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Verfahren mit
Klassifizierung einrichten
In diesem Arbeitsschritt stellen Sie das
Freigabeverfahren mit Klassifizierung ein. Sie können das Freigabeverfahren
auch an den Workflow anbinden.
Voraussetzungen
- Bei einem Freigabeverfahren mit
Workflowanbindung müssen Sie die Benutzernamen, Planstellen, Stellen usw., die
Sie hier dem Freigabecode zuweisen, in der Aufbauorganisation angelegt und im
aufgabenspezifischen Customizing mit den entsprechenden Standardaufgaben
verknüpft haben (Basis -> Business Management -> Business Workflow ->
Aufgabenspezifisches Customizing durchführen).
- Den Personen, die an diesem Freigabeverfahren
teilnehmen sollen, müssen Sie die Berechtigung M_EINK_FRG
zuordnen (Berechtigungsverwaltung -> Berechtigungsprofile anlegen und
Benutzern zuweisen).
Aktivitäten
Hier legen Sie folgendes fest:
Freigabegruppe
Definieren Sie eine Freigabegruppe für Ihr
Freigabeverfahren, indem Sie
- die Freigabegruppe über das Feld
GesFrgBanf entweder der Gesamtfreigabe oder der Positionsfreigabe
zuordnen
Hinweis
Ob eine Bestellanforderung insgesamt oder positionsweise freigegeben werden
kann, steuern Sie über die Belegart. Wenn Sie z.B. für die Belegart "NB -
Bestellanforderung" eine Gesamtfreigabe vorgesehen haben, kann eine
Bestellanforderung mit der Belegart "NB" nicht positionsweise freigegeben
werden. Deshalb gilt die Freigabegruppe für z.B. die Gesamtfreigabe nur für
die Belegarten mit Gesamtfreigabe.
- eine Klasse zuordnen und damit dem
Freigabeverfahren Freigabebedingungen zuweisen
Hinweis
Sie müssen allen Freigabegruppen mit derselben Art der Freigabe (Positions-
oder Gesamtfreigabe) dieselbe Klasse zuweisen.
Beispiel
Sie haben der Freigabegruppe für Gesamtfreigabe "01" die Klasse "banf_gesamt"
zugewiesen. Wenn Sie die Freigabegruppe "02" auch für die Gesamtfreigabe
anlegen, müssen Sie auch dieser Freigabegruppe die Klasse "banf_gesamt"
zuordnen.
Freigabecodes
Legen Sie hier die Freigabecodes an, die Sie
für Ihre Freigabestrategie benötigen und ordnen Sie die Freigabecodes Ihrer
Freigabegruppe zu. Wenn ein Freigabecode im Workflow verwendet werden soll,
dann kennzeichnen Sie dies im Feld Workflow.
Über das Kennzeichen Workflow
steuern Sie außerdem die Rollenauflösung:
- "1 - Rollenauflösung mit Gruppe, Code und Werk
(T16FW)"
Hier benutzen Sie eine Rollenauflösung, die im Standardsystem ausgeliefert
wird. Sie müssen dazu die Freigabestelle im Abschnitt Workflow
zuordnen (s.u.).
- "9 - Rollenauflösung über User-Exit"
Hier benutzen Sie den Customer-Exit M06B0001, um eine eigene Rollenauflösung
zu definieren.
Freigabekennzeichen
DasFreigabekennzeichen gibt den Freigabezustand
einer Bestellanforderung an. Im Standardsystem finden Sie bereits
vordefinierte Freigabekennzeichen, die Sie für Ihre Freigabestrategie benutzen
können.
Falls Sie zusätzliche Freigabekennzeichen
benötigen, müssen Sie folgendes pflegen:
- Freigabezustand
Im Bereich Detail legen Sie fest, welchen Zustand eine
Bestellanforderung mit diesem Freigabekennzeichen haben soll. Z.B. können im
Standardsystem für eine Bestellanforderung mit dem Freigabekennzeichen "1 -
Anfrage" Angebote eingeholt werden.
- Feldauswahlschlüssel
Über den Feldauswahlschlüssel legen Sie fest, welche Felder in der
Bestellanforderung mit diesem Freigabekennzeichen z.B. geändert werden dürfen
oder gefüllt werden müssen.
- Änderungen nach Beginn der
Freigabe
- Mit dem Kennzeichen Änderbarkeit
legen Sie fest, wie sich Änderungen an der Bestellanforderung auswirken, so
daß z.B. eine neue Freigabestrategie für die Bestellanforderung ermittelt
wird.
- Über die Wertänderung können Sie steuern, daß
die Freigabestrategie neu gestartet wird, wenn eine Bestellanforderung
geändert wird und sich dadurch der Wert einer Bestellanforderungsposition um
einen gewissen Prozentsatz (z.B. 10%) erhöht. Setzen Sie dazu das Kennzeichen
Änderbarkeit auf "4 - änderbar, neue Freigabe bei neuer Strategie
oder Wertänderung" und geben Sie im Feld Wertänderung einen
Prozentsatz an.
Achtung:
Folgende Freigabekennzeichen sind für jedes Freigabeverfahren
notwendig:
- Freigabekennzeichen für
Ausgangszustand
In der Regel muß eine Bestellanforderung zunächst freigegeben werden, bevor
eine Anfrage oder eine Bestellung zu ihr erfaßt werden kann. Deshalb wird
einer Bestellanforderung beim Anlegen ein Freigabekennzeichen zugewiesen,
welches die Bestellanforderung für Angebote und Bestellungen sperrt.
Im Detailbild zu diesem Kennzeichen dürfen Sie die Kennzeichen zur Freigabe
für Angebot und Bestellung nicht markieren.
Im Standardsystem ist bereits das Freigabekennzeichen "x - gesperrt"
definiert.
- Freigabekennzeichen für freigegebenen
Zustand
Im Detailbild zu diesem Kennzeichen müssen Sie das Kennzeichen zur Freigabe
für Angebot oder für Bestellung markieren. Es muß mindestens eines der
Kennzeichen markiert sein.
Im Standardsystem sind bereits mehrere Freigabekennzeichen in dieser Weise
definiert, z.B. können zu einer Bestellanforderung mit dem Freigabekennzeichen
"1 - Anfrage" Angebote eingeholt werden.
Freigabestrategien
Legen Sie eine Freigabestrategie zu Ihrer
Freigabegruppe an und ordnen Sie Ihre Freigabecodes zu.
Mit den
Freigabevoraussetzungen legen Sie fest, in welcher Reihenfolge die einzelnen
Stellen (d.h. Freigabecodes) freigeben dürfen.
Beispiel
Die folgende
Darstellung zeigt Freigabevoraussetzungen für eine Freigabestrategie mit vier
Freigabecodes:
Code/Freigabevoraussetzung
|
|
01 |
02 |
03 |
04 |
|
01 |
- |
[ ] |
[ ] |
[ ] |
|
02 |
[x] |
- |
[ ] |
[ ] |
|
03 |
[x] |
[x] |
- |
[ ] |
|
04 |
[x] |
[x] |
[x] |
- |
|
In dieser
Freigabestrategie müssen die Freigabecodes 01, 02, 03 und 04 die
Bestellanforderung nacheinander freigeben.
Lesen Sie die
Darstellung von links nach rechts, wie z.B. die dritte Zeile für den
Freigabecode 03: Für Code 03 ist die Freigabe mit Code 01 und Code 02
Freigabevoraussetzung. Die Bestellanforderung muß also erst mit den
Freigabecodes 01 und 02 freigegeben werden, bevor sie mit dem Freigabecode 03
freigegeben werden kann.
Hier legen Sie fest,
welchen Zustand eine Bestellanforderung hat, nachdem bestimmte Stellen
freigegeben haben.
Pflegen Sie, welches
Freigabekennzeichen eine Bestellanforderung nach der Freigabe durch einen
bestimmten Freigabecode erhalten soll.
In der
Klassifizierung pflegen Sie die Ausprägungen zu den Merkmalen. Über die
Merkmale und deren Ausprägungen legen Sie fest, welchen Bestellanforderungen
Ihre Freigabestrategie zugewiesen wird.
Pflegen Sie Werte
(Einzelwerte oder Intervalle) zu Ihren Merkmalen.
Hinweis
Wertintervalle können nur für nummerische Werte angegeben werden, z.B. ein
Intervall von 10.000 bis 15.000 DM für den Wert der Banfposition.
Beispiel
In der
Klassifizierung der Freigabestrategie 'BA' sind zwei Merkmale und deren
Ausprägungen gepflegt:
- Belegart - 'NB -
Bestellanforderung'
- Gesamtwert -
größer 10.000 DM
Alle
Bestellanforderungen mit der Belegart 'NB' und einem Gesamtwert von mehr als
10.000 DM unterliegen damit einem Freigabeverfahren mit der Freigabestrategie
'BA'.
Mit der
Freigabesimulation können Sie überprüfen, welchen Zustand eine
Bestellanforderung mit dieser Freigabestrategie erreicht, nachdem eine
bestimmte Stelle freigegeben hat.
Wählen Sie "Freigabe
simulieren" und geben Sie durch einem Doppelklick auf den Freigabecode frei.
Es wird Ihnen angezeigt, welchen Zustand die Bestellanforderung durch diese
Freigabe erreicht hat.
Workflow
Hinweis
Diesen
Arbeitsschritt müssen Sie nur durchführen, wenn Sie dieses Freigabeverfahren
an den Workflow anschließen wollen und den Customer-Exit
M06B0001 nicht benutzen.
Ordnen Sie den
workflow-relevanten Freigabecodes eine Bearbeiter-Id zu. Der Bearbeiter erhält
dann automatisch ein Workitem, wenn er eine Bestellanforderung freigeben
soll.
Sie können eine
Bearbeiter-Id direkt oder indirekt zuordnen:
- direkte Bearbeiterzuordnung:
Geben Sie einen
Benutzernamen ein.
- indirekte Bearbeiterzuordnung:
Geben Sie z.B.
eineStelle oder einePlanstelle ein. Zur Laufzeit ermittelt das System dann den
oder die zuständigen Bearbeiter.
Hinweis
Wenn Sie die
Gesamtfreigabe für die Bestellanforderung einsetzen, müssen
Sie für jede Kombination von Freigabegruppe und workflow-relevantem
Freigabecode einen Eintrag anlegen, bei dem Sie kein Werk
angeben.
Dieser Eintrag ist
erforderlich, damit das SAP-System einer Bestellanforderung mit Gesamtfreigabe
einen Bearbeiter zuordnen kann, wenn die Positionen dieser Bestellanforderung
verschiedene Werke enthalten.
Beispiel
|
Gruppe |
Code |
Werk |
Objekttyp |
Bearbeiter-Id |
|
01 |
02 |
|
Benutzer |
Müller |
|
Customer-Exit
Mit dem Customer-Exit M06B0001
können Sie eine eigene Rollenauflösung definieren, welche die verantwortliche
Person für die Freigabe von Bestellanforderungen im Workflow
ermittelt.
Weitere
Hinweise
Weitere Informationen darüber, wie Sie ein
Freigabeverfahren mit Workflowanbindung einrichten, erhalten Sie in der
Hilfe -> Hilfe zur Anwendung.