Nacharbeit in der Kostenträgerrechnung 

Einbindung von Nacharbeit zum Fertigungsauftrag

Nachfolgend werden die Möglichkeiten, Nacharbeit ins SAP-System einzubinden, und die Auswirkungen auf die Kostenträgerrechnung geschildert:

Sie fügen an entsprechender Stelle im Fertigungsauftrag einzelne Vorgänge manuell ein.

Sie binden einen Standardarbeitsplan in den bestehenden Auftrag ein.

Es findet eine neue Plankostenermittlung statt. Die Kosten werden auf dem ursprünglichen Auftrag mit der Rückmeldung der eingefügten Vorgänge fortgeschrieben.

Wird auf einem Nacharbeitsvorgang Ausschuß rückgemeldet, so wird dieser in der Kostenträgerrechnung so behandelt, als wäre der Ausschuß auf dem die Nacharbeit auslösenden Vorgang entstanden. Demnach werden die Kosten der eingesetzten Komponenten und Leistungen nicht dem Ausschuß angelastet, sondern gehen in die üblichen Abweichungskategorien ein.

Sie legen einen separaten Fertigungsauftrag ohne Material an.

Die Kosten für die Nacharbeit werden mit der Rückmeldung der Vorgänge auf dem neuen Auftrag fortgeschrieben. Mit der Abrechnung werden diese Kosten an den ursprünglichen Auftrag weitergeleitet.

Die abgerechneten Kosten des Nacharbeitsauftrags werden bei der Abweichungsermittlung im Ursprungsauftrag unter den üblichen Abweichungskategorien ausgewiesen.

Rechnen Sie die Nacharbeitskosten von dem separaten Fertigungsauftrag unter einer Abrechnungskostenart an den ursprünglichen Fertigungsauftrag ab, so können Sie die Nacharbeitskosten über die Abrechnungskostenart identifizieren. In der Abweichungsermittlung werden die Nacharbeitskosten in diesem Falle als Strukturabweichung ausgewiesen.

Beachten Sie dabei, daß der empfangende Fertigungsauftrag erst gelöscht oder archiviert werden sollte, nachdem der Nacharbeitsauftrag an den ursprünglichen Fertigungsauftrag abrechnet wurde.

Anstoß der Nacharbeit über Ereignispunkte

Wenn an bestimmten Stellen im Fertigungsprozeß häufig Nacharbeit anfällt, so ist das Arbeiten mit Ereignispunkten empfehlenswert. Damit können Sie die Einbindung von Standardarbeitsplänen oder das Anlegen separater Fertigungsaufträge für Nacharbeit auslösen. Sie erreichen dies durch

Planung von Nacharbeit

Sie können im Normalarbeitsplan Vorgänge für Nacharbeit definieren. Dazu setzen Sie im Steuerschlüssel des Vorgangs das Kennzeichen Nacharbeit, um diese Vorgänge von den anderen Vorgängen im Arbeitsplan zu unterscheiden. Im Fertigungsauftrag können Sie eine Vorgangsmenge für diese Vorgänge manuell eingeben.

Siehe auch:

Weitere Informationen zur Nacharbeit finden Sie in folgenden Abschnitten der Dokumentation zu den Themen Rückmeldung und Ereignispunkt finden Sie unter PP-Fertigungsaufträge:

Nacharbeit

Nacharbeit und Rückmeldung

Nacharbeitsvorgänge und Nacharbeitsmengen

sowie in folgenden Abschnitten der Dokumentation Auftragsbezogenes Produkt-Controlling:

Vorabrechnung Kuppelprodukte, Nacharbeit

Vorabrechnung Nacharbeit

Vorabrechnung Kuppelprodukte, Nacharbeit ausführen