Teile der Laufzeitumgebung analysieren 

Verwendung

Das Laufzeitsystem der Hintergrundverarbeitung besteht aus folgenden Teilen (Kontrollobjekten):

Startet Jobs mit angegebenem Starttermin Datum/Uhrzeit.

Können Jobs mit Starttermin Nach Ereignis, Bei Betriebsartumschaltung oder Nach Job bei Eintritt Ihres geplanten Starttermins nicht gestartet werden, weil beispielsweise keine Hintergrund-Workprozesse frei sind, werden sie für den Start zum nächstmöglichen Zeitpunkt vorgemerkt. Diese Jobs werden dann ebenfalls über den zeitgesteuerten Scheduler gestartet.

Der Scheduler wird periodisch vom Dispatcher in einem Dialog-Workprozeß gestartet, sofern mindestens ein Hintergrund-Workprozeß auf dem Anwendungsserver vorhanden ist und der Periodenwert größer Null ist. Die Anzahl der Hintergrund-Workprozesse wird in Profilparameter rdisp/wp_no_btc angegeben. Der Periodenwert wird in Profilparameter rdisp/btctime eingestellt.

(Vorschlagswert = 60 Sekunden)

Wenn im R/3-System ein Ereignis ausgelöst wird, wird mit dem ereignisgesteuerten Scheduler geprüft, ob noch Jobs auf dieses Ereignis warten. Wenn ja, sorgt der ereignisgesteuerte Scheduler dafür, daß diese Jobs gestartet werden. Der Scheduler läuft immer in einem Dialog-Workprozeß auf dem Anwendungsserver, auf den der Profilparameter rdisp/btcname zeigt.

Ein zur Ausführung anstehender Job wird über den Jobstarter gestartet. Damit werden alle vorbereitenden Arbeiten wie das Lesen der Jobdaten aus der Datenbank und das Starten der Job-Steps durchgeführt. Der Jobstarter läuft in einem Hintergrund-Workprozeß.

Der zeitgesteuerte Job-Scheduler prüft anhand einer Zeittabelle bei jedem Lauf, ob eine Betriebsartumschaltung vorzunehmen ist. Wenn ja, initiiert der Scheduler die Umschaltung in einem Dialogprozeß auf dem Anwendungsserver, auf dem der Scheduler läuft.

Beim Starten eines R/3-Systems wird geprüft, ob noch "Jobleichen" (Zombies) vorhanden sind. Es handelt sich hierbei um Jobs mit dem Status Bereit oder Aktiv. Da es natürlich beim Starten des R/3-Systems solche Jobs nicht geben kann, werden sie auf den Status Geplant oder Abgebrochen gesetzt. "Jobleichen" entstehen, wenn beispielsweise ein Anwendungsserver, auf dem ein Job läuft, heruntergefahren wird, bevor der Job beendet wird. Das Laufzeitsystem der Hintergrundverarbeitung kann dann den Status in der Datenbank nicht mehr korrigieren.

Über diese Komponente können externe Programme als Teil eines Job-Steps gestartet werden. Der Start externer Programme erfolgt aus dem Hintergrund-Workprozeß heraus, in dem der Job läuft.

Jede dieser Komponenten (Kontrollobjekte) kann einzeln analysiert werden.

Vorgehensweise

  1. Um Teile der Laufzeitumgebung vom Einstiegsbild des CCMS aus zu analysieren, wählen Sie Jobs ® Hintergrundobjekte.
  2. Wählen Sie Objekte pflegen. Sie gelangen auf eine Liste mit jeweils einem Eintrag pro Server und Kontrollobjekt.
  3. Wählen Sie Kontrollobjekt ® Change. Sie gelangen auf ein Dialogfenster, in dem Sie - für den nächsten Lauf oder permanent - ein Kontrollobjekt für die Verfolgung aktivieren können.
  4. Wählen Sie Actionlog, um zu ermitteln, ob das Kontrollobjekt nach dem Einschalten des Trace lief.
  5. Lief das Kontrollobjekt mindestens einmal, können Sie sich auf dem entsprechenden Anwendungsserver die Trace-Datei ansehen. Dazu wählen Sie Werkzeuge ® Administration ® Monitor ® Systemüberwachung ® Server (Transaktion SM51)
  6. Bei Kontrollobjekten, die in Dialog-Workprozessen laufen, ist nicht vorhersehbar, in welchem der verfügbaren Workprozesse das Objekt verarbeitet wird. Wahrscheinlich wird es jedoch Workprozeß 0 oder 1 sein. Am besten ist es, die Liste mit den Trace-Dateien nach Datum und Uhrzeit zu sortieren. In einer der zuletzt geschriebenen Trace-Dateien sollten die Trace-Einträge stehen. Suchen Sie in den Dateien nach Einträgen, bei denen in der ersten Spalte ein ‘L’ steht.
  7. Läuft ein Kontrollobjekt in einem Hintergrund-Workprozeß, finden Sie die entsprechende Workprozeßnummer in den Jobdetaildaten.

  8. Falls Sie die Trace-Informationen nicht selbst auswerten können, senden Sie den Inhalt der Trace-Datei zur weiteren Analyse an SAP.