Kundendefinierte Unterkontierungen zur Position 
Definition
Merkmal, das vom Kunden definiert wird, um die Bewegungsdaten der Konsolidierung (Summensätze und Einzelposten) zu erweitern.
Verwendung
Sie können die Bewegungsdaten der Konsolidierung um bis zu fünf Unterkontierungen erweitern, beispielsweise um die Unterkontierung der Produktgruppe, der Region, der Division oder des Vertriebskanals. Diese Erweiterung ist dann erforderlich, wenn die Unterkontierungen, die SAP ausliefert, den Informationsbedarf in Ihrem Konzern nicht abdecken.

Von SAP werden folgende Standard-Unterkontierungen zur Position ausgeliefert:
Genau wie bei den Standard-Unterkontierungen können Sie bei den kundendefinierten Unterkontierungen über den Kontierungstyp steuern, bei welchen Positionen sie bebucht bzw. erfaßt werden.
Abgrenzung zu den Verwendungsmöglichkeiten der Unterposition
Über die Standard-Merkmale
Unterpositionstyp und Unterposition können Sie beliebige Aufrisse für Positionswerte festlegen, indem Sie für das Merkmal Unterpositionstyp mehrere Werte pflegen (beispielsweise Region, Funktionsbereich, Bewegungsart etc.) Sie können jedoch pro Position nur einen Unterpositionstypen (als Festwert im Kontierungstyp) verwenden.Durch das Definieren zusätzlicher Unterkontierungen können Sie pro Position mehrere kundendefinierte Aufrisse festlegen.
Struktur
Merkmalsdefinition
Sie definieren die Unterkontierungen zu Beginn des Customizings für die Konsolidierung.
Sie können bestehende Entitäten anderer SAP-Komponenten als Unterkontierung definieren, beispielsweise die Merkmale Land, Region oder Funktionsbereich. Sie können aber auch neue Entitäten definieren, deren technische Basis (Data Dictionary, Programme, Pflegeoberflächen etc.) neu generiert werden muß. Die Generierung führen Sie im Customizing durch. Sie müssen keine Programmierarbeiten durchführen.

Die kundendefinierten Unterkontierungen erweitern die Summendatenbank und die Einzelposten-Datenbank der Konsolidierung um zusätzliche Schlüsselfelder. Je nach Nutzung dieser Kontierungen kann sich das Datenvolumen in der Datenbank stark erhöhen.
Weitere Informationen zur Definition von Unterkontierungen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) der Konsolidierung im Arbeitsschritt
Merkmale hinzufügen.
Abhängigkeiten zwischen kundendefinierten Unterkontierungen
Die Konsolidierung unterstützt folgende Konstellationen:
Dies sind Merkmale, deren Werte Sie unabhängig von den Werten der anderen Merkmale definieren.

Produktgruppe
Dies sind Paare von Merkmalen, bei denen eines der Merkmale ein unabhängiges Merkmal ist. Die Werte des zweiten Merkmals (abhängiges Merkmal) hängen von den Werten des unabhängigen Merkmals ab.

Land und Region
Das Land ist das unabhängige Merkmal, und die Region ist das abhängige Merkmal. In jedem Land gibt es nämlich unterschiedliche Regionen.

Beachten Sie, daß die Konsolidierung keine Konstellationen unterstützt, bei denen mehr als zwei Merkmale in einer Klammerung sind.
Dies sind Merkmale in einer Klammerung, bei denen Sie für das unabhängige Merkmal einen Festwert im Kontierungstyp setzen.

Merkmalspaar
Verwenden Sie diese Konstellation, wenn Sie mehr als fünf zusätzliche Unterkontierungen benötigen, nach denen Sie eine einzelne Position jedoch nicht gleichzeitig aufreissen wollen. Für jede Unterkontierung, die Sie dadurch abbilden wollen, legen Sie für das unabhängige Merkmal einen Wert an (z.B. den Wert Funktionsbereich). Diesen Wert ordnen Sie über den Kontierungstyp denjenigen Positionen zu, die durch diese Unterkontierung aufgerissen werden sollen. Die Ausprägungen der Unterkontierung (z.B. die verschiedenen Funktionsbereiche) pflegen Sie beim abhängigen Merkmal.
Merkmalswerte
Die Merkmalswerte sind die Stammdaten der Merkmale. Sie pflegen diese Stammdaten im IMG der Konsolidierung im Abschnitt Stammdaten, Arbeitsschritt
Kundendef. Unterkont.: Merkmalswerte definieren.Bei Merkmalen, die Sie durch Referenz auf Entitäten anderer SAP-Komponenten definiert haben, bietet Ihnen das System die Stammdatenpflege der entsprechenden SAP-Komponente an.
Bei Merkmalen, die Sie mit neuer Prüftabelle definiert haben, bietet Ihnen das System eine eigens dafür generierte Pflegetransaktion an. Außerdem können Sie die Werte durch flexiblen Upload in das System übernehmen.
Defaultwerte
Beim Definieren einer Unterkontierung können Sie entscheiden, ob Sie einen Defaultwert pflegen wollen. Sie pflegen die Defaultwerte im IMG der Konsolidierung im Abschnitt Stammdaten, Arbeitsschritt
Defaultwerte für Unterkontierungen festlegen.
Genauso können Sie für die Standard-Merkmale Partnereinheit und Unterposition einen Defaultwert angeben.
Den Defaultwert einer Unterkontierung können Sie folgendermaßen verwenden:
Im Kontierungstyp können Sie festlegen, daß das System den Defaultwert verbucht, wenn Sie keinen Wert für das Merkmal eingeben.
Beispielsweise können Sie im Customizing für Differenzenbuchungen festlegen, daß das System den Defaultwert für eine Unterkontierung bucht, wenn es den Wert nicht aus den auslösenden Belegzeilen ableiten kann. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zur jeweiligen Konsolidierungsfunktion.

Bei abhängigen Merkmalen können Sie für jeden Wert des unabhängigen Merkmals einen Defaultwert für das abhängige Merkmal angeben.
Hierarchien
Für jedes kundendefinierte Merkmal können Sie manuell Hierarchien pflegen. Diese Hierarchien können in Berichten der Recherche und des Aktiven Excel angezeigt werden.

Genauso können Sie für die Standard-Merkmale Periode, Zugangsjahr, Zugangsperiode, Unterposition und Belegart Hierarchien pflegen.
Weitere Informationen finden Sie im IMG der Konsolidierung im Abschnitt Stammdaten, Arbeitsschritt
Hierarchien für Merkmale pflegen.