Marktorientierte Planung 

Einsatzmöglichkeiten

Die Marktorientierte Planung beschreibt eine zunächst unabhängig von Kundenaufträgen durchgeführte Vorplanung, die sich an der Bedarfsdynamik des Marktes orientiert. Eingehende Kundenaufträge werden aus dem Lagerbestand versorgt (Vorplanung mit Endmontage) oder stoßen die Produktion der Enderzeugnisse an (Vorplanung ohne Endmontage).

Ablauf

In der Absatz- und Produktionsgrobplanung werden zunächst auf Produkt oder Produktgruppenebene die Absatzzahlen z.B. wochen- oder monatsbezogen geplant, aus denen dann - eventuell unter Berücksichtigung von Ziellagerbeständen usw. - ein Produktionsgrobplan erstellt wird. Bereits auf dieser groben Ebene besteht die Möglichkeit, die kapazitätsmäßigen Auswirkungen der geplanten Mengen in die Planung einzubeziehen.

Die in der Absatz- und Produktionsgrobplanung ermittelten Mengen können dann als Primärbedarfe an die Programmplanung übergeben werden. Dabei werden, falls der Grobplan auf Produktgruppenbasis erstellt wurde, die geplanten Mengen gemäß ihrer Anteilsfaktoren auf die einzelnen Materialien heruntergebrochen. Zudem finden in der Programmplanung die Bedarfe aus den eintreffenden Kundenaufträgen als Kundenprimärbedarfe ihre Berücksichtigung. Je nach Planungsstrategie können diese dann auch mit den existierenden Planprimärbedarfen verrechnet werden. Ergebnis der Programmplanung ist das Produktionsprogramm.

Mit der Langfristplanung könnten verschiedene Versionen dieses Produktionsprogramms erstellt und simulativ im Rahmen der Bedarfs- und der Kapazitätsplanung durchgeplant werden.

Bevor man im Anschluß eine detaillierte Materialbedarfsplanung macht, hat man die Möglichkeit, die Leitteile separat zu planen.

Aufgabe der Bedarfsplanung ist es dann, die Bedarfe, sofern sie nicht von existierenden Beständen versorgt werden können, durch Zugänge zu decken. Ergebnis der Bedarfsplanung sind u.a. Planaufträge, die bei eigengefertigten Materialien in Fertigungsaufträge und bei Fremdmaterialien in Bestellanforderungen umgewandelt werden können.

Folgende Vorplanungsstrategien sind in diesem Szenario vorgesehen (Auswahl):