Schlüsselsysteme 

Die Konsolidierungssysteme FI-LC und EC-CS kennen im wesentlichen folgende Begriffe, auf denen konsolidiert und berichtet wird, und die sich aus anderen Begriffen der operativen datenliefernden Systeme ableiten lassen:

Konsolidierungsbegriff (FI-LC)

abgeleitet aus

Position

Konto

Gesellschaft (Konsolidierungseinheit)

Buchungskreis oder Buchungskreis/Geschäftsbereich

Konsolidierungsbewegungsart

teilweise aus Anlagenbewegungsart

Konsolidierungsbegriff (EC-CS)

abgeleitet aus:

Position

Konto

Konsolidierungseinheit

Buchungskreis oder Buchungskreis/Geschäftsbereich oder Buchungskreis/Profitcenter

Unterposition

teilweise aus Anlagenbewegungsart

Die rechtsstehenden Begriffe dürfen in jedem System (eines dezentralen Szenarios) unabhängig voneinander ausgeprägt sein; über entsprechende Tabellen werden sie jeweils dezentral den Konsolidierungsbegriffen zugeordnet. In den nachfolgenden Unterkapiteln werden die Besonderheiten im einzelnen behandelt.

Konten-/Positionspläne

Das FI-System kennt drei Arten von Kontenplänen:

Die Darstellung der Zuordnung zwischen Konten und Positionen der Konsolidierung ist vom Datenüberleitungsverfahren abhängig. In jedem Fall ist es erforderlich, daß die Positionstabelle vom zentralen Konsolidierungssystem auf alle dezentralen Meldesysteme verteilt (repliziert) wird. Für R/3-Systeme kann dies mit Hilfe des ‘Customizing-Transportverfahren’ geschehen; zu R/2-Systemen steht derzeit standardmäßig kein entsprechender Extrakt zur Verfügung (nur umgekehrt, wenn das Konsolidierungssystem RF-KONS auf R/2 eingesetzt wird).

Für die dezentrale PC-Erfassung wird die Positionstabelle per Download übergeben.

Im folgenden nun die Beschreibung der Kontenzuordnungen in Abhängigkeit vom Datenüberleitungsverfahren :

Ein besonderes Zuordnungsproblem kann sich noch dadurch ergeben, daß bestimmte Bilanzkonten oder Kontengruppen je nach Saldo einer Aktiv- oder einer Passivposition zuzuordnen sind (z.B. Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten). Hierbei sind Saldierungsverbote zu beachten. Da das Realtime-Durchbuchen und die Datenüberleitung per Rollup diesen saldenabhängigen Positionswechsel nicht sofort berücksichtigen können (sondern nur der periodische Extrakt), muß man schon durch eine geeignete Definition von Positionen (z.B. pro Kreditinstitut) Sorge tragen, daß das nachgelagerte Konsolidierungsprogramm diesen Positionswechsel nach der Überleitung vornimmt.

Organisationseinheiten

Da die operativen Organisationseinheiten

nicht nur in der Rolle des ‘Kontierenden’, sondern auch in der Rolle des konzerninternen ‘Partners’ auftreten können, muß es Verschlüsselungen geben, die nicht nur lokal auf dem jeweiligen System, sondern im gesamten Konzern eindeutig sind. Damit andererseits aber in jedem System die Schlüssel für die dort ‘beheimateten’ Organisationseinheiten (speziell Buchungskreise) unabhängig vergeben werden können, gibt es folgende Zuordnungen :

lokaler Buchungskreis

1:1

globaler Buchungskreis

 

N:1

Gesellschaft

     

lokaler Geschäftsbereich

1:1

globaler Geschäftsbereich

 

N:1

Konsolidierungsgeschäftsbereich

 

Die Zuordungen zu den Konsolidierungseinheiten erfolgen nun je nach Ledgerverwendung :

Gesellschaftsledger:

Gesellschaft

Konsolidierungseinheit

     

Geschäftsbereichsledger:

Gesellschaft/ Konsolidierungsgeschäftsbereich

Konsolidierungseinheit

Durch diese Zuordnungen ist es einfacher, eine neue Gesellschaft, die auf einem eigenen Rechner schon R/3 einsetzt, nachträglich in einen Konzern aufzunehmen, ohne aufwendig die Ausprägungen der Organisationseinheiten umsetzen zu müssen.