Gerätetyp SWIN (SAPWIN) bearbeiten 

Mit dem Gerätetyp SWIN können Sie jedes Ausgabegerät verwenden, das auch der Microsoft-Windows-Druck-Manager verwendet, unabhängig davon, ob das R/3-System einen Gerätetyp für das entsprechende Gerät aufweist oder nicht. Das Dokument wird in diesem Fall vom Druck-Manager und dem Windows-Treiber aufbereitet und in einen ausgabebereiten Datenstrom umgewandelt.

Das Bearbeiten von SWIN unterscheidet sich etwas von der Arbeit mit anderen Gerätetypen, da SWIN keinen ausgabebereiten Datenstrom liefert. Statt dessen konvertiert es die interne R/3-Dokumentaufbereitung in eine für das Vermittlungsprogramm SAPLPD verständliche R/3-Aufbereitungssprache. SAPLPD konvertiert die R/3-Aufbereitungsbefehle dann in Windows-GDI-Befehle, die vom Druck-Manager und dem Windows-Gerätetreiber für die Erzeugung der druckfertigen Ausgabedaten verwendet werden.

Das bedeutet, daß Sie nicht die Druckerbefehle in Aktionen und Print-Controls ändern, sondern mit den R/3-Aufbereitungsbefehlen arbeiten müssen. In diesem Abschnitt wird die SWIN/SAPLPD-Aufbereitungssprache dokumentiert.

SWIN-Gerätetypaufbereitungsaktionen

SWIN verwendet bei SAPscript-Aufbereitungen nicht die Aktionen Druckerinitialisierung und Rücksetzen nach Ende. Geben Sie in diese beiden Aktionen in SAPscript-Gerätetypaufbereitungen in Ihrer Kopie von SWIN -- # Nicht verwendet—ein. Dadurch werden Aufrufe dieser Aktionen bei der Ausgabe ignoriert. SWIN-Listenaufbereitungen verwenden die Aktionen Druckerinitialisierung und Rücksetzen nach Ende dagegen.

Geben Sie in Ihre Kopie von SWIN nur in die von dem Standard-R/3-Gerätetyp SWIN verwendeten Gerätetypaufbereitungsaktionen Befehle ein.

Häufige Änderungen an SWIN

In einer SAPscript-Formulardefinition beziehen sich die Positionsinformationen auf die absoluten Abmessungen des für die Ausgabe des Formulars zu verwendenden Papiers. Bei der Ausführung werden die Positionsinformationen in SAPscript-Formularen jedoch dem Koordinatensystem des Zielausgabegerätes hinzugefügt, um festzulegen, wo die Objekte des Formulares auf der Ausgabeseite erscheinen sollen.

Da die Ausgabegeräte unterschiedliche Ausgangspunkte für ihre Koordinatensysteme verwenden, müssen die Positionen im Formular über SAPscript und das Spool-System entsprechend dem von dem Ausgabegerät verwendeten Koordinatensystem angeglichen werden können.

Dies geschieht in der Gerätedefinition, über die das R/3-Spool-System Informationen zu den verschiedenen Eigenschaften der einzelnen Drucker und Faxgeräte erhält.

Einstellen der Felder: Ändern Sie in Werkzeuge ® CCMS ® Spool ® Spool-Verwaltung das entsprechende Ausgabegerät, und wechseln Sie zur Registerkarte Ausgabeattribute. Hier können Sie die Horizontale Verschiebung und die Vertikale Verschiebung eingeben. Positive Werte (> 0) bewegen die Ausgabe nach unten bzw. nach rechts, negative Werte des Formats nnn bewegen die Ausgabe nach oben bzw. nach links. Dezimalwerte sind nicht zulässig. Verwenden Sie für die Feineinstellung MM (Millimeter) oder PT (Punkte, 10 Punkte pro Zoll).

Wenn ein Fenster laut der Formulardefinition 1 cm vom linken Seitenrand entfernt erscheinen soll, wird es auf einem LaserJet-Drucker von Hewlett-Packard tatsächlich 1,5 cm vom linken Seitenrand entfernt gedruckt. Beim LaserJet beginnt die x-Achse des Koordinatensystems 0,5 cm vom linken Seitenrand entfernt. Bei einem PostScript-Drucker erscheint das Fenster dagegen nur 1 cm vom linken Seitenrand entfernt, da PostScript für sein Koordinatensystem die tatsächliche Papiergröße verwendet.

Zum Anpassen der Positionierung der Ausgabe auf HPLJ4- (LaserJet) Druckern geben Sie in das Feld Horizontale Verschiebung im zweiten Bild der Gerätedefinition jedes JPLJ4-Druckers -5 MM ein.

Um diese Einstellungen vornehmen zu können, müssen Sie die Aktion Druckerinitialisierung in den X_Aufbereitungen Ihrer Kopie des Gerätetyps SWIN ändern.

Schrittweite, Zeilenabstand und Schriftgrad werden dort mit den folgenden Befehlen geändert:

Eigenschaft

Zu verwendender SWIN-Aufbereitungsbefehl

Schrittweite

\ec<nn.n>. <nn.n> steht für die Zeichen pro Zoll.

Beispiel: \ec100 setzt die Schrittweite auf 10 Zeichen pro Zoll.

Zeilenabstand

\el<nn.n>. <n.n> steht für die Zeilen pro Zoll.

Beispiel: \el060 setzt die Schrittweite auf 6 Zeilen pro Zoll.

Schriftgrad

\eS<nnn>X. <nnn> steht für den Schriftgrad in Twips (20 Twips = 1 Punkt).

Beispiel: \eS200X setzt den Schriftgrad auf 10 Punkte (200 Twips / 20 = 10 Punkte).

Das SWIN-Datenstromprotokoll ist eine interne R/3-Aufbereitung, die ohne Vorankündigung geändert werden kann. SAP plant nur aufwärts-kompatible Änderungen am SWIN -Protokoll. Das heißt, daß es immer möglich sein sollte, die neueste Version von SAPLPD zu verwenden, selbst wenn nicht das neueste Release des R/3-Systems verwendet wird.

SAP garantiert jedoch nur, daß der SWIN-Gerätetyp mit dem für ein bestimmtes R/3-Release angegebenen Entwicklungsstand des Vermittlungsprogramms SAPLPD ordnungsgemäß funktioniert.

Weitere Informationen zum SWIN-Protokoll finden Sie im SAPNet (früher OSS).

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