Kommissionierung aus einem Festlagerplatz ohne TA 

Diese Kommissioniertechnik wird angewendet, wenn die zu kommissionierenden Mengen ohne Transportauftrag direkt von Festplätzen entnommen werden sollen.

Diese Kommissioniertechnik hat folgende Eigenschaften:

Wenn Sie diese Technik anwenden möchten, müssen Sie für jedes Material, das kommissioniert werden soll, einen Festlagerplatz im Kommissionierbereich (Festplatzlagertyp) anlegen. Der Festlagerplatz wird dem Material im Materialstammsatz im Feld Lagerplatz zugeordnet.

Wenn Sie den Lieferbeleg im SD erstellen, werden die Informationen über den Lagerort des Materials aus dem WM abgerufen. Diese Informationen umfassen die Lagernummer, den Lagertyp und den Festlagerplatz des Materials und werden in der Lieferposition gespeichert.

Wann wird diese Kommissioniertechnik angewendet?

Sie können diese Kommissioniertechnik nur dann anwenden, wenn Sie allen Materialien, die kommissioniert werden sollen, einen Festlagerplatz zugeordnet haben. Die Zuordnung dieses Lagerplatzes wird in der Lagerverwaltungssicht des Materialstammsatzes vorgenommen. Wenn Sie diese Kommissioniertechnik anwenden, wird das Material direkt aus dem Festlagerplatz entnommen, der im Materialstamm zugeordnet wurde. Bei der Festplatzkommissionierung wird im WM kein Transportauftrag erstellt. Daher ist bei dieser Kommissioniertechnik eine Bestätigung der Kommissionierung nicht möglich. Der Festlagerplatz ist gleichzeitig der Schnittstellenlagertyp, d.h. wenn Sie den Warenausgang im SD buchen, wird die kommissionierte Menge direkt aus dem Materialbestand des Festlagerplatzes ausgebucht. Die Auslagerung der Materialien erfolgt mit Hilfe der Kommissionierliste, die im SD erstellt wurde.

Sie sollten diese Kommissioniertechnik nur anwenden, wenn Sie ohne Rückbestätigung der Kommissionierung auskommen können.

Bei der Buchung des Warenausgangs im SD dient der Festlagerplatz gleichzeitig als Schnittstelle zwischen Bestandsführung (IM) und Lagerverwaltung (WM).