Schadensbedingte Instandhaltungsabwicklung  

Einsatzmöglichkeiten

Im Instandhaltungsbereich treten neben den planmäßigen Maßnahmen auch nicht vorhersehbare Ereignisse ein. Solche Störungen oder betriebliche Ausnahmesituationen erfordern ein schnelles Reagieren durch die Instandhaltungsorganisation. Für diese Zwecke gibt es in der Komponente PM umfangreiche und vielfältige Möglichkeiten, mit denen Sie Instandhaltungsmaßnahmen flexibel und auf Ihren Betrieb zugeschnitten erfassen und bequem verwalten können.

Dieses Szenario beschreibt diejenigen Abläufe, die bei der Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen auftreten, denen in der Regel eine Störung an einem technischen Objekt vorausgeht, wie zum Beispiel

Daneben beschreibt dieses Szenario eine planbare Instandhaltungsabwicklung, welche solche Arbeiten umfaßt, die terminlich und ressourcenmäßig eingeplant werden, ohne daß eine sofortige Instandsetzung erforderlich ist (wie zum Beispiel die Auswechselung eines alten, aber noch funktionsfähigen Aggregats).

Voraussetzungen

Im Rahmen des Szenarios Schadensbedingte Instandhaltungsabwicklung setzen Sie betriebswirtschaftliche Funktionen der folgenden R/3-Komponenten integriert ein:

R/3-Komponente

Funktionen

Instandhaltung (PM)

Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen an firmeneigenen technischen Anlagen

Materialwirtschaft (MM)

Beschaffung nichtlagerhaltiger Materialien, Bestandsführung und Entnahme lagerhaltiger Materialien

Projektsystem (PS)

Auftragsabrechnung auf ein Projekt bzw. ein PSP-Element

Kostenrechnung (CO)

Auftragsabrechnung auf ein Controlling-Objekt (z.B. eine Kostenstelle)

Ablauf

Meldung

Mit Meldungen können Sie detailliert einen technischen Ausnahmezustand an einem defekten Bezugsobjekt beschreiben. Sie fordern mit einer Meldung die notwendige Instandhaltungsmaßnahme an und dokumentieren die durchgeführten Maßnahmen.

Bei der Meldungserfassung werden in der R/3-Komponente Instandhaltung folgende Vorschläge von Meldungsarten unterschieden:

In diesem Szenario ist mit der Meldung speziell die Störmeldung gemeint. Mit ihr werden die Störungen an einem technischen Objekt zunächst erfaßt.

Auftrag

Zum Auftrag können Sie folgende Teilaspekte beplanen:

Im einzelnen verwenden Sie den Auftrag,

Bei der Abwicklung von Aufträgen können Sie die Freischaltabwicklung verwenden, wenn Sie technische Objekte für die Dauer von Instandhaltungsmaßnahmen oder für die Dauer spezieller Tests elektrisch isolieren oder von anderen Anlageteilen mechanisch trennen müssen.

Folgende Aktionen können Sie erst durchführen, wenn Sie den Auftrag freigegeben haben:

Nach erteilter Auftragsfreigabe können die einzelnen Tätigkeiten von eigenen Instandhaltungsmitarbeitern oder externen Servicebetrieben (Fremddienstleister) durchgeführt werden.

Kapazitätenplanung

Die Planung von Terminen und Ressourcen führen Sie in der Regel vor Durchführungsbeginn einer planbaren, nicht ad hoc erforderlichen Instandsetzungsmaßnahme aus. Die Auswertung der Kapazitätssituation und der gegebenenfalls notwendige Kapazitätsabgleich kann dabei in jeder Phase der Auftragsabwicklung erfolgen.

Umbau technischer Anlagen

Im Rahmen der Instandhaltungsabwicklung können Sie auf Technischen Plätzen einzelne Equipments, mehrere Equipments oder ganze Equipmenthierarchien einbauen, ausbauen und ersetzen. Dazu ändern Sie die Zuordnung des Equipments oder der Equipmenthierarchie zu einem Technischen Platz. Sie können die Ein- und Ausbaudaten eines Equipments in dessen Einsatzliste speichern.

Materialbewegungen

Bei den Materialbewegungen in diesem Szenario handelt es sich um Warenausgänge von benötigten Ersatzteilen und Materialien

Rückmeldung

Über die Auftragsrückmeldung können Sie folgende Rückmeldungsarten durchführen:

Daneben ermöglicht der Einsatz des Arbeitszeitblatts (CATS) eine alternative, anwendungsübergreifende Erfassung von Arbeitszeitdaten von internen und externen Mitarbeitern. Aus den erfaßten Arbeitszeitdaten werden Rückmeldungen erzeugt, zum Beispiel für die Aktualisierung von Kapazitätsbedarfen und Terminen oder für die Kalkulation von Kosten.

Zur Kontrolle der erfaßten Zeitdaten ist das Arbeitszeitblatt mit einem Genehmigungsverfahren ausgestattet.

Abrechnung und Abschluß

Sowohl die Meldung als auch der Auftrag werden abgeschlossen, nachdem die angeforderten Instandhaltungsarbeiten durchgeführt wurden. Hierbei gibt es zwei Abschlußfunktionen:

Mit dem technischen Abschluß werden alle für den Auftrag noch bestehenden Bestellanforderungen, offene Reservierungen und Kapazitäten abgebaut. Der Auftrag kann jedoch weiterhin Kosten empfangen, z.B. durch Rechnungseingänge für gelieferte und verbrauchte Materialien, ist aber für sämtliche Änderungen in der Verarbeitung gesperrt.

Bei der Auftragsabrechnung werden die entstandenen Kosten, die vorübergehend auf dem Auftrag gesammelt wurden, an den Empfänger weitergegeben, z.B. an die Kostenstelle des instandgesetzten Objekts.

Mit dem kaufmännischen Abschluß wird der Auftrag als buchhalterisch erledigt gekennzeichnet. Er kann keine Buchungen mehr empfangen.

Auswertungen mit dem Instandhaltungs-Informationssystem (PM-IS)

Mit Hilfe des Instandhaltungs-Informationssystems können Sie verschiedene Analysen durchführen, zum Beispiel über aufgetretene Schäden, durchgeführte Aktionen oder angefallene Kosten bei bestimmten Instandhaltungsobjekten.

Das System R/3 stellt Ihnen dabei unterschiedliche Wege zur Verfügung, die Daten auszuwerten: