Stammdaten des PP im Produktkosten-Controlling 

Wenn Sie eine Plankalkulation oder einen Fertigungsauftrag im PP erstellen, so greift das System auf eine Reihe Stammdaten zurück, um das Mengengerüst für die Kalkulation aufzubauen.

Pro Halb- oder Fertigfabrikat sind in der Regel folgende Daten im PP vorhanden:

Die Stücklistenverwendung gibt an, ob die Stückliste kalkulationsrelevant ist.

Pro Stücklistenposition wird festgelegt,

Die folgende Abbildung zeigt, wie die Stücklistenstruktur in der Kalkulation aufgelöst und bewertet wird.

Stücklistenauflösung und -bewertung

Der Arbeitsplan

Der Arbeitsplan enthält Vorgabewerte für die Durchführung des Vorgangs. Diese Vorgabewerte werden in Zusammenhang mit der Formel im Arbeitsplatz interpretiert, um die Plankosten für die im Vorgang erbrachten Eigenleistungen zu ermitteln. Im Normalarbeitsplan ist die Basismenge (z.B. Stückzahl) im allgemeinen konstant. Die benötigten Zeiten (z.B. die Bearbeitungszeit pro Vorgang) werden über die Vorgabewerte gepflegt.

Statt mit Arbeitsplänen kann man auch mit Linienplänen arbeiten. Diese finden insbesondere in der Serienfertigung Anwendung. Der Linienplan wird zur mengenbezogenen Planung genutzt. Die Bezugszeit ist konstant, während die Produktionsmengen artikelspezifisch gepflegt werden. Sie definieren eine Vorgangsfolge. Über die Produktionszeit und die dazugehörigen Einheiten haben Sie für diesen Vorgang die Möglichkeit, eine Produktionsrate festzulegen. Dabei wird die Produktionsrate durch den Quotienten aus Produktionsmenge und Produktionszeit bestimmt.

In der Serienfertigung sind Vorgänge, die als Meilensteine definiert sind, bei der Eröffnung eines Serienauftrages automatisch die Grundlage für die Zählpunktfestlegung.

Arbeitsplätze sind organisatorische Einheiten, in denen bzw. von denen ein Vorgang ausgeführt wird. Ein Arbeitsplatz kann eine Maschine, eine Person, eine Fertigungsstraße oder eine Handwerkergruppe sein. Der Arbeitsplatz ist einem Werk zugeordnet.

Jeder Arbeitsplatz verweist in seinem Stammsatz auf eine Kostenstelle oder auf einen Geschäftsprozeß. Die Kostenstelle oder der Geschäftsprozeß ist einem Kostenrechnungskreis zugeordnet. Einer Kostenstelle oder einem Geschäftsprozeß können Arbeitsplätze unterschiedlicher Werke zugeordnet werden. Das Werk ist dabei eindeutig einem Buchungskreis und über diesen auch einem Kostenrechnungskreis zugeordnet.

In der Kostenstellenplanung werden die Leistungen, die an dem Arbeitsplatz ausgeführt werden, anhand von Leistungsarten geplant. Dies bedeutet, daß für Leistungen, die am Arbeitsplatz erbracht werden, entsprechende Leistungsarten in der Kostenstellenrechnung existieren. Auf Basis der Formel im Arbeitsplatz und der Vorgabewerte im Vorgang errechnet das System, wieviel Leistung erwartet wird. Um die Plankosten für den Vorgang zu ermitteln, werden die Leistungsarten mit Tarifen der Kostenstellenrechnung bewertet.

In der Prozeßkostenrechnung werden die Prozeßmengen, die der Arbeitsplatz in Anspruch nehmen wird, geplant. Das System errechnet die Prozeßmengen auf Basis des Template. Um die Plankosten für den Geschäftsprozeß zu ermitteln, werden die Prozeßmengen mit den Tarifen der Geschäftsprozesse bewertet.

Die folgende Abbildung zeigt die Verbindung zwischen den Daten im Arbeitsplatz und im Arbeitsplan.

Mengenermittlung durch Arbeitsplatz und Arbeitsplan

In der Serienfertigung können Sie statt eines Arbeitsplatzes eine Fertigungslinie verwenden. Die Fertigungslinie muß im PP als Arbeitsplatz definiert sein. Sie informiert über die Menge, die in einem Zeitraum produziert werden kann.

enthalten alle zur Verwaltung eines Materials notwendigen Informationen. Für die Kostenträgerrechnung sind im Materialstammsatz von Bedeutung:

Die Buchhaltungssicht

Die Kalkulationssicht steuert für die Kostenträgerrechnung

Auf diese Weise stellen Sie sicher, daß bei Materialkosten die Materialnummer im Informationssystem angezeigt wird.

Auf diese Weise können Sie Gruppen von Rohstoffen oder Handelswaren bilden, um beispielsweise Gemeinkostenzuschläge nach gemeinsamen Bedingungen zu ermitteln.

Haben Sie eine Gemeinkostengruppe eingegeben, so können Sie diese mit einem Zuschlagsschlüssel verknüpfen und Bedingungen für bestimmte Gruppen von Halb- und Fertigfabrikaten definieren.

Der Abweichungsschlüssel im Materialstammsatz wird in den Fertigungsauftrag übernommen. Er gibt an, daß solche Aufträge bei der Abweichungsermittlung selektiert werden.

Die Kalkulationssicht steuert zusätzlich

Sie enthält Informationen,

Die Kuppelproduktionszusätze enthalten ein Aufteilungsschema, das die Aufteilung der Gesamtkosten für einen Auftrag auf die einzelnen Kuppelprodukte festlegt.

Siehe auch:

Weiterführende Informationen hierzu finden Sie im Dokument PP Produktionsplanung und -steuerung