Definition
Festlegung für jeweils eine Einnahmen-HHM-Kontierung, für welche Ausgaben-HHM-Kontierung(en) und in welcher Höhe Einnahmen budgeterhöhend wirken.
Außerdem bestimmt die Regel, auf welche HHM-Kontierung, die sog. Überschuß-HHM-Kontierung, Einnahmenreste fließen sollen, die nicht für diese Ausgaben-HHM-Kontierungen budgeterhöhend sind.
Verwendung
Verteilungsregeln bilden die Grundlage, vorhandenes Ausgabenbudget für bestimmte Sachbereiche aufgrund von
Mehreinnahmen zu erhöhen.Im Customizing des Haushaltsmanagements legen Sie in einer Vorschlagsregel fest, in welcher Höhe eine Einnahme budgeterhöhend wirken soll (Definition der Mehreinnahme). Außerdem hinterlegen Sie in der Vorschlagsregel eine Überschuß-HHM-Kontierung. Diese Festlegungen erscheinen dann innerhalb der
Regelpflege als Vorschlagswert, und können pro Einnahmen-HHM-Kontierung überschrieben werden. Für welche Ausgaben-HHM-Kontierung(en) das Ausgabenbudget erhöht werden darf, müssen Sie pro Einnahmen-HHM-Kontierung innerhalb der Regelpflege festlegen.Struktur
Eine Verteilungsregel besteht aus:
Über das Hinterlegen eines Haushaltsvermerks für die Einnahmen-HHM-Kontierung und Ausgaben-HHM-Kontierungen steuern Sie, ob die Budgeterhöhung maschinell durchgeführt wird oder manuell.
Pro Ausgaben-HHM-Kontierung können Sie festlegen, wieviel Prozent des budgeterhöhend wirkenden Betrags einer Einnahme auf diese entfallen.
Das System errechnet den jeweiligen Einnahmebetrag, der auf den Ausgaben-HHM-Kontierungen budgeterhöhend wirken darf oder auf die Überschuß-HHM-Kontierung fließt, aus folgenden Größen:
Durch die Angabe eines Prozentsatzes bestimmen Sie, welcher Anteil einer Einnahme auf die Ausgaben-HHM-Kontierungen verteilt werden darf.
Fixe Beträge
Durch die Angabe eines Intervalls können Sie festlegen, ab welchem Betrag (Mindesteinnahme) und bis zu in welcher Höhe (Obergrenze) Einnahmen, die auf der Einnahmen-HHM-Kontierung gebucht werden, auf den Ausgabe-HHM-Kontierungen budgeterhöhend wirken dürfen.
Prozent vom Budget
Falls Sie Einnahmen budgetiert haben, können Sie an Stelle eines fixen Betrags die Mindesteinnahme und Obergrenze im Verhältnis zum aktuellen Einnahmenbudget festlegen. Bspw. legen Sie durch die Eingabe eines Prozentsatzes von 100 % für die Mindesteinnahme fest, daß erst Einnahmen, die über die budgetierten Einnahmen hinausgehen, budgeterhöhend wirken dürfen.
Falls Sie keine Mindesteinnahme und Obergrenze festlegen, wirkt jeweils jede Einnahme entsprechend des oben beschriebenen Prozentsatzes budgeterhöhend. Andernfalls wirken erst Einnahmen nach Erreichen der Mindesteinnahme auf den Ausgaben-HHM-Kontierungen budgeterhöhend und nur bis zum Erreichen der Obergrenze.
Auf die Überschuß-HHM-Kontierung fließen die Einnahmenreste, die nicht direkt auf den der Einnahmen-HHM-Kontierung zugeordneten Ausgaben-HHM-Kontierungen budgeterhöhend wirken sollen. Dazu gehören:
Einnahmen, die unterhalb der Mindesteinnahme oder oberhalb der Obergrenze liegen. Falls Sie im Customizing festgelegt haben, daß die Mindesteinnahme nicht budgeterhöhend wirken soll, wirkt diese nicht auf der Überschuß-HHM-Kontierung budgeterhöhend, sondern verbleibt auf der Einnahmen-HHM-Kontierung.
Einnahmenreste, die durch eine entsprechende Festlegung der Prozentsätze (< 100) nicht auf den Ausgabe-HHM-Kontierungen budgeterhöhend wirken sollen.
Die auf der Überschuß-HHM-Kontierung gesammelten Einnahmen können Sie manuell auf andere HHM-Kontierungen umbuchen.
Beispiele zur Verteilung der Einnahmen auf die Ausgaben-HHM-Kontierungen und die Überschuß-HHM-Kontierung finden Sie unter
Verteilung der Mehreinnahmen.Integration
Budgetierung und Verfügbarkeitskontrolle
Die aktive Verfügbarkeitskontrolle kann die Verfügungen gegen das Budget nur für die budgettragenden Elemente prüfen, die bereits 'eigenes Budget' haben, also unabhängig von den budgeterhöhenden Einnahmen Budget tragen. Elemente, die nur Budget aus budgeterhöhenden Einnahmen tragen, werden bei der Prüfung nicht berücksichtigt.
Sie müssen daher sicherstellen, daß die Ausgaben-HHM-Kontierungen, die Sie als Empfänger den Einnahmen-HHM-Kontierungen zuordnen, budgetiert sind. Dies gilt auch für die Überschuß-HHM-Kontierung(en).
Falls Sie mit Budgetträgern arbeiten, müssen diese Kontierungen als Budgetträger gekennzeichnet sein. Falls Sie im Customizing unter Budgetierung und Verfügbarkeitskontrolle ® Verfügbarkeitskontrolle ® Verhalten der Verfügb. innerhalb der Hierarchie festlegen festgelegt haben, daß die Verfügbarkeitskontrolle gegen den ersten Budgetträger laufen soll, müssen diese Budgetträger ebenfalls 'eigenes Budget' haben.
Weitere Informationen zur Ermittlung der budgettragenden Elemente finden Sie unter Ermittlung des budgettragenden Elementes: Verfahren ohne Budgetträger und Verfahren mit Budgetträger.