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Einstellungen
zur Inventur
In diesem Arbeitsschritt nehmen Sie
grundlegende Einstellungen für die Inventur vor. Im einzelnen legen Sie
fest:
- Erstellung von Änderungsbelegen
aktivieren
- Buchbestand im Inventurbeleg
anpassen
- Serialnummernabwicklung einstellen
Erstellung von Änderungsbelegen
aktivieren
Das System erstellt einen Änderungsbeleg, wenn
ein Benutzer einen Inventurbeleg oder eine Inventurzählung ändert. Für jede
Änderung legt das System einen neuen Änderungsbeleg an.
Buchbestand im Inventurbeleg
anpassen
Diese Funktion legt das Systemverhalten fest,
wenn eine Warenbewegung für ein Material gebucht wird, das sich in der
betreffenden Bestandsart aktuell in einer aktiven Inventur befindet und für
das der Buchbestand im Inventurbeleg fixiert wurde. Der Buchbestand wurde
entweder mit dem Kennzeichen
Buchbestand fixieren oder beim Erfassen der Zählergebnisse im
Inventurbeleg fixiert.
Falls Inventurdifferenzen durch einen
Buchbestand entstehen, der zum Zeitpunkt der Differenzenbuchung nicht mehr
aktuell ist, kann man normalerweise eine Nachzählung veranlassen. Dadurch
würde man für die nachzuzählende Inventurbelegposition eine neue Inventur
beginnen.
Die Nachzählung kann jedoch aus verschiedenen
Gründen nicht immer angewandt werden:
- Eine Nachzählung ist aus Termingründen nicht
möglich, weil z.B. die Inventur an einem Wochenende durchgeführt und
abgeschlossen werden muß.
- Die Inventurzähldaten werden erst später nach
der Zählung ins System eingegeben, und noch später werden die
Inventurdifferenzen überprüft.
- Zum Zeitpunkt der Zählung wurden noch nicht
alle bereits durchgeführten Warenbewegungen im System gebucht, weil z.B. die
Daten aus einer Filiale noch nicht an die Zentrale übertragen
wurden.
Im folgenden Beispiel ergibt sich eine
Inventurdifferenz von 920 ST. Die tatsächliche Differenz zum Zeitpunkt der
Inventurzählung beträgt aber nur 20 ST, denn am 30.06.99 gab es einen
Warenausgang über 900 ST, der erst am 03.07.99 im System erfaßt wurde. Der
nachträglich erfaßte Warenausgang müßte also den Buchbestand im Inventurbeleg
um 900 ST verringern, damit die tatsächliche Inventurdifferenz berechnet
werden kann.
Beispiel für eine Verfälschung des
Buchbestandes im Inventurbeleg:
Tagesdatum | Buch.datum | Warenbewegungen |
Buchbestand | Erf.menge
------------------------------------------------------------------------
01.07.99 | 01.07.99 | Inventurzählung | 1000 ST | 80 ST
| | | |
03.07.99 | 30.06.99 | Warenausgang | 100 ST | 900 ST
Mit dem Kennzeichen Buchbestand
anpassen können Sie einstellen, daß das System beim Buchen einer
Warenbewegung erkennt, daß diese Buchung eine Auswirkung auf den Buchbestand
im Inventurbeleg gehabt hätte.
- Wenn das Kennzeichen nicht gesetzt ist
(Standardeinstellung), so wird keine weitere Prüfung bezüglich derzeit aktiver
Inventurvorgänge durchgeführt.
- Wenn das Kennzeichen gesetzt ist, so wird
geprüft, ob die Warenbewegung bei korrekter, zeitlich naher Buchung eine
Auswirkung auf den Buchbestand im Inventurbeleg gehabt hätte. Sollte dies der
Fall sein, so wird der Buchbestand im Inventurbeleg um den Betrag der
Warenbewegung angepaßt, und die Inventurdifferenz ändert sich um den Betrag
der Warenbewegung. Hierbei wird das Datum der Warenbewegung abgefragt; die
Warenbewegung muß also mindestens einen Tag vor der Inventurzählung
stattgefunden haben.
Um auch Warenbewegungen mit identischem
Buchungsdatum und Inventurzähldatum zu berücksichtigen, können Sie das
Kennzeichen mit zwei Ausprägungen setzen:
- Wenn Sie das Kennzeichen auf
1 (aktiv, bei gleichem Datum war Inventur vor Warenbewegung) setzen,
so geht das System davon aus, daß die Inventur der zeitlich erste Vorgang
war.
- Wenn Sie das Kennzeichen auf
2 (aktiv, bei gleichem Datum war Warenbewegung vor Inventur) setzen,
so geht das System davon aus, daß die Warenbewegung der zeitlich erste Vorgang
war.
Hinweis
Wenn dieses
Kennzeichen gesetzt ist, sucht das System bei jeder Warenbewegung eines
Materials, für das eine Inventur aktiv ist, nach Inventurbelegen. Diese
zusätzlichen Datenbankzugriffe wirken sich negativ auf die Performance
aus.
Wir empfehlen
deshalb, dieses Verfahren erst dann zu aktivieren, wenn im Werk eine Inventur
aktiv ist. Nach Abschluß der Inventur sollten Sie dieses Verfahren wieder
beenden.
Serialnummernabwicklung
einstellen
Wenn Sie Materialien mit Serialnummernpflicht
inventarisieren, können Sie einstellen,
- ob beim Erfassen einer Inventurzählung auf dem
Dialogfenster zur Eingabe der Serialnummern die bereits vorhandenen
Serialnummern als Erfassungshilfe angezeigt werden sollen
- ob und mit wie vielen Stellen die
Serialnummern beim Drucken von Inventurbelegen mit ausgedruckt werden sollen.
Jedes serialnummernpflichtige Material erhält beim Drucken eine eigene
Seite.
- wie viele Zeilen für Serialnummern pro
Inventurbelegposition beim Drucken von Inventurbelegen gedruckt werden
sollen
Standardeinstellungen
- Es werden keine Änderungsbelege zu
Inventurbelegen erstellt.
- Die Anpassung des Buchbestandes im
Inventurbeleg ist nicht aktiv.
- Es werden keine Serialnummern beim Erfassen
einer Inventurzählung angezeigt.
- Beim Drucken von Inventurbelegen werden keine
Serialnummern mit ausgedruckt.
- Beim Drucken von Inventurbelegen werden keine
Zeilen für Serialnummern ausgedruckt.
Empfehlung
Wir empfehlen, mit der Standardauslieferung zu
arbeiten. In diesem Fall müssen Sie keine weiteren Aktivitäten
durchführen.
Aktivitäten
1. Überprüfen
Sie für jedes Werk die Voreinstellungen gemäß Ihren
Anforderungen.
2. Legen Sie
die allgemeinen Einstellungen für die Inventur fest.