Rollenauflösung in der Ausnahmebehandlung 
Verwendung
Alle im Standard für die Ausnahmebehandlung definierten Aufgaben sind mit einer Defaultrolle versehen, um die Menge der möglichen Bearbeiter auf die für die konkrete Ausnahmesituation zuständigen einzuschränken. Zu diesem Zweck leitet ein Funktionsbaustein in der Rollenauflösung aus den Partnervereinbarungen zum fehlerhaften IDoc Bearbeiter ab. Schlägt dies fehl oder existiert noch gar kein IDoc, so wird der IDoc-Administrator ermittelt. Damit können Bearbeiter ermittelt werden, die zuständig sind
Integration
Die tatsächlichen Bearbeiter (die Empfänger) des Workitems sind die in der Rollenauflösung ermittelten Bearbeiter, die gleichzeitig mögliche Bearbeiter der Standardaufgabe zum Workitem sind. Die Empfänger bilden also die Schnittmenge aus den möglichen Bearbeitern der entsprechenden Standardaufgabe und den „erlaubten Bearbeitern" der entsprechenden Partnervereinbarung bzw. der IDoc-Administration.

Voraussetzungen
Für die Empfängerermittlung müssen Sie also folgendes pflegen:
Partnervereinbarungen IDoc-Administration
Bearbeiterzuordnung der Standardaufgaben 
Wenn die Standardaufgaben als generelle Aufgaben gepflegt sind, ist die Menge der möglichen Bearbeiter maximal (nämlich gleich der Menge aller Anwender im R/3-System), und es läßt sich dann immer ein Empfänger bestimmen (Ausnahme: IDoc-Administrator ist nicht gepflegt).
Funktionsumfang
Nachfolgende Tabelle gibt die im Standard ausgelieferten Rollen mit Funktionsbaustein (FB) zur Rollenauflösung wieder. Sie zeigt, welchen Standardaufgaben sie als Defaultrollen zugeordnet sind und beschreibt, was bei der Rollenauflösung passiert.
Standardrolle/FB |
Defaultrolle für Standardaufgabe |
Rollenauflösung |
Ausgang, Eingang |
||
30000013 EDI_ROLE_FOR_ PROCESSING |
TS00008068 (Fehler bei Eingangsverarbeitung), TS00007989 (Fehler bei Ausgangsverarbeitung), TS00008070 (Syntaxfehler Ausgang), TS00008074 (Syntaxfehler Eingang) TS30000207 (Fehler bei der Eingangsverarbeitung von SYSTAT01) |
Ermittelt werden die erlaubten Bearbeiter aus den Partnervereinbarungen. Falls sich keiner findet, wird der IDoc-Administrator ermittelt. |
30000001 EDI_ROLE_FOR_ MESSAGE |
TS30000020 (Fehler ohne Zuordnung zu IDoc), TS60001307 (Fehler bei Ausgangsverarbeitung eines IDoc-Stapels, d.h. bei Ausgabemodus „IDocs sammeln") |
Ermittelt wird der IDoc-Administrator. |
70000141 EDI_ROLE_FOR_NAST_MESSAGE |
TS70008037 (Fehler ohne Zuordnung zu IDoc bei NAST-Ausgang) |
Wenn es sich um ein Anwendungsproblem handelt (z.B. wenn ein Fehler beim Schreiben der Anwendungsdaten in das IDoc passierte), wird wie bei Rolle 30000013 vorgegangen. Handelt es sich dagegen um ein technisches Problem (z.B. wenn der Ausgangs-Vorgangscode fehlt oder ins Leere weist), so wird direkt nach dem IDoc-Administrator gesucht. |
Statusrückmeldung |
||
30000001 EDI_ROLE_FOR_ MESSAGE |
TS30000078 (Fehlerstatus in Statusrückmeldung) TS70008373 (Fehler beim Lesen einer Statusdatei) |
Ermittelt wird der IDoc-Administrator |
Aktives Monitoring |
||
30200013 EDI_ROLE_FOR_ IDOC_ACT_MONIT |
TS30200108 (Überschreiten des Schwellwertes im aktiven Monitoring) |
Ermittelt werden die beim Start oder Einplanen von RSEIDOCM eingetragen erlaubten Bearbeiter. Falls sich keiner findet oder die Bearbeiter nicht Teil des Organisationsmodells sind, wird der IDoc-Administrator ermittelt. |