Zinsexposure-Report durchführen 

  1. Rufen Sie die Transaktion folgendermaßen auf:
  2. Menüpfad

    Rechnungswesen ® Treasury ® Marktrisiko ® Infosystem ® Exposure ® Zinsexposure

    Transaktionscode

    TV42

  3. Nehmen Sie folgende Eingaben vor:
  4. Feld

    Daten

    Beschreibung

    Auswertungsart

    0001

    MRM Standardauswertung

    Auswertung per

    Tagesdatum

    Datum, zu dem die Marktdaten und Geschäfte gelesen werden und von dem aus die Forwarddaten berechnet werden.

    Horizont

    Tagesdatum

    Datum, auf das der Barwert Ihrer Geschäfte berechnet wird.

    Datum von

    Tagesdatum

    Beginn der Periode, aus der die Cashmanagementdaten selektiert werden.

    Datum bis

    Laufzeitende der von Ihnen angelegten Geschäfte

    Ende der Periode, aus der die Cashmanagementdaten selektiert werden.

    Durch die Eingabe des Tagesdatums wird das Devisenexposure Ihrer Geschäfte mit den zu diesem Datum gültigen Marktdaten am selben Tag errechnet. Es kann auch das jeweilige Datum in die Zukunft oder die Vergangenheit gesetzt werden. Dabei muß das Datum Horizont immer gleich oder größer dem Datum Auswertung per sein. Liegt das Datum Auswertung per vor dem aktuellen Datum, dann werden historische Daten und Bestände verwendet. Liegt es nach dem aktuellen Datum, so wird auf die letzten verfügbaren Daten zurückgegriffen.

  5. Wählen Sie die Registerkarte Allg. Abgrenzungen und nehmen Sie folgende Eingabe vor:
  6. Feld

    Daten

    Beschreibung

    Buchungskreis

    1000

    IDES AG

    Der im Feld Zinskurvenshift in Basispkt. eingegebene Zinskurvenshift wird für alle zugrunde liegenden Zinskurven in allen Währungen ausgeführt. Wenn Sie für unterschiedliche Währungen unterschiedliche Shifts betrachten wollen, dann geben Sie zusätzlich im Feld Geschäftswährung die Währung (z.B. USD) ein, auf die sich der Shift auswirken soll. Diese Eingabe bezieht sich aber nur auf die Treasury-Geschäfte.

    Neben dem hier beschriebenen Basisreport, besteht auch die Möglichkeit, das flexible Reporting zu nutzen, um die Auswirkungen von unterschiedlichen Zinskurvenshifts zu analysieren. Dazu werden bei der Durchführung der Recherche Regeln hinterlegt, die u.a. Marktdatenshifts (z.B. Zinskurvenshifts) beinhalten, die dann in die Auswertung des Reports mit einfließen.

  7. Wählen Sie die Registerkarte Geld/Dev./Derivate und markieren Sie Derivate.
  8. Sie beschränken dadurch die Analyse im Bereich der Sicherungsgeschäfte auf Derivate.

  9. Nehmen Sie zusätzlich folgende Eingaben vor:
  10. Feld

    Daten

    Beschreibung

    Finanzgeschäft

    Finanzgeschäftsnummer des angelegten Swaps

    Selektiert die Finanzgeschäfte, die als Sicherungsgeschäft in die Zinsexposure-Analyse einbezogen werden (hier der angelegte Swap).

    Über die Felder Geschäftsart und Händler werden Ihnen weitere Möglichkeiten gegeben, die Geschäfte, die in die Analyse einfließen sollen, einzugrenzen. Desweiteren finden Sie in der Registerkarte Weitere Abgrenzungen zusätzliche Selektionsparameter (z.B. Geschäftspartner, Laufzeitbeginn, Kontierungsreferenz etc.).

  11. Wählen Sie die Registerkarte Wertpapiere/Darlehen und markieren Sie Wertpapiere.
  12. Sie beschränken dadurch die Exposure-Analyse im Bereich Darl/Wertp./Geld auf die Wertpapiere.

  13. Nehmen Sie zusätzlich folgende Eingaben vor:
  14. Feld

    Daten

    Beschreibung

    Kennummer

    Wertpapierkennummer der angelegten Anleihe

    Selektiert die Wertpapiere, die in der Spalte Geld/Wertp./Darlehen bei der Zinsexposure-Analyse hinzugezogen werden (hier die angelegte Anleihe).

  15. Wählen Sie die Registerkarte Cashmanagement.
  16. Nehmen Sie folgende Eingaben vor:
  17. Feld

    Daten

    Beschreibung

    Gliederung

    MRM

    Gliederung bzgl. der die operativen Geschäfte aus dem Cashmanagement gezogen werden.

    Das Zinsexposure stellt den operativen Cashflows, die als Grundgeschäft bezeichnet werden, und den Geldhandels-, Wertpapier- und Darlehensgeschäfte, die typischerweise unter Liquiditätsgesichtspunkten getätigt werden, Sicherungsgeschäfte aus den Bereichen Devisen und Derivate gegenüber. Die Cashflows der operativen Geschäfte werden über entsprechende Gliederungen aus dem SAP Cashmanagement selektiert. Um zu verhindern, daß Treasury-Geschäfte sowohl bei den Grundgeschäften als auch bei den anderen beiden genannten Positionen miteinbezogen werden, was zu einer fehlerhaften Analyse führt, sollten Sie spezielle Gliederungen im Cashmanagement definieren, die keine Finanzgeschäfte enthalten. Die Gliederung MRM ist exemplarisch so angelegt, daß sie dieses Kriterium erfüllt.

    In dieser Registerkarte steht u.a. noch die Option zur Verfügung, im Feld Währungen eine oder mehrere Dispositionswährungen einzugeben. Sie können so die operativen Grundgeschäfte, die in die Analyse einfließen sollen, auf ausgewählte Währungen einschränken.

  18. Wählen Sie die Registerkarte Bewertungsparameter.
  19. Hier legen Sie fest, welche der beiden möglichen Exposure-Analyse (siehe Zusatzinformationen zu diesem Beispiel) genutzt werden soll.

  20. Markieren Sie Anzeige als Basis Point Value.
  21. Die Zinsexposure-Analyse wird als Basis Point Value dargestellt.

    Durch Markierung von Cashf. am Horiz. berücksicht. können Sie entscheiden, ob Cashflows, die genau am Horizont anfallen, in der Analyse berücksichtigt werden sollen oder nicht. Desweiteren ist es Ihnen möglich, unter Weitere Marktdatensätze Szenarien (z.B. Hochzinsszenario) zu hinterlegen, die in eine getrennte Auswertung einfließen. Dieses kann zu Simulationszwecken genutzt werden.

  22. Wählen Sie die Registerkarte Ausgabesteuerung.
  23. Hier können Sie im Feld Schrittweitensteuerung einstellen, wie detailliert die Analyseergebnisse aufgeführt werden sollen. Entsprechend der gewählten Schrittweite werden später im Zinsexposure-Report in der Laufzeitssicht Perioden gebildet, auf die der Zeitwert aus den Finanzgeschäften aufgeteilt wird. Der anteilige Zeitwert wird der Periode zugewiesen, aus der die zugehörigen Zahlungen stammen. Fallen nach dem von Ihnen gewähltem Datum bis noch Cashflows an, dann werden diese in einer Periode die vom Datum bis bis zum 31.12 9999 läuft ausgewiesen. Dieses bietet Ihnen die Möglichkeit zu kontrollieren, in wie weit nach dem von Ihnen gewähltem Analysezeitraum noch größere Zinsexposure bestehen.

  24. Nehmen Sie folgende Eingaben vor:
  25. Feld

    Daten

    Monate

    Markieren

    Schrittweite

    6

    Globalsicht

    Markieren

    Mit der Wahl des Detaillierungsgrads legen Sie fest, in welcher Sicht der Devisenexposure-Report angezeigt wird.

  26. Wählen Sie .
  27. Es wird der Zinsexposure-Report auf Basis einer Basis Point Value Analyse für die von Ihnen ausgewählten Geschäfte erstellt.

    Sie gelangen auf das Bild Zinsexposure, Tafel Zins-Exposure Global von (Tagesdatum). Hier werden Ihnen die einzelnen Positionen nach Währungen separiert angezeigt. Dabei wird zwischen den drei Positionen Darl./Wertp./Geldh., Grundgeschäft und Devisen/Derivate unterschieden. Die offene Position ergibt sich aus der Summe dieser drei Positionen, wobei die Position Devisen/Derivate typischerweise gegenläufig zu den beiden anderen Positionen sein sollte. Die offene Position gibt das Zinsexposure für die einzelnen Währungen an.

    Bei der Berechnung als Basis Point Value werden die Barwerte der einzelnen zukünftigen Cashflows auf Basis ihrer währungs- und laufzeitspezifischen Zinsen ermittelt und summiert. Im zweiten Schritt werden die Zinsen um die von Ihnen im Feld Zinskurvenshift in Basispkt festgelegte Anzahl von Basispunkten (siehe Schritt 3) erhöht oder vermindert. Anschließend werden die Barwerte erneut berechnet. Der Basis Point Value ergibt sich dann aus der Differenz dieser Barwerte und drückt aus, welche Werteinbußen oder –steigerungen die betrachteten Finanzinstrumente aufweisen, wenn die Zinsen parallel in allen Laufzeitbereichen um die angegebenen Basispunkte steigen bzw. fallen.

    Es werden dabei nur jeweils die Gesamtbeträge angezeigt, aus denen sich die Zinsexposure in den einzelnen Währungen ergeben.

    Sie haben nun in jeder der nachfolgend beschriebenen Ansichten die Möglichkeit, sich durch einen Drill down anzeigen zu lassen, welche Geschäfte den einzelnen Beträgen zugrunde liegen. Dabei ist es bei den Grundgeschäften möglich, bis ins SAP Cashmanagement zu verzweigen.

  28. Wählen Sie eine Position per Doppelklick.
  29. Sie gelangen in die Laufzeitsicht für die Geschäfte, die dieselbe Währung besitzen wie die von Ihnen ausgewählte Position. Der nächste Doppelklick bringt Sie in die Einzelpositionen für die Geschäfte dieser Währung. Mit Hilfe eines dritten Doppelklicks gelangen Sie auf das Bild Finanzdisposition: Verdichtete Anzeige. Von hier können Sie, wie aus dem SAP Cashmanagement bekannt, weiter auf die einzelnen Finanzdispositionssichten (Gliederungsebenen) verzweigen.

  30. Wählen Sie , bis Sie auf das Bild Zinsexposure, Tafel Zins-Exposure Global von (Tagesdatum) gelangen.
  31. Analog dazu können Sie nun auch Details anderer Geschäfte anzeigen.

    Es stehen Ihnen weiterhin zwei Sichten zur Verfügung, in denen Sie sich den Zinsexposure-Report betrachten können. Zum einen die Laufzeitsicht, zum anderen die Einzelgeschäfts-Sicht. Der Unterschied der beiden Sichten wird im folgenden dargelegt.

  32. Wählen Sie Zinsexposure ® Laufzeitsicht.
  33. Hier wird Ihnen angezeigt, welche Zinsexposure in den von Ihnen gewählten Perioden bestehen. Im Gegensatz zur Einzelgeschäfts-Sicht wird nicht zwischen den einzelnen Beträgen differenziert, d.h. es wird nicht angezeigt, aus welchen einzelnen Positionen sich die Bereiche Grundgeschäft, Darl./Wertp./Geld und Devisen/Derivate zusammensetzen, sondern sie werden innerhalb der Periode aggregiert dargestellt. Durch einen Doppelklick auf eine Position können Sie sich anzeigen lassen, aus welchen Einzelpositionen sie sich gegebenenfalls ergibt.

  34. Wählen Sie , bis Sie auf das Bild Zinsexposure, Tafel Zins-Exposure Global von (Tagesdatum) gelangen.
  35. Wählen Sie per Doppelklick eine Währung.
  36. Sie erhalten dieselbe Ansicht wie in der Laufzeitsicht mit dem Unterschied, daß nur Beträge, die in der von Ihnen ausgewählten Währung anfallen, angezeigt werden.

  37. Wählen Sie , bis Sie auf das Bild Zinsexposure, Tafel Zins-Exposure Global von (Tagesdatum) gelangen.
  38. Wählen Sie Springen ® Einzelpositionen.
  39. Ihnen wird aufgeschlüsselt, aus welchen einzelnen Positionen sich die Bereiche Grundgeschäft, Darl./Wertp./Geld und Devisen/Derivate und somit das Zinsexposure in den jeweiligen Währungen zusammensetzt. Fallen in eine Periode mehrere Beträge, die auf unterschiedliche Geschäfte zurückzuführen sind, so wird Ihnen bei den Treasury-Geschäften mittels der Geschäftsnummer angezeigt, welche Geschäfte dies sind.

  40. Wählen Sie .
  41. Wählen Sie Selektionen.
  42. Im Dialogfenster Selektionen werden Ihnen zur Kontrolle die Daten angezeigt, auf deren Basis Sie Ihrer Analyse durchgeführt haben.

  43. Wählen Sie .
  44. Wählen Sie BerGrundl.
  45. Sie gelangen auf das Bild Anzeige Berechnungsgrundlage.

    Hier finden Sie die für die Berechnung verwendeten Geld- und Briefwechselkurse. Ebenso werden die zugrundeliegenden Geld- und Briefzinskurven aufgeführt. Falls Optionen in die Analyse miteinbezogen werden, werden zusätzlich die für die Berechnung relevanten Volatilitäten angegeben.

  46. Um sich die Zinskurven grafisch anzuzeigen, wählen Sie .
  47. Im Dialogfenster Zinsexposure markieren Sie eine Zinskurve und wählen .
  48. Es wird die grafische Darstellung der ausgewählten Zinskurve angezeigt.

  49. Um sich alle Zinskurven in einem Diagramm anzeigen zu lassen, wählen Sie , danach .
  50. Wählen Sie und dann .
  51. Um anzuzeigen, welcher Graph welche Zinskurve repräsentiert, wählen Sie Legende.
  52. Wählen Sie , bis Sie auf das Bild Zinsexposure gelangen.
  53. Wählen Sie .
  54. Es wird die aktuelle Anzeigevariante angezeigt. Diese kann hier verändert werden. So können Sie z.B. Felder, die Sie nicht benötigen, ausblenden oder weitere hinzufügen. Um zum Beispiel das Feld Anzeigewährung in Ihr Anzeigebild zu übernehmen, markieren Sie in der Tabelle ausgeblendete Felder das Feld Anzeigewährung und wählen (Selektierte Felder einblenden). In der linken Tabelle können Sie über die Spalte Pos. die Anordnung der Anzeigefelder bestimmen. Mit Übernehmen können neu definierte Anzeigevarianten übernommen werden.

  55. Um sich in den einzelnen Anzeigesichten Zwischensummen anzuzeigen, wählen Sie .
  56. Im Dialogfenster Sortierung definieren können Sie diejenigen Felder in der Tabelle Feldvorrat auswählen und in die Tabelle Sortierfelder übernehmen, bzgl. derer eine Zwischensumme gebildet werden soll (z.B. das Feld Grundgeschäft). Mittels Übernehmen können Sie die Zwischensummenbildung ausführen lassen.

    Sie erhalten die Nachricht Liste wurde sortiert.

    Die Zwischensummen werden in der Reihenfolge gebildet, in der Sie die Felder auswählen.

  57. Wählen Sie .
  58. Wählen Sie die Registerkarte Bewertungsparameter und demarkieren Sie Anzeige als Basis Point Value.
  59. Wählen Sie .
  60. Es wird das Zinsexposure für die von Ihnen ausgewählten Geschäfte auf Basis des Reaktionsvolumens erstellt.

    Das Zinsexposure wird nun als Quotient aus der Barwertdifferenz und der Anzahl der Basispunkte, um die die Zinskurve geshiftet wurde, ausgewiesen.

  61. Wählen Sie , bis Sie auf den Übersichtsbaum gelangen.