Einsatzmöglichkeiten
Die Kundeneinzelfertigung ist ein Prozeß, bei dem ein Produkt speziell für einen bestimmten Kunden gefertigt wird. Diese Planungsstrategie wird angewendet, wenn die Planung des (übergeordneten) Produkts nicht erforderlich oder nicht möglich ist. Weder ist die Programmplanung in diesen Prozeß einbezogen noch ist ein Zuordnungsmechanismus vorhanden. Die Aufträge werden genommen, wie sie kommen. Diese Strategie repräsentiert ein Fertigungsverfahren, bei dem jedes Produkt nur einmal hergestellt wird, wenngleich sich im Laufe der Zeit gleiche oder ähnliche Fertigungsprozesse wiederholen können. Jedes Produkt wird individuell für einen einzelnen Kunden hergestellt, so daß es bei einzelgefertigten Erzeugnissen in der Regel auch keine Lagerhaltung gibt.
Voraussetzungen
Sie haben die folgenden beiden Möglichkeiten:
Darüber hinaus müssen Sie die folgenden Stammdateneinstellungen für Ihr Enderzeugnis pflegen:
Es ist keine bestimmte Produktstruktur erforderlich, d.h. es ist unerheblich, ob das Material eine Stückliste besitzt (Eigenfertigung) oder nicht (Fremdbeschaffung). Wie in dem folgenden Beispielszenario wird das Material jedoch in der Regel eigengefertigt.
Ablauf
Ein detailliertes Beispiel des gesamten Prozesses finden Sie unter
Beispielszenario: Strategie 20.Es ist ebenfalls möglich, diese Fertigungsmethode zum Anlegen von "Montageaufträgen" zu verwenden. Der Montageauftrag initialisiert die automatische Erstellung eines Fertigungsauftrags oder eines Planauftrags und stellt Ihnen einen genauen Lieferabruf zur Verfügung. Der Lieferabruf basiert auf der Verfügbarkeit und den Fertigungsbedarfen der relevanten Baugruppen und Komponenten.
Andere Bereiche
Bevorratungsebene
Weitere Informationen finden Sie unter Lagerhaltung auf verschiedenen Stücklistenebenen.
Verfügbarkeitsprüfung
Bei der Pflege des Materialstamms des Endprodukts sind keine wesentlichen Aspekte zu berücksichtigen. Siehe Verfügbarkeitsprüfung.