdaten
Die Ortsstammdaten müssen für eine einwandfreie Funktionalität zwischen beiden Systemen abgeglichen sein. Je nach Funktionalität des Fremdsystems kann dieses über einen initialen Datenabgleich mit Änderungsverwaltung mittels IDoc TPSLOC01 oder über eine direkte Ortsstammdatenübertragung während der Kommunikation innerhalb des IDocs TPSDLS01 geschehen.
Als Ortsstammdaten zählen folgende Daten:
Die Übertragung der Stammdaten Mit IDoc TPSLOC01 kann zu folgenden Zeitpunkten erfolgen:
Die Adressdatensätze der verwendeten Orte werden in Übertragungsrichtung SAP-Transportplanungssystem mit den einzuplanenden Lieferungen in IDoc TPSDLS01 mitübertragen, so daß auf für Planungssysteme ohne eigene Ortsstammdatenverwaltung zumindest die korrekten Daten für Abgangs und Zielorte verfügbar sind. Die Adressdatenübertragung mit den einzuplanenden Lieferungen ist für alle Fremdsysteme insbesondere im Falle von Lieferungen an Einmalkunden (CPD) als Referenz zu verwenden.
Bewegungsdaten
Die Übertragung von Bewegungsdaten findet in zwei Richtungen statt. Planungsanforderungen, d.h. in Transporte einzuplanende Lieferungen werden vom R/3-an das Planungssystem übertragen und geplante Transporte werden zum R/3-zurück versendet.
Im Fall von neu angelegten Lieferungen, die in Transporte eingeplant werden sollten, sieht das Szenario folgendermaßen aus:

Ausgang Lieferung / Planungsanforderungen
Für die Übertragung von Planungsanforderungen, d.h. einzuplanenden Lieferungen an ein Transportplanungssystem stehen im R/3-unterschiedliche Verfahren und Kommunikationszeitpunkte zur Verfügung:
Alternativ:
Obligatorisch:
Die Selektion von einzuplanenden Lieferungen im R/3-Sytem erfolgt entweder
Der Report bedient sich der Funktion Lieferungsauswahl analog zur Transportbearbeitung (Transaktion VT01). Zusätzlich muß jedoch eine Transportdispostelle angegeben werden, die dem Transportplanungssystem entspricht.
Die Übertragung von Lieferungen hat folgenden Ablauf:
Lieferungen, die im R/3-System geändert wurden (Transaktion VL02) nachdem sie zuvor bereits an das Transportplanungssystem gemeldet wurden, werden - sofern die Änderung für den Transport relevant ist - sofort nach dem Verbuchen automatisch erneut an das Transportplanungssystem gemeldet. Diese Funktionalität ist durch die Anbindung an die Nachrichtensteuerung aktiviert. Im Änderungsfall erfolgt dann eine Übertragung des kompletten Belegs, d.h. es werden nicht nur die Änderungen übertragen.
Bei transportrelevant geänderten Lieferungen, die bereits einmal an ein externes Transportplanungssystem übertragen sieht das Szenario so aus:

Wird eine Lieferung im R/3-System gelöscht, so wird diese mit dem Löschbefehl automatisch an alle Transportplanungssysteme übertragen, die zuvor die entsprechende Lieferung zur Einplanung in Transporte zugesandt bekommen haben. Die Löschung des Lieferungsbelegs im R/3-System wird dabei bereits physikalisch vollzogen, obwohl unter Umständen noch offene Referenzen auf diese Lieferung in extern geplanten R/3-Transportbelegen existieren. Transportbelege mit solchen offenen Referenzen sind im solange gegen Änderungen gesichert, bis vom Transportplanungssystem die Änderungsmeldung für den Beleg eintrifft, in dem dann die Lieferung nicht mehr enthalten ist.
Eingang Transport
Die eingehenden Transport-IDocs TPSSHT01 werden interpretiert, geprüft und dienen dann zum Anlegen. Ändern oder Löschen von R/3-Transportbelegen, die anschließend auf der Datenbank verbucht werden.
Funktionaler Ablauf ist wie folgt:
Durch ein Transportplanungssystem erzeugte Transportbelege sind im R/3-System nur sehr eingeschränkt änderbar. Die Änderung transportrelevanter Daten kann durch Customizingeinstellungen eingeschränkt oder ganz unterbunden werden. Daten, die von der Änderung ausgeschlossen werden sollten sind alle Daten, die eine Änderung der Belege im Transportplanungssystem erforderlich machen würden (Strecken, Lieferungszuordnung, Dienstleister, Transportmittel, Belegnummern).
Ausgang Transport
Bei extern geplanten Transportbelegen kann bei über- oder unterschreiten eines im Customizing vorgebbaren Transportstatus eine Fixierung- bzw. Freigabemeldung an das entsprechende Transportplanungssystem gesendet werden. Dazu wird das IDoc TPSSHT01 verwendet. Nach Versand der Fixierungsmeldung für einen Transportbeleg im R/3-System darf der entsprechende Transport im Planungssystem nicht mehr verändert werden. Analog darf nach einer Freigabemeldung vom R/3-System wieder eine Änderung des Transportes im Planungssystem erfolgen.
Statusübertragung und Fehlerbehandlung
Die automatische Behandlung von auftretenden logischen Fehlern, d.h. Fehlern, die durch Inhalte von Nachrichten entstehen ist im R/3-System durch die vom ALE-Layer gebotenen Workflow-Möglichkeiten realisiert. Vom jeweils empfangenden System kann auf logische Fehler mit dem zurücksenden einer Fehlernachricht mittels IDoc SYSTAT01 reagiert werden. Das IDoc ist vom Aufbau so konzipiert, daß die Fehlerquelle eindeutig zu lokalisieren ist.
Der Empfang dieser Nachricht als Antwort auf an ein Transportplanungssystem übertragene Lieferungen kann im R/3-System durch eine entsprechende Workflow-Behandlung zu einer Mitteilung an einen dafür vorgesehenen Mitarbeiter führen.
Optional kann das R/3-System bei entsprechender Einstellung des Transportdispostellen-Customizings eine Fehlernachricht als Antwort auf fehlerhafte eingehende Transportbelege erzeugen und an das Planungssystem versenden.