Bedeutung des Status bei der Ergebnisermittlung 
Voraussetzungen
Eine Kundenauftragsposition durchläuft mehrere Stadien, die bei der Ergebnisermittlung zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.
In der SAP-Standardauslieferung unterscheidet das System zwischen drei Systemstatus:
Sie hinterlegen im Customizing des Kundenauftrags-Controlling unter Periodenabschluß ® Ergebnisermittlung ®
Bewertungsmethoden für Ergebnisermittlung festlegen, zu welchem Status Sie können im Customizing in der Abgrenzungsversion mit dem Kennzeichen Statussteuerung hinterlegen, ob der Status automatisch vom Belegfluß des SD abgeleitet werden soll. Sie können den Status jedoch auch manuell oder maschinell zur Kundenauftragspositon setzen.
Ablauf
Das System setzt den Status FREI automatisch beim Anlegen einer Kundenauftragsposition.
Sobald die Kundenauftragsposition den Status FREI hat, können Istkosten und Isterlöse darauf kontiert werden. Ab diesem Zeitpunkt kann die Ergebnisermittlung die Kundenauftragsposition auf Basis der Isterlöse, Istkosten oder Istmenge bewerten.
In der SAP-Standardauslieferung wird in dieser Phase die Bewertungsbasis "Maximum von Plankosten und Istkosten, Planerlöse" herangezogen. Dies bedeutet, daß die Plankosten als Basis für die Ergebnisermittlung herangezogen werden, bis die Istkosten die Plankosten überschreiten. Ab diesem Zeitpunkt ersetzen die Istkosten die Plankosten als Basis für die Ergebnisermittlung. Die Kosten werden den Planerlösen gegenübergestellt, um einen Gewinn- /Verlustprozentsatz zu ermitteln.
Folgende Situationen sind zu unterscheiden:
Haben Sie noch keine Ware an den Kunden geliefert, dann führen Sie die Ermittlung der Ware in Arbeit im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling oder im Periodischen Produkt-Controlling durch. Die Bewertung der Fertigerzeugnisse erfolgt zum Zeitpunkt des Wareneingangs. Die Ergebnisermittlung ermittelt keine Abgrenzungsdaten.
Sie haben Ware an den Kunden geliefert, aber noch nicht fakturiert. Sie können mit der Ergebnisermittlung den Bestandswert dieser Ware ermitteln. Sie können die bestandsrelevanten Kosten an die Finanzbuchhaltung (FI) und die Profit-Center-Rechnung (EC-PCA) abrechnen. Durch die Abrechnung wird die gelieferte, aber noch nicht fakturierte Ware in Ihrer Bilanz aktiviert.
Sie haben eine Teilmenge fertiger Waren an den Kunden geliefert. Die Fakturen stimmen nicht unbedingt mit den bis dato angefallenen Kosten überein. Mit der Ergebnisermittlung können Sie die Kosten des Umsatzes ermitteln, die aufgrund der gelieferten Menge erwartet wurden. Diesen Betrag können Sie in der Ergebnisrechnung berücksichtigen.
Sie können Rückstellungen für fehlende Kosten bilden, wenn die Istkosten niedriger als die errechneten Kosten des Umsatzes sind. So können Sie beispielsweise die erwarteten Kosten für noch nicht rückgemeldete Eigenleistungen berücksichtigen.
Die Ergebnisermittlung leitet den Status ENFA (endfakturiert) automatisch vom Belegfluß im SD ab. In der Kundenauftragsposition wird der Status in diesem Falle erst dann zur Kundenauftragspositon angezeigt, wenn eine Ergebnisermittlung nach der Enfakturierung der Kundenauftragsposition erfolgt ist. Sie können den Status ENFA auch manuell oder mit dem Report SAPKKA12 setzen. In diesem Falle wird der Status direkt zur Kundenauftragsposition angezeigt. Wenn Sie den Status ENFA manuell oder mit dem Report SAPKKA12 setzen, kann für die betreffende Kundenauftragsposition keine Faktura mehr erfaßt werden.
Wenn zu einer Kundenauftragsposition der Status ENFA gesetzt ist, so bedeutet dies, daß zu dieser Kundenauftragsposition keine Erlöse mehr erwartet werden, sondern nur noch Lastschriften oder Gutschriften erfaßt werden können. Deshalb können in der Regel alle aktivierten Bestände aufgelöst werden.

Wird ein Kundenauftrag endfakturiert, so wird der Status ENFA nicht direkt im Kundenauftrag hinterlegt. Es ist somit im Kundenauftrag nicht zuverlässig durch den Status anzeigbar, ob ein Kundenauftrag bereits fakturiert wurde oder nicht. Wenn Sie hingegen den Status manuell oder maschinell setzen, so wird der Status sichtbar im Kundenauftrag hinterlegt.
Wenn Sie den Status manuell setzen, dann erfolgt keine Prüfung, ob zur Kundenauftragspositon alle CO-relevanten Transaktionen ausgeführt wurden.
Sie können im Customizing in der Bewertungsmethode beispielsweise festlegen, daß bei Status ENFA
Sie müssen immer den Status angeben, zu dem Bestände und Rückstellungen aufgelöst werden. In Abhängigkeit von der Bewertungsmethode können Sie zusätzlich einen Status angeben, zu dem bereits die Bestände aufgelöst werden.
In der SAP-Standardauslieferung wird in dieser Phase die Bewertungsbasis "Maximum von Plankosten und Istkosten, Isterlöse" herangezogen. Die Isterlöse ersetzen die Planerlöse als Basis für die Ergebnisermittlung. Die Kosten werden den Isterlösen gegenübergestellt, um einen Gewinn- /Verlustprozentsatz zu ermitteln.

In der Regel werden bei Status ENFA Bestände und Rückstellungen aufgelöst. Es ist jedoch auch Möglich, Bestände und Rückstellungen erst beim Status TABG aufzulösen. Dies kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn Sie bei Status ENFA noch Nachlaufkosten erwarten.
Sobald für die Kundenauftragsposition der Status TABG gesetzt ist, können die Planwerte nicht mehr geändert werden. Rückstellungen und Bestände werden aufgelöst. Sie müssen diesen Status manuell zur Kundenauftragspositon setzen.
In der SAP-Standardauslieferung wird in dieser Phase die Bewertungsbasis "Istkosten, Isterlöse" herangezogen. Die Plandaten werden ignoriert und das Auftragsergebnis ist Isterlöse minus Istkosten.

Sie können in der Bewertungsmethode auch Anwenderstatus hinterlegen. Sie müssen dazu jedoch in den Expertenmodus der Bewertungsmethode verzweigen.
Setzen Sie den Status "Abgeschlossen" für eine Kundenauftragsposition, so wird sie bei der Ausführung der Periodenabschlußtransaktionen nicht mehr berücksichtigt. Setzen Sie diesen Status beispielsweise regelmäßig für Kundenauftragspositionen, zu denen keine Ergebnisermittlung mehr erfolgen soll. Sie verbessernd dadurch die Performance des Systems. Verwenden Sie den Report SAPKKA12.