Aufbereitungsaktionen bearbeiten 

Bei Gerätetypen, die für die Aufbereitung von Listen einen der Treiber HPL2, POST, PRES oder SWIN nutzen, findet die Aufbereitung nicht in den Aktionen statt sondern wird von den Treibern übernommen. Sie können Attribute der Aufbereitungen bearbeiten und müssen nicht mehr Steuersequenzen in die einzelnen Aktionen eingeben. Lesen Sie dazu Gerätetypaufbereitungen bearbeiten.

Im folgenden lesen Sie, wie Sie Aktionen von Aufbereitungen bearbeiten, die keinen der Listendrucktreiber verwenden:

Von R/3 verwendete Gerätetypaufbereitungsaktionen

Aktion

Verwendung und Hinweise

Titelseite

Wird als erstes Element in den Ausgabedatenstrom eingefügt, also vor der Aktion Druckerinitialisierung.

Verwendung: Druckt am Anfang eines Ausgabeauftrags ein Identifikationsblatt.

    • Die Aktion Titelseite wird nur gesendet, wenn sie im Standard (pro Drucker in der Ausgabegerät-Definition) oder vom Benutzer auf dem Druckauswahlbild aktiviert wird.
    • Im Standard wird die Aktion Titelseite der Aufbereitung X_PAPER verwendet. R/3-Standardgerätetypen definieren nur die Titelseite X_PAPER. Sie können den Standard für bestimmte Aufbereitungen ersetzen, indem Sie die Aktion Titelseite für die Aufbereitung definieren.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Titelseiten für Ausgabeaufträge pflegen.

Drucker-
Initialisierung

Wird am Anfang eines Ausgabeauftrags gesendet, nachdem die Titelseitenaktion (sofern vorhanden) an den Drucker gesendet wurde.

Verwendung: Konfiguriert den Drucker entsprechend den Anfordungen der Aufbereitung eines Ausgabeauftrags.

    • Bei Listenaufbereitungen übernehmen Sie die erforderlichen Druckerbefehle aus der Gerätetypaufbereitung X_65_80 eines ähnlichen Gerätetyps. Druckerinitialisierungen geben häufig den Zeichensatz, die Seitenlänge, den Zeilenvorschub, den Zeichenabstand und die Schriftart an. Die Druckerinitialisierungen variieren jedoch stark für die verschiedenen Gerätetypen.
    • Bei SAPscript-Aufbereitungen übernehmen Sie die erforderlichen Druckerbefehle aus der Gerätetypaufbereitung DINA4 eines ähnlichen Gerätetyps. Druckerinitialisierungen geben häufig die Druckeremulation und den Zeichensatz an. Schriftart, Schrittweite, Zeilenvorschub und Papierart brauchen Sie nicht anzugeben. Die SAPscript-Druckertreiber nehmen diese Einstellungen über die Print-Controls selbst vor. Die Druckerinitialisierungen variieren jedoch stark für die verschiedenen Gerätetypen und OTF-Treiber.
    • Bei SWIN und damit verwandten Gerätetypen fügen Sie hier ein # (keine Operation) ein.

Rücksetzen nach Ende

Wird am Ende eines Druckauftrags gesendet.

Verwendung: Setzt einen Drucker auf einen bestimmten Zustand, beispielsweise eine bestimmte Emulation, zurück.

    • Wenn Sie den Drucker nicht zurücksetzen wollen, sollten Sie die Aktion nicht definieren oder ein Kommentarzeichen eingeben.
    • Stellen Sie sicher, daß die eingegebenen Escape-Folgen keinen Zeilenvorschub zur Folge haben oder die Druckposition auf andere Weise ändern, da ansonsten der folgende Druckauftrag u.U. nicht ordnungsgemäß gedruckt wird.
    • Bei SWIN und damit verwandten Gerätetypen fügen Sie hier ein # (keine Operation) ein.

Ende einer Seite

Wird am Ende jeder Seite eines Ausgabeauftrags gesendet.

Verwendung: Beim Drucken von Listen zur Erzeugung eines Seitenvorschubs (neue Seite) verwendet.

Eine Übersicht zu den Anforderungen für die Seiten- und Zeilenendeaktionen finden Sie in der untenstehenden Tabelle.

Ende einer Zeile

Wird am Ende jeder Zeile eines Ausgabeauftrags gesendet.

Verwendung: Wird für Listen- sowie für den Großteil der SAPscript-Ausgabe verwendet, um eine neue Zeile zu erzeugen (Wagenrücklauf und Zeilenvorschub).

Eine Übersicht zu den Anforderungen für die Seiten- und Zeilenendeaktionen finden Sie in der folgenden Tabelle.

Anfang einer Seite

Wird am Anfang jeder Seite eines Ausgabeauftrags gesendet.

Die Aktion ist nur in den POSTSCPT-Listenaufbereitungen definiert. In allen anderen Aufbereitungen für R/3-Standardgerätetypen ist die Aktion leer und hat daher keinen Einfluß auf die Ausgabe. Die Aktion wird im Standard in den Ausgabestrom eingefügt, so daß Sie sie bei Bedarf benutzen können.

Anfang einer Zeile

Wird am Anfang jeder Textzeile eines Ausgabeauftrags gesendet.

Die Aktion ist nur in den POSTSCPT-Listenaufbereitungen definiert. In allen anderen Aufbereitungen für R/3-Standardgerätetypen ist die Aktion leer und hat daher keinen Einfluß auf die Ausgabe. Die Aktion wird im Standard in den Ausgabestrom eingefügt, so daß Sie sie bei Bedarf benutzen können.


Art der Aufbereitung


Definition des Zeilenendes


Definition des Seitenendes

X_*-Aufbereitungen für Listenausgabe

\r\n

\r\f

SAPscript-Treiber STN2

# (Kommentar, Nulloperation)

# (Kommentar, Nulloperation)

SAPscript-Treiber HPL2

\r\n

# (Kommentar, Nulloperation)

SAPscript-Treiber PRES

\r\n

# (Kommentar, Nulloperation)

SAPscript-Treiber POST

\n

# (Kommentar, Nulloperation)

SWIN-Treiber für das Drucken unter Windows

\n

\f

Diese Angaben wählen keine bestimmte Papiergröße am Drucker, sondern teilen dem Drucker mit, wo in der Ausgabe ein Seitenumbruch eingefügt werden soll.

In der folgenen Tabelle werden der Zeilenabstand und die Seitenlänge für R/3-Standardaufbereitungen aufgeführt.

Zeilendruckerangaben

Aufbereitung

Erforderliche Werte in den Druckerinitialisierungsaktionen

DINA3

Zeilenabstand: 6 Zeilen pro Zoll (LPI)

Seitenlänge: 140 Zeilen

Hinweis: Für die meisten Gerätetypen nicht vordefiniert.

DINA4

Zeilenabstand: 6 LPI

Seitenlänge: 70 Zeilen

DINA5

Zeilenabstand: 6 LPI

Seitenlänge: 50 Zeilen

EXECUTIV

Zeilenabstand: 6 LPI

Seitenlänge: 72 Zeilen

LETTER

Zeilenabstand: 6 LPI

Seitenlänge: 66 Zeilen

LEGAL

Zeilenabstand: 6 LPI

Seitenlänge: 72 Zeilen

INCH4

Zeilenabstand: 6 LPI

Seitenlänge: 25 Zeilen

INCH4C

Zeilenabstand: 6 LPI

Seitenlänge: 24 Zeilen

INCH6

Zeilenabstand: 6 LPI

Seitenlänge: 36 Zeilen

INCH7

Zeilenabstand: 6 LPI

Seitenlänge: 42 Zeilen

INCH8

Zeilenabstand: 6 LPI

Seitenlänge: 48 Zeilen

INCH11

Zeilenabstand: 6 LPI

Seitenlänge: 66 Zeilen

INCH12

Zeilenabstand: 6 LPI

Seitenlänge: 72 Zeilen

LINE_21

Zeilenabstand: 6 LPI

Seitenlänge: 21 Zeilen

LINE_22

Zeilenabstand: 6 LPI

Seitenlänge: 22 Zeilen

 

Wenn Sie Gerätetypaufbereitungen für einen Seitendrucker definieren (SAPscript-Treiber POST, PRES, HPL2), ermitteln Sie die erforderlichen Angaben für den Zeilenabstand und die Seitenlänge anhand der entsprechenden Gerätetypaufbereitung eines ähnlichen Gerätetyps

Überprüfen Sie weiterhin, daß ein in den Escape-Folgen angegebener Zeichensatz dem Zeichensatz in der Gerätetypdefinition entspricht. Der Zeichensatz muß zudem mit etwaigen Zeichensätzen kompatibel sein, die am Drucker durch SAPscript-Fontänderungen implizit gewählt werden. Das Spool-System kann nicht testen, ob die Angaben einander entsprechen. Hinweise zum Testen des Druckens finden Sie unter Ausgabegeräte testen.

Mit verschiedenen Variablen, beispielsweise $(BENUTZER) (Benutzer) und $(SPOOLID) (Spool-Nummer), können Sie Titelseiten definieren (siehe Titelseiten für Ausgabeaufträge pflegen.)

Zeichen

Bedeutung

\e

ESC (Escape). Von vielen Druckerherstellern verwendetes Symbol mit dem Hexadezimalwert 1B und dem Dezimalwert 27.

\0x

Kennzeichnet die folgenden zwei Zeichen als Hexadezimalzahl (ein Byte). Beispiel: 0xF0

#

Kennzeichnet am Anfang einer Zeile die gesamte Zeile als Kommentar. Diese Zeile wird nicht an das Ausgabegerät gesendet.

\n

Zeilenvorschub (Hexadezimalwert 0A)

\r

Wagenrücklauf (Hexadezimalwert 0D)

\f

Seitenvorschub (Hexadezimalwert 0C)

\s

Leerzeichen (wenn am Zeilenende erforderlich) (Hexadezimalwert 20)

Zeilenumbrüche: Beachten Sie, daß die Zeilenenden auf dem Drucker-Escape-Bild nicht an das Ausgabegerät geschickt werden. Um eine neue Zeile im Ausgabestrom des Ausgabegeräts zu beginnen, müssen Sie \n oder \r\n in die Geräte-Escape-Folge eintragen.

Das Spool-System verwendet Standardaktionen, wenn zwei andere Aktionen – Seitenende oder Zeilenende – undefiniert sind. Die Standardaktionen können zur Ausgabe von Leerzeilen oder Leerseiten in SAPscript-Druckaufträgen führen, die die Treiber STND oder STN2 verwenden.

Sie können vermeiden, daß das Spool-System bei undefinierten Aktionen Standardaktionen verwendet, indem Sie jede dieser Aktionen in jeder Gerätetypaufbereitung mit wenigstens einer Kommentarzeile definieren. SAP hat diese Aktionen in allen SAPscript-Standardaufbereitungen definiert.

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