Definition
Neben der Einplanung von Jobs zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Kalendertagen unterstützt das Hintergrundverarbeitungssystem auch die ereignisgesteuerte Einplanung von Jobs. Die Grafik unten zeigt, wie Hintergrundverarbeitungsereignisse eingesetzt und verarbeitet werden können.

Verwendung
Ereignisse haben nur im Hintergrundverarbeitungssystem Bedeutung und können nur zum Starten von Hintergrundjobs verwendet werden.
Ein Ereignis ist ein Signal an das Hintergrundverarbeitungssystem, daß ein bestimmter Zustand im System erreicht ist. Das Hintergrundverarbeitungssystem startet dann alle Jobs, die auf dieses Ereignis warten.
Ereignisse werden nicht gesichert. Nachdem ein Ereignis eintrat und Jobs, die auf dieses Ereignis warteten, gestartet hat, wird es weggeworfen.
Integration
Ereignistypen
Es gibt zwei Ereignistypen:
Ereignisargumente
Ein Ereignisargument ist eine zusätzliche Textzeichenkette, mit der Sie ein Ereignis qualifizieren können. In folgenden Fällen können Sie ein Ereignisargument angeben:
Im Gegensatz zu Ereignis-IDs sind Ereignisargumente nicht im SAP-System definiert.
Wenn Sie bei der Jobeinplanung ein Argument angeben, ist der Job erst startberechtigt, wenn das Ereignis mit dem Argument ausgelöst wird.
Wenn Sie bei der Jobeinplanung kein Argument angeben, wird der Job mit dem Eintreten des Ereignisses gestartet. Der Job wird gestartet, unabhängig davon, welche Zeichenkette dem Argument zugeordnet wurde.
Start von Jobs, die auf ein Ereignis warten
Job |
Ereignis |
Ergebnis |
Job wurde mit Ereignis-ID „JSTART" Argument „A" eingeplant |
JSTART wird ohne Argument ausgelöst |
Job startet nicht, sondern wartet weiterhin auf JSTART A |
|
JSTART wird mit Argument „A" ausgelöst |
Job startet | |
|
JSTART wird mit Argument „B" ausgelöst |
Job startet nicht, wartet weiterhin auf JSTART | |
Job wurde mit Ereignis-ID „JSTART" ohne Argument eingeplant |
JSTART wird ohne Argument ausgelöst |
Job startet |
|
JSTART wird mit beliebigem Argument ausgelöst |
Job startet |
Ein als Hintergrundjob laufendes ABAP-Programm kann ermitteln, welches Ereignis und welches Argument beim Start angegeben wurden. Dadurch ist es in der Lage, abhängig vom angegebenen Argument auf das Ereignis zu reagieren.

Beispiel für Ereignisse und Ereignisargumente
Bei einem Betriebsartenwechsel wird ein Systemereignis im Hintergrundverarbeitungssystem ausgelöst. Bei dem Ereignis handelt es sich um das SAP-Systemereignis SAP_OPMODE_SWITCH. Als Argument trägt das Ereignis den Namen der neuen Betriebsart.
Wenn Sie Ihren Job für das Ereignis SAP_OPMODE_SWITCH mit dem Argument NACHT einplanen, wird der Job beim nächsten Wechsel zur Betriebsart NACHT aktiv.
Sie können einen Job auch so einplanen, daß er bei jedem Eintreten des Ereignisses wiederholt wird. Im obigen Beispiel hieße das, daß Ihr Job jedes Mal gestartet wird, wenn die Betriebsart NACHT aktiv wird.

Mit der Drucktaste Bei Betriebsart können Sie einen Job bei der Einplanung an die Aktivierung einer Betriebsart koppeln.