Beispielszenario: Strategie 40 

Ablauf

Dieses Beispiel basiert auf einem Produktionsplan, in dem 100 Stück für <BedTerm1>, <BedTerm2> und <BedTerm3> geplant werden.

Phase 1: Programmplanung

  1. Für den Produktionsplan werden wie folgt Planprimärbedarfe angelegt. Weitere Informationen über das Anlegen von Planprimärbedarfen finden Sie unter Planprimärbedarf anlegen mit Vorlagen oder Planprimärbedarf anlegen ohne Vorlagen.

Periodenkennzeichen

Bedarfstermin

Planmenge

Wert

T (= Tag)

<BedTerm1>

100

10,000.00

T (= Tag)

<BedTerm2>

100

10,000.00

T (= Tag)

<BedTerm3>

100

10,000.00

 

Das System findet die Bedarfsart VSF, da die Strategiegruppe auf 40 festgelegt wurde. Siehe Tabelle der Planungsstrategiezuordnungen.

  1. Die Bedarfe werden an die Fertigung übergeben. Die Bedarfs-/Bestandsliste (Logistik ® Produktion ® Bedarfsplanung ® Auswertungen ® Bedarfs/Best.liste) enthält folgende Informationen:

Datum

Dispoelement

Daten zum Dispoelem.

Zugang/Bedarf

Verfügbare Menge

<Heute>

W-BEST

   

0

<BedTerm1>

VP-BED

VSF

100 -

100 -

<BedTerm2>

VP-BED

VSF

100 -

100 -

<BedTerm3>

VP-BED

VSF

100 -

300 -

 

Phase 2: Beschaffung vor Verkauf

  1. Es wird eine Bestellanforderung im Planungslauf angelegt (Logistik ® Produktion ® Bedarfsplanung ® Gesamtplanung). Die Bedarfs-/Bestandsliste enthält folgende Informationen:
  2. Datum

    Dispoelement

    Daten zum Dispoelem.

    Zugang/Bedarf

    Verfügbare Menge

    <Heute>

    W-BEST

       

    0

    <BedTerm1>

    PL-AUF

    1234/LA

    100 +

    100+

    <BedTerm1>

    VP-BED

    VSF

    100 -

    0

    <BedTerm2>

    PL-AUF

    1235/LA

    100 +

    100+

    <BedTerm2>

    VP-BED

    VSF

    100 -

    0

    <BedTerm3>

    PL-AUF

    1236/LA

    100 +

    100

    <BedTerm3>

    VP-BED

    VSF

    100 -

    0

     

    Diese Bestellanforderung ist der Ausgangspunkt für die Produktion oder externe Beschaffung. Für die Abwicklung des Beschaffungsprozesses im R/3-System gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine Möglichkeit besteht darin, den Planauftrag in einen Fertigungsauftrag umzusetzen, den Fertigungsauftrag freizugeben und den Wareneingang der Gutmenge zu buchen. Es ist jedoch auch möglich, Retouren oder andere Warenbewegungen zur Lagerfertigung zu verwenden.

  3. Nach dem Eingang des Auftrags und einem zweiten Planungslauf werden in der Bedarfs-/Bestandsliste folgende Informationen angezeigt:

Datum

Dispoelement

Daten zum Dispoelem.

Zugang/Bedarf

Verfügbare Menge

<Heute>

W-BEST

   

100

<BedTerm1>

VP-BED

VSF

100 -

0

<BedTerm2>

PL-AUF

1235/LA

100 +

100

<BedTerm2>

VP-BED

VSF

100 -

0

<BedTerm3>

PL-AUF

1236/LA

100 +

100

<BedTerm3>

VP-BED

VSF

100 -

0

 

Phase 3: Kundenauftrag

  1. Ein Kundenauftrag wird angelegt (Logistik ® Vertrieb ® Verkauf ® Auftrag ® Anlegen).

Dabei ist folgendes zu beachten:

· Es besteht die Möglichkeit, jede beliebige Menge bis zur Bestandsmenge (in diesem Beispiel 100 Stück) gemäß der ATP-Prüfregel unter Bearbeiten ® Verfügbarkeit prüfen zu bestätigen.

· Das System findet die Bedarfsart KSV (unter dem Registerkartentitel Beschaffung), da die Strategiegruppe auf 40 gesetzt wurde.
Siehe
Tabelle der Planungsstrategiezuordnungen.

· Das System findet den Einteilungstyp CP und den Positionstyp TAN, da die Positionstypengruppe auf NORM gesetzt wurde.

  1. Nach der Erfassung des Kundenauftrags enthält die Bedarfs-/Bestandsliste folgende Informationen:

Datum

Dispoelement

Daten zum Dispoelem.

Zugang/Bedarf

Verfügbare Menge

<Heute>

W-BEST

   

100

<Heute>

K-AUFT

326/010/01

90 -

10

<BedTerm1>

VP-BED

VSF

10 -

0

<BedTerm2>

PL-AUF

1245/LA

100 +

100

<BedTerm2>

VP-BED

VSF

100 -

0

<BedTerm3>

PL-AUF

1236/LA

100 +

100

<BedTerm3>

VP-BED

VSF

100 -

0

 

Phase 4: Beschaffung nach Verkauf

Diese Phase trifft in der Regel nicht auf diese Strategie zu. Wenn jedoch der Bedarf die Planung übersteigt, kann es erforderlich sein, daß die Produktion nach dem Verkauf stattfindet.

Phase 5: Warenausgang für Lieferung und Abbau von Planprimärbedarfen

Nach der Lieferung (Logistik ® Vertrieb ® Versand ® Lieferung ® Anlegen) und dem Warenausgang werden in der Bedarfs-/Bestandsliste folgende Informationen angezeigt:

Datum

Dispoelement

Daten zum Dispoelem.

Zugang/Bedarf

Verfügbare Menge

<Heute>

W-BEST

   

10

<BedTerm1>

VP-BED

VSF

10 -

0

<BedTerm2>

PL-AUF

1245/LA

100 +

100+

<BedTerm2>

VP-BED

VSF

100 -

0

<BedTerm3>

PL-AUF

1236/LA

100 +

100

<BedTerm3>

VP-BED

LSF

100 -

0

 

Der Abbau der Primärbedarfe ist jetzt nicht sichtbar, da der Planprimärbedarf während der Kundenauftragsabwicklung zugeordnet wurde. Technisch gesehen wird jedoch der Planprimärbedarf durch die Lieferung abgebaut. Siehe Statistiken in der Programmplanung unter Andere Bereiche in Vorplanung mit Endmontage (40).