Ein logischer Server steht für eine Hierarchie von einem oder mehreren anderen logischen und/oder realen SAP-Aufbereitungsservern. Logische Server können überall im Spool-System anstelle von realen SAP-Aufbereitungsservern verwendet werden, z.B. als Aufbereitungsserver für ein Ausgabegerät.
Um einen realen R/3-Aufbereitungsserver für einen logischen Server zu finden, geht das Spool-System die für den logischen Server definierten Hierarchien durch. Wenn eine Gerätedefinition einen logischen Server angibt, sucht das Spool-System in der Serverhierarchie einen realen Server, der die Ausgabeaufträge verarbeitet.
Durch den Einsatz von logischen Servern bieten sich Ihnen die folgenden drei Möglichkeiten bei der Druckeradministration:
- Gruppieren von Geräten (lokale und entfernte Drucker):
Mit Hilfe der logischen Server können Sie SAP-Ausgabegeräte gruppieren. Beispielsweise können Sie logische Server für über ein Netzwerk angeschlossene und für lokale Geräte definieren. Beide logischen Server könnten auf denselben realen SAP-Aufbereitungsserver verweisen. Sie können Geräte jedoch auch separat behandeln, z.B. um diese einem anderen Aufbereitungsserver zuzuweisen.

- Wechseln von Servern:
Wenn Sie einem logischen Server Ausgabegeräte zuordnen, können Sie Geräte schnell und einfach von einem Server auf einen anderen umschalten. Wenn beispielsweise ein Aufbereitungsserver wegen Wartungsarbeiten deaktiviert ist, können Sie alle seine Geräte einem anderen Server zuordnen, indem Sie einfach in der Definition des logischen Servers die Abbildung ändern. Wenn der ursprüngliche Server wieder aktiv ist, können Sie alte Zuordnung wiederherstellen.
- Definition einer einheitlichen, transportablen Drucklandschaft:
Logische Server können – im Gegensatz zu realen – in verschiedenen SAP-Systemen gleich heißen. Sie können daher mit Hilfe von logischen Servern eine einheitliche SAP-Druckarchitektur definieren und diese dann in alle Ihre Systeme transportieren.
Eine solche Ausgabelandschaft – Gerätedefinitionen und Serverdefinitionen – kann komplett von einem SAP-System zum anderen transportiert werden. Nach dem Transport müssen nur die realen Aufbereitungsserver eingetragen werden, die in den jeweiligen Systemen vorhanden sind.