Satzarten 

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Satzarten, die Tabellen, in denen die einzelnen Kommunikationssätze abgelegt sind, und die Verwendung der einzelnen Kommunikationssätze.

Überblick über die Satzarten

Satzart

Tabelle

Richtung

Verwendung

WM01

LDK01

R/2 ® R/3

Warenbewegungen aus der Bestandsführung

WM02

LDK02

R/2 ® R/3

Umbuchungen

WM03

LDK03

R/2 ® R/3

Übertragung allgemeiner Lieferscheindaten

WM04

LDK04

R/2 ® R/3

Übertragung zusätzlicher Lieferscheindaten

WM05

LDK05

R/2 ® R/3

Materialstammänderungen (Anlegen/Ändern)

       

WM07

LDK07

R/3 ® R/2

Warenbewegungen aus der Lagerverwaltung

WM08

LDK08

R/3 ® R/2

Rückmeldung von LVS-Mengen an RV-Lief.scheine

WM09

LDK09

R/3 ® R/2

Meldung von Differenzen

 

Status von Kommunikationssätzen

Wenn ein Kommunikationsbeleg erstellt wird, wird den Kommunikationssätzen ein Satzstatus für die technische Übertragung zugeordnet. Anhand dieses Satzstatus bestimmt das System die Position eines Kommunikationssatzes innerhalb des Kommunikationsbelegs.

Die möglichen Satzstatus sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.

Status von Kommunikationssätzen

Status

für...

Bedeutung

F

First

Erster Satz eines Kommunikationsbelegs

L

Last

Letzter Satz eines Kommunikationsbelegs

leer

Middle

Satz zwischen dem ersten und letzten Satz, wenn mehr als 2 existieren

S

Single

Kommunikationsbeleg bestehend aus einem Satz

 

Sie können sich den Status eines Satzes anzeigen lassen, indem Sie die Funktion zur Auswertung bzw. Fehleranalyse aufrufen. Siehe Analysewerkzeug.

Kommunikationsnummer

Erkennt das System bei einem Vorgang, daß ein Kommunikationsbeleg erstellt werden soll, ermittelt es zunächst den Empfänger anhand einer Kommunikationsnummer.

Eine Kommunikationsnummer ist die technische Definition des Empfängers (Zielsystem, Anwendung, Mandant, Empfangsprogramm usw.). Über die Kommunikationsnummer wird der Schlüssel für die Queue-Datei DOUT ermittelt.

Queue (DOUT)

Die Queue ist eine Warteschlange in einer Zwischendatei (mit der Bezeichnung DOUT) im Sendesystem. Die zu übertragenden Kommunikationssätze werden hier abgelegt, bevor die Übertragung stattfindet.

Die Kommunikationsbelege können von der DOUT-Datei automatisch oder manuell an das Partnersystem gesendet werden.

Sendeprogramm

Für die Übertragung von Kommunikationsbelegen an das Partnersystem steht ein Sendeprogramm (der sogenannte "Treiber") zur Verfügung.

Zum Zeitpunkt der Übertragung führt dieses Programm folgende Schritte durch:

Um das Treiberprogramm zu aktivieren, gibt es abhängig vom System (R/2 oder R/3) verschiedene Möglichkeiten. Der Treiber kann wie folgt gestartet werden:

Empfangsprogramm

Im Empfangssystem wird der Kommunikationsbeleg von einem Empfangsprogramm entgegengenommen. Das Empfangsprogramm hat folgende Funktionen:

  1. Es schreibt die einzelnen Kommunikationssätze in die für die jeweilige Satzart definierte Tabelle (siehe Mailsteuerung im R/3-System).
  2. Es erzeugt einen Statussatz (LDK00) für jeden Kommunikationssatz. Der Statussatz dient zur Überwachung der Kommunikation.
  3. Es prüft die Dateninhalte der Kommunikationssätze.
  4. Es stößt die Buchungen im Empfangssystem an.

Empfangstabellen

Die in einem Kommunikationsbeleg übertragenen Kommunikationssätze werden im Empfangssystem (R/3) in der für die jeweilige Satzart definierten Tabelle (siehe Mailsteuerung im R/3-System) zwischengespeichert.

Nachdem die notwendigen Buchungen für einen Kommunikationssatz durchgeführt wurden, wird der Kommunikationsbeleg entsprechend gekennzeichnet.

Statustabelle LDK00

Zur Überwachung der Kommunikation wird beim Empfang des Kommunikationsbelegs ein Statussatz für jeden Kommunikationssatz in Tabelle LDK00 des Empfangssystems abgelegt. Konnte der Kommunikationssatz vom Empfangssystem nicht bearbeitet werden, wird dies im Statussatz entsprechend vermerkt.