Kuppelproduktion und getrennte Bewertung 
Verwendung

Bei Kuppelproduktion und getrennter Bewertung gibt es folgende Besonderheiten zu beachten:
Das System prüft zunächst, ob das oben eingegebene Material für Kuppelproduktion vorgesehen ist. Wenn ja, wird ein Dialogfenster eingeblendet, in dem Sie das zugehörige Prozeßmaterial eingeben können. Wenn Sie kein Prozeßmaterial eintragen oder das Material nicht für Kuppelproduktion vorgesehen ist, bleibt die Eingabemöglichkeit für Kuppelproduktion unberücksichtigt.
Wenn Sie ein Prozeßmaterial eingeben, können Sie eine Beschaffungsalternative für Kuppelproduktion anlegen. Wenn Sie diese über Stückliste/Arbeitsplan (Mengengerüst des Prozeßmaterials, nicht des Kuppelprodukts) anlegen, müssen Sie noch ein Aufteilungsschema eingeben. Aufteilungsschemata definieren Sie im Materialstamm.

Wenn Sie diese über eine Fertigungsversion anlegen, wird das Aufteilungsschema aus der Fertigungsversion übernommen. Wenn in der Fertigungsversion kein Aufteilungsschema hinterlegt ist, können Sie die Beschaffungsalternative nicht anlegen.
Sie geben nicht die Losgröße des Prozeßmaterials sondern die Beschaffungsmenge des Kuppelprodukts an. Diese Beschaffungsmenge wird vom System in die Fertigungslosgröße des Prozeßmaterials umgerechnet.

Wenn dies nicht möglich ist, können Sie die Beschaffungsalternative nicht anlegen.
Ein Kuppelproduktionsprozeß kann aus einem Prozeßmaterial und mehreren Kuppelprodukten bestehen. Diese Kuppelprodukte haben alle ihren eigenen Materialstamm, basieren aber auf dem gleichen Prozeßmaterial und dem gleichen Produktionsprozeß. Sie können für jedes Kuppelprodukt eine eigene Beschaffungsalternative anlegen. Damit gehören mehrere Beschaffungsalternativen zu dem gleichen Prozeß, der wiederum nur eine Losgröße und ein Aufteilungsschema hat. Wenn Sie nun eine Beschaffungsalternative anlegen oder ändern, stellt das System fest, daß es diesen Prozeß schon gibt. Sie werden in diesem Fall gefragt, ob die neue Losgröße bzw. das neue Aufteilungsschema in den Prozeß übernommen werden soll. Diese Übernahme wirkt sich auch auf alle anderen Beschaffungsalternativen aus.
Der gleiche Zusammenhang besteht auch, wenn für ein Material mehrere Bewertungsarten, z.B. EIGEN, FREMD, vorhanden sind: die Losgröße ist immer verknüpft mit dem Prozeß. Der Prozeß wird ohne Bewertungsart angelegt. Damit gibt es nur eine Losgröße für Beschaffungsalternativen mit gleichem Material und gleichen Stammdaten, aber unterschiedliche Bewertungsarten.
Siehe auch:
Beschaffungsalternative
Fertigungsversion und
Fertigungsversion anlegen
Getrennte Bewertung und
Getrennt bewertete Bestände
Bewertungsart und
Bewertungstyp