Stammdaten des PP-PI im Produktkosten-Controlling 

Die Ermittlung der Fertigungskosten in der Prozeßfertigung erfolgt auf Basis des Planungsrezepts und der Ressourcen. Fertigungskosten können je Phase kalkuliert werden.

Das Planungsrezept beschreibt die Produktion von Stoffen (Materialien) in einem Herstellungsgang. Es kann entweder mit Bezug auf ein Material (das Hauptprodukt) oder den Prozeß angelegt werden. Es gibt an,

Das Planungsrezept enthält Vorgabewerte für die Durchführung der Phase. Diese Vorgabewerte werden in Zusammenhang mit der Formel in der Ressource interpretiert, um die Plankosten für die Phase zu ermitteln.

Ab Release 3.0C können im Planungsrezept und im Prozeßauftrag die Vorgänge nicht mehr kalkuliert werden. Um eine doppelte Kostenermittlung auf Phasen- und Vorgangsebene zu vermeiden, werden nur noch die Phasen kalkuliert.

Um Fehler im Datenbestand zu beheben, sollten Sie in bestehenden Planungsrezepten und Prozeßaufträgen das Kalkulationsrelevanzkennzeichen bei Vorgängen löschen.

Ressourcen sind die Produktionsmittel und Personen im Produktionsprozeß. Die Ressource ist einem Werk zugeordnet.

Jede Ressource verweist in ihrem Stammsatz auf eine Kostenstelle. Die Kostenstelle ist einem Kostenrechnungskreis zugeordnet. Einer Kostenstelle können Ressourcen unterschiedlicher Werke zugeordnet werden. Das Werk ist dabei eindeutig einem Buchungskreis und somit einem Kostenrechnungskreis zugeordnet.

In der Kostenstellenplanung werden die Leistungen, die an der Ressource erbracht werden, anhand von Leistungsarten geplant.

Unterschieden wird zwischen primären und sekundären Ressourcen:

Sowohl die Kosten, die an der Primärressource (z.B. Heizkosten eines Reaktionskessels) entstehen, als auch die, die an der Sekundärressource (z.B. Personalkosten) entstehen, können über Leistungsarten dem Produkt bzw. den Produkten zugeordnet werden.

Auf Basis der Formel in der Ressource und der Vorgabewerte in der Phase im Planungsrezept wird errechnet, wieviel Leistung für eine Leistungsart erwartet wird. Diese Leistung wird anhand der Tarife in der Kostenstellenrechnung bewertet, um die Plankosten für die Phase zu ermitteln.

Das Planungsrezept entspricht dem Arbeitsplan und die Ressource dem Arbeitsplatz in der Werkstattfertigung.

enthalten alle zur Verwaltung eines Materials notwendigen Informationen. Für die Kostenträgerrechnung sind im Materialstammsatz von Bedeutung:

Die Buchhaltungssicht

Die Kalkulationssicht steuert für die Kostenträgerrechnung

Auf diese Weise stellen Sie sicher, daß bei Materialkosten die Materialnummer im Informationssystem angezeigt wird.

Auf diese Weise können Sie Gruppen von Rohstoffen oder Handelswaren bilden, um beispielsweise Gemeinkostenzuschläge nach gemeinsamen Bedingungen zu ermitteln.

Haben Sie eine Gemeinkostengruppe eingegeben, so können Sie diese mit einem Zuschlagsschlüssel verknüpfen und Bedingungen für bestimmte Gruppen von Halb- und Fertigfabrikaten definieren.

Der Abweichungsschlüssel im Materialstammsatz wird in den Fertigungsauftrag übernommen. Er gibt an, daß solche Aufträge bei der Abweichungsermittlung selektiert werden.

Die Kalkulationssicht steuert zusätzlich

Sie enthält Informationen,

Die Kuppelproduktionszusätze enthalten ein Aufteilungsschema, das die Aufteilung der Gesamtkosten für einen Auftrag auf die einzelnen Kuppelprodukte festlegt.

Siehe auch:

Weiterführende Informationen hierzu finden Sie im Dokument PP-PI Produktionsplanung und -steuerung - Produktionsplanung Prozeßindustrie.