Ablauf beim Automated Export System 

Einsatzmöglichkeiten

Dieser Prozeß stellt sicher, daß der US-Zoll das von Ihnen gewünschte Exportgeschäft zuläßt. Durch diesen Prozeß wird beispielsweise überprüft, daß die US-Ergierung gegen das Land des Warenempfängers kein Embargo verhängt hat.

Am AES-Prozeß sind zwei Parteien beteiligt, die dem US-Zoll zwei unterschiedliche Arten von Daten vorlegen:

Ausführer und Frachtführer können die Daten elektronisch in folgenden Formaten übertragen: UN/EDIFACT, ANSI X 12 (X 400) oder AMS (eigenes Format des US-Zolls).

Das AES überprüft sowohl die waren- als auch die transportbezogenen Daten anhand der US-Zollvorschriften und schickt an jede Partei eine positive bzw. negative Nachricht in Form der Customs Response Message (CUSRES). CUSDEC, CUSCAR und CUSRES sind alle UN/EDIFACT-Standardnachrichten.

Ablauf

  1. Bevor Sie die auszuführenden Waren an den Frachtführer schicken, müssen Sie an das AES warenbezogene Daten übermitteln.
  2. Zu den warenbezogenen Daten gehören die Güterklasse der zu versendenden Waren, ihr Bestimmungsland und die Ausfuhrgenehmigungen. Außerdem wird eine Bezugsnummer angegeben, die als externe Vorgangsnummer (XTN) bezeichnet wird.

  3. Das AES überprüft die warenbezogenen Daten anhand der US-Zollvorschriften.
  4. Sind die warenbezogenen Kerndaten ungültig oder unvollständig, gibt das AES den Warenversand nicht frei und benachrichtigt den Ausführer über die schweren Fehler. Der Ausführer muß zuerst alle schwerwiegenden Fehler beheben, bevor die Waren an den Frachtführer geliefert werden können. Das AES verschickt auch Warnungen, die jedoch einen Versand nicht verhindern. Der Ausführer hat nach Abgang der Waren vier Tage Zeit, um die Warnungen zu berichtigen.

  5. Enthalten die Daten keine schwerwiegenden Fehler, schickt das AES dem Ausführer eine interne Vorgangsnummer (ITN), und der Ausführer liefert die Waren an den Frachtführer.
  6. Die XTN- und die ITN-Nummer werden von zwei verschiedenen System benutzt, um ein Ausfuhrgeschäft zu verfolgen. Das R/3-System verwendet die XTN, und das AES verwendet die ITN. Um den Zugriff des AES auf die Geschäftsdaten zu beschleunigen, sollte die ITN bei allen Kommunikationsvorgängen zwischen dem Ausführer und dem AES angegeben werden.

  7. Sobald der Frachtführer die Waren vom Ausführer erhält, übermittelt er eine Wareneingangsnachricht und die verfügbaren transportbezogenen Daten an das AES.
  8. Die Wareneingangsnachricht enthält die XTN, und die transportbezogenen Daten umfassen Informationen zu den Transportbestimmungen der auszuführenden Waren. Anhand der XTN stellt das AES die warenbezogenen Daten eines Ausfuhrgeschäfts den transportbezogenen Daten gegenüber.

  9. Das AES überprüft die Wareneingangs- und Transportdaten anhand der US-Zollvorschriften.
  10. Enthalten die Daten einen schwerwiegenden Fehler, benachrichtigt das AES sowohl den Ausführer als auch den Frachtführer. Der Frachtführer muß die Waren solange zurückhalten, bis die Fehler behoben sind.

  11. Enthalten die Daten keinen schwerwiegenden Fehler, kann der Frachtführer die Waren versenden.
  12. Wenn die Waren die USA verlassen haben, schickt der Frachtführer eine Abgangsnachricht an das AES.

Der Frachtführer hat dann bis zu vier Tage Zeit, um die versandbezogenen Daten an das AES zu übermitteln und so den Datensatz zum Ausfuhrgeschäft zu vervollständigen. Zu den versandbezogenen Daten gehört auch das Ladungsmanifest.

Die folgende Abbildung gibt einen Überblick über den AES-Prozeß: