Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen  

Voraussetzungen

Server-Gruppe festlegen (nur für Systemadministratoren)

Um festzulegen, auf welchen Servern der Verdichtungslauf ablaufen soll, wählen Sie Werkzeuge ® Administration ® Verwaltung ® Netzwerk ® RFC-Destination ® RFC ® RFC-Gruppen.

Es wird empfohlen, die Datenbeschaffung jeweils nach dem Periodenabschluß durchzuführen. So können aktuelle Daten wie Sollkosten, WIP und Abweichungen verdichtet werden.

Wenn Sie die Istkosten kontrollieren möchten, kann es sinnvoll sein, während einer Periode (ohne vorheriges Ausführen von Periodenabschlußaktivitäten) eine Datenbeschaffung durchzuführen.

Vorgehensweise

Um einen Datenbeschaffungslauf durchzuführen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Wählen Sie Rechnungswesen ® Controlling ® Produktkosten-Controlling ® Kostenträgerrechnung ® Periodisches Produkt-Controlling / Auftragsbezogenes Produkt-Controlling / Kundenauftrags-Controlling / Immaterielle Güter und Dienstleistungen ® Informationssystem ® Werkzeuge ® Datenbeschaffung ® Verdichtungshierarchie.
  2. Sie gelangen auf das Bild CO-Verdichtung.

  3. Geben Sie folgende Daten ein:

Sie erhalten eine Liste der im Kostenrechnungskreis vorhandenen Verdichtungshierarchien mit F4.

Sie erhalten eine Liste der bereits verdichteten Hierarchien, indem Sie Zusätze ® Verdichtete Hierarchien wählen.

Wollen Sie nur einen Teil der Hierarchie verdichten, wählen Sie das Pfeil-Symbol Teilhierarchie setzen. Alle Felder werden aufgelistet, für die eine Verdichtung durchgeführt wird (z.B. Werk, Material). Geben Sie die Feldausprägungen ein, für die eine Verdichtung durchgeführt werden soll.

Geben Sie beispielsweise das Werk 0001 und das Material PROD-1 ein, so werden die Kosten für alle Aufträge verdichtet, die für das Material PROD-1 im Werk 0001 angelegt wurden.

Geben Sie nur das Werk 0001 ein, so werden die Kosten für alle Aufträge im Werk 0001 verdichtet.

  1. Setzen Sie ein Kennzeichen:

Im Verdichtungslauf werden bereits vorhandene Werte für Perioden innerhalb des angegebenen Verdichtungszeitraumes zurückgesetzt und neu ermittelt. Werte auf dem Verdichtungsobjekt für Perioden außerhalb des angegebenen Verdichtungszeitraumes bleiben erhalten.

Im Löschlauf werden alle durch vorhergehende Datenbeschaffungen aufgebauten Verdichtungsobjekte gelöscht. Die Hierarchiedefinition ist danach wieder änderbar.

Setzen Sie dieses Kennzeichen, wenn Sie lediglich einen Aufbau der Verdichtungsobjekte wünschen, ohne daß Daten selektiert werden sollen.

  1. Wählen Sie ggf. Zusätze ® Exception ® Regel setzen. Hierdurch erreichen Sie, daß für Knoten der Hierarchie farbige Ampeln gesetzt werden, wenn bestimmte Schwellwerte überschritten werden. Die Regeln zum Setzen der Exceptions definieren Sie vorher im Customizing. Hier hinterlegen Sie, auf welche Basisgröße sich die Schwellwerte beziehen sollen und bei welcher Überschreitung des Basiswertes eine Ampel gesetzt werden soll.
  2. Im Standard ist das Kennzeichen für Hintergrundverarbeitung gesetzt. Wollen Sie den Verdichtungslauf Online durchführen, so müssen Sie dieses Kennzeichen löschen.
  3. Möchten Sie den Datenbeschaffungslauf parallelisieren, dann wählen Sie nun Parallelisierung

Es erscheint ein Dialogfenster Parallelverarbeitung.

Setzen Sie gegebenenfalls das Kennzeichen Parallelverarbeitung im Online und geben Sie folgende Werte ein:

Wählen Sie Übernehmen.

Abhängig von der Taskanzahl werden entsprechende Ressourcen des Systems beansprucht. Begrenzen Sie deshalb die Taskanzahl oder führen Sie die Parallelisierte Verdichtung nur aus, wenn Ihr System zum Zeitpunkt der Verdichtung über genügend Ressourcen verfügt.

  1. Wählen Sie Ausführen.

Haben Sie das Kennzeichen für Hintergrundverarbeitung gelöscht, so blendet das System ein Dialogfenster ein, in dem Sie die Durchführung der Auftragsverdichtung bestätigen müssen.

Ergebnis

Sie gelangen nach Ausführung der Verdichtung auf ein Übersichtsbild, das die bearbeiteten Knoten der Hierarchie anzeigt.

Sie können folgende Funktionen aufrufen:

Das Meldungsprotokoll listet eventuell aufgetretene Fehler und Informationsmeldungen zur Verdichtung auf.

Die Tabellenstatistik gibt an, wieviele Summensätze bei der Verdichtung geschrieben wurden.

Siehe auch:

Performance im Produktkosten-Controlling