Planen mit Berücksichtigen der Reihenfolge 

Verwendung

Im Strategieprofil stehen Ihnen folgende Funktionen zur Verfügung, mit denen Sie die Reihenfolge von Vorgängen bei der Ein- und Umplanung auf verschiedene Weise berücksichtigen und gestalten können:

Durch die Kombination der ersten zwei Funktionen mit weiteren Strategieeinstellungen können Sie unter bestimmten Bedingungen u.a. erreichen

Funktionsumfang

Im folgenden sind die Funktionen im Strategieprofil detailliert beschrieben. Im Abschnitt Aktivitäten sind für ausgewählte Einplanungsstrategien die notwendigen Einstellungen im Strategieprofil zusammengestellt.

Bilden der Einplanungsreihenfolge

Diese Funktion bringt bei der Ein- oder Umplanung einer Gruppe markierter Vorgänge die Vorgänge erst in die gewünschte Reihenfolge. Diese Reihenfolge legen Sie über den Sortierschlüssel fest, den Sie für die Einplanungsreihenfolge im Strategieprofil angeben. In dieser Reihenfolge führt das System dann für jeden einzelnen Vorgang die Ein- oder Umplanung durch. Beachten Sie: Mit der Einplanungsreihenfolge legen Sie nur fest, in welcher Reihenfolge das System die Ein- oder Umplanung der Vorgänge „abwickeln" soll. Je nach Planungssituation und nach den Strategien, die Sie eingestellt haben, können die eingeplanten Vorgänge auf den Arbeitsplätzen anschließend eine andere Reihenfolge besitzen.

Weitere Informationen über die Einplanungsreihenfolge finden Sie unter Festlegen der Einplanungsreihenfolge.

Vorgangsreihenfolge im Auftrag beachten

Diese Funktion ist nur relevant für Aufträge ohne (explizit gepflegte) Anordnungsbeziehungen (AOB), d.h. für

Die Funktion steuert, daß ein Vorgang nur nach seinen nächsten eingeplanten Vorgänger im Auftrag (Planungsrichtung vorwärts) oder vor seinen nächsten eingeplanten Nachfolger im Auftrag (Planungsrichtung rückwärts) eingeplant wird.

Das System ermittelt bei der Ein- oder Umplanung des Vorgangs zuerst den nächsten eingeplanten Vorgänger (Planungsrichtung vorwärts) oder den nächsten eingeplanten Nachfolger (Planungsrichtung rückwärts). Ausgehend von diesem eingeplanten Vorgänger (Nachfolger) führt das System dann eine Durchlaufterminierung vorwärts (rückwärts) durch. Dabei bestimmt das System die Termine aller nicht eingeplanten Vorgänge und aller Vorgänge ohne Kapazitätsbedarfe neu, die diesem Vorgänger folgen (Planungsrichtung vorwärts) oder vor diesem Nachfolger liegen (Planungsrichtung rückwärts). Anschließend plant es den ein- oder umzuplanenden Vorgänger nach seinem unmittelbaren Vorgänger (Planungsrichtung vorwärts) oder vor seinen unmittelbaren Vorgänger (Planungsrichtung rückwärts) ein. Dabei kann der unmittelbare Vorgänger oder Nachfolger ein eingeplanter Vorgang, ein noch nicht eingeplanter Vorgang oder ein Vorgang ohne Kapazitätsbedarf sein.

Hinweis:

Ein eingeplanter Vorgang ist ein Vorgang, der einen Kapazitätsbedarf und durch die Einplanung auf der Plantafel den Status eingeplant hat. Vorgänge mit Kapazitätsbedarfen sind die für die Planung mit der Plantafel relevanten Vorgänge. Ein Auftrag kann auch Vorgänge enthalten, die keine Kapazitätsbedarfe haben. Dies sind

Vorgangsterminprüfung

Diese Funktion führt verschiedene Prüfungen zu Vorgangsterminen durch. U.a. erzeugt das System eine Warnung im Planungsprotokoll, wenn Sie einen Vorgang vor einen eingeplanten Vorgänger im Auftrag (Planungsrichtung vorwärts) oder nach einen eingeplanten Nachfolger im Auftrag (Planungsrichtung) ein- oder umplanen.

Aktivitäten

In der folgenden Tabelle sind für ausgewählte Einplanungsstrategien die Einstellungen zusammengestellt, die Sie im Strategieprofil vornehmen müssen, bevor Sie eine Gruppe markierter Vorgänge im Vorrat manuell oder automatisch einplanen. Für die auftragsweise Einplanung sollten Sie darauf achten, daß Sie zu jedem einzuplanenden Auftrag alle Vorgänge markieren.

 

Einstellungen im Strategieprofil für verschiedene Einplanungsstrategien

 

Einplanungsstrategie

Anwendungsbereich

Einstellungen im Strategieprofil

bestimmte Vorgangsreihenfolge auf einem Arbeitsplatz erzeugen

  • alle Auftragstypen
  • für die Einplanungsreihenfolge entsprechenden Sortier- oder Reihenfolgeaufbereitungsschlüsselverwenden
  • Bilden der Einplanungsreihenfolge aktivieren
  • Vorgang einfügen deaktivieren
  • Einplanung zum frühesten Zeitpunkt aktivieren

auftragsweise Einplanung unter Einhaltung der Vorgangsreihenfolge im Auftrag

  • alle Auftragstypen
  • Aufträge, bei denen alle Vorgänge Kapazitätsbedarfe haben
  • für die Einplanungsreihenfolge Sortier- oder Reihenfolgeaufbereitungsschlüssel mit der Auftrags- und der Vorgangsnummer als Sortierkriterien verwenden (je nach Planungsrichtung auf- oder absteigende Sortierung)
  • weitere Einstellungen: s.o.
  • Auftragstypen ohne AOB*
  • Aufträge, die auch Vorgänge ohne Kapazitätsbedarfe enthalten (Der erste Vorgang eines Auftrags muß einen Kapazitätsbedarf haben.)
  • für die Einplanungsreihenfolge Sortier- oder Reihenfolgeaufbereitungsschlüssel mit der Auftrags- und der Vorgangsnummer als Sortierkriterien verwenden (s.o.)
  • Einplanungsreihenfolge bilden aktivieren
  • Vorgangsreihenfolge beachten aktivieren

* AOB: Anordnungsbeziehungen

Sortierschlüssel definieren Sie im Customizing des Kapazitätsabgleichs und der Erweiterten Auswertung unter Sortierschlüssel definieren.