Transportauftragssplit 

Verwendung

In einigen Fällen ist es sinnvoll, die Einlagerungs- und Kommissionierarbeiten in kleinere Einheiten aufzuteilen. Einerseits ist es wichtig, die anfallenden Arbeiten gleichmäßig auf die Lagerarbeiter zu verteilen, andererseits müssen die Arbeiten termingerecht ausgeführt werden. Der Transportauftrag (Kommissionierliste für Warenausgänge oder Wareneingangsliste) bestimmt den zu bewältigenden Istaufwand.

Wenn große Mengen von Lagerpositionen für die Einlagerung oder Kommissionierung nicht über einen einzelnen sehr umfangreichen Transportauftrag abgewickelt, sondern in mehrere Transportaufträge gesplittet werden, können Sie den Arbeitsaufwand gleichmäßig auf die Lagerarbeiter verteilen und die Bestandsbewegungen optimieren. Somit erhält jeder Lagerarbeiter regelmäßig nur eine Liste für seine Zuständigkeit (Wareneingänge, Warenausgänge oder Umlagerungen).

Beachten Sie, daß der hier verwendete Begriff "Split" nicht bedeutet, daß eine einzelne Position eines Transportauftrags in kleinere Positionen aufgesplittet wird (die Menge der Position spielt hier keine Rolle). Die Positionen werden nicht geändert. Vielmehr werden die Positionen eines Transportauftrags auf zwei oder mehrere Transportaufträge aufgeteilt.

Voraussetzungen

In der Customizing-Anwendung können Sie festlegen, ob überhaupt ein Transportauftragssplit stattfinden soll, und eine Reihe detaillierter Kriterien auswählen, die sich auf den Split auswirken. Außerdem können Sie über einen Customer-Exit eigene Kriterien für diese Funktion definieren. Informationen, wie Sie Ihr System für den TA-Split einrichten, finden Sie unter Vorgänge ® Transporte ® Abwicklung Leistungsdaten ® Profile definieren im Einführungsleitfaden (IMG) für die Lagerverwaltung.

Funktionsumfang

Transportaufträge können wie folgt gesplittet werden:

Pro Bewegungseinheit (LET in einer Position) wird ein Split geplant. Der TA enthält eine Position mit genau einer Bewegungseinheit. Der Split ist dann erforderlich, wenn die Istdaten erfaßt werden und in die Berechnung des Sollaufwands einfließen. Je nach der Customizing-Einstellung können Sie die Split-Funktion ausschalten und statt dessen das Standardverfahren anwenden.

Die Reihenfolge der Positionen im TA wird so festgelegt, daß auf dem für den TA erstellten Beleg alle Lagerplätze, aus denen Materialien kommissioniert werden sollen, in optimaler Sortierfolge für die Bearbeitung aufgelistet werden. Wegezeiten und folglich auch Soll- und Istaufwand werden auf ein Mindestmaß verringert. Ein zusätzliches Feld im Lagerplatzsatz bestimmt eine Reihenfolge für alle Lagerplätze im Lager. Dieses Feld wird vom Kunden gepflegt.

Es ist auch möglich, jedem Arbeitsbereich einen eigenen Drucker zuzuordnen. Auf diese Weise lassen sich alle Materialien, die innerhalb eines bestimmten Bereichs bearbeitet werden müssen, in einer einzelnen Liste zusammenfassen und auf dem definierten Drucker ausgeben.

Beachten Sie, daß das Volumen in Abhängigkeit der Alternativmengeneinheit berechnet wird. So kann beispielsweise ein Karton mit 10 Flaschen ein anderes Volumen aufweisen als das 10-fache Volumen einer Flasche. Wurde das Volumen der Alternativmengeneinheit im Materialstammsatz nicht definiert, wird das Volumen der Basismengeneinheit zur Berechnung zugrunde gelegt.