Kapazitätsprüfung mit neutralem Kennzeichen 
Im folgenden finden Sie je ein Beispiel für die drei Kapazitätsprüfungen mit neutralem Kennzeichen. Bei diesen Beispielen gelten folgende Voraussetzungen.
Neun Stück des Materials können auf Lagerplatz 01-01-01 gelagert werden. Es bleibt eine Restkapazität von 1, wie unten gezeigt wird. Diese Kapazitätsprüfung ist sinnvoll, wenn Sie Materialien auf diesem Lagerplatz beliebig stapeln können. Sie kann auch anstelle von Kapazitätsprüfung 2 und 3 angewandt werden, wenn verschiedene Chargen vorhanden sind, die zu einer Mischbelegung führen.

Wichtig: Wenn Sie ein Material fünf Mal in das Lager einlagern, entstehen dabei nicht notwendigerweise fünf getrennte Quants. Wenn die Lagereinheitenverwaltung im Lagertypsatz nicht aktiv ist, handelt es sich in der Regel nur um eine Mengenerhöhung eines einzelnen Quants.

Die Kapazitätsprüfungen unter Punkt 2 und 3 funktionieren nur dann einwandfrei, wenn die LET-Prüfung und die Lagereinheitenverwaltung im Lagertypsatz aktiv sind.
Acht volle Gitterboxen können auf Lagerplatz 01-01-01 gelagert werden. Es bleibt eine Restkapazität von 4. Diese Kapazitätsprüfung ist sinnvoll, wenn die LETs nebeneinander liegen und die Materialien nacheinander von jedem Behälter entnommen werden können.
Acht Stück können auf Lagerplatz 01-01-01 auf einer E1-Palette gelagert werden. Es bleibt keine Restkapazität auf dem Platz. Dies wird in der folgenden Abbildung dargestellt.
Wird das Material auf dem Platz mit einem Stück pro E1-Palette gelagert, kann der Platz 4 Paletten (44 + 48) fassen und es bleibt eine Restkapazität von 8, wie die folgende Abbildung zeigt. Diese Kapazitätsprüfung ist sinnvoll, wenn die Paletten aufeinander gestapelt werden und die Dicke der Palette berücksichtigt werden muß.

Sie müssen die Art der Kapazitätsprüfung sowie die Kapazitätsverbräuche von Material und Lagereinheitentypen schon vor der ersten Einlagerung definieren. Nachträgliche Änderungen an diesen Parametern führen zu automatischen Änderungen in Lagerplätzen, Lagereinheiten und Quants. Wenn Sie solche Änderungen im laufenden Betrieb vornehmen, müssen Sie danach den Report RLS10200 laufen lassen, um die belegten Kapazitäten in Plätzen, Lagereinheiten und Quants anzupassen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Online-Dokumentation zu diesem Report.