Ergebnis- und Marktsegmentrechnung (CO-PA) 

Verwendung

Sie können die Kalkulationsergebnisse ( Kostenelementeschichtung) in die Ergebnis- und Marktsegmentrechnung (CO-PA) übernehmen.

Kostenelemente aus der Kalkulation können in der Ergebnisrechnung für die Ergebnisplanung und die Bewertung der Fakturen im Plan/Ist verwendet werden. Auf diese Weise erhalten Sie detaillierte Informationen zur Herkunft der Kosten in der Ergebnisrechnung und können hierauf Ihre Deckungsbeitrags-Analyse aufbauen.

Wenn Ergebnisrechnung und Kalkulation in separaten Systemen durchgeführt werden, können Sie mit Hilfe des ALE die Kalkulationsergebnisse an die Ergebnisrechnung verteilen.

Voraussetzungen

Die Übernahme von Daten aus der Kalkulation in die Ergebnisrechnung steuern Sie im Customizing der Ergebnis- und Marktsegmentrechnung.

Die Selbstkosten können Sie in die Ergebnisrechnung übernehmen, wenn Sie

Um die Plankosten der Produkte über die Kalkulation zu ermitteln, ordnen Sie im Customizing der Ergebnisrechnung die entsprechenden Kostenelemente den Wertfeldern eines Ergebnisbereiches zu (z. B. Verrechnungswert, Vertriebsgemeinkosten und Verwaltungsgemeinkosten) und verknüpfen diese Werte mit dem Mengenfeld Absatzmenge.

Um die Istkosten der Produkte über die Abweichungsermittlung zu ermitteln, müssen Sie

Funktionsumfang

Ergebnisplanung

Für die Ergebnisplanung können Sie die Plankosten der zu verkaufenden Produkte entweder über den Preis im Materialstammsatz (d.h. den Standardpreis oder den gleitenden Durchschnittspreis) oder über die Materialkalkulation ermitteln. Weitere Informationen finden Sie unter

Berücksichtigung von Abweichungen

Im Produkt-Controlling können Sie die Ergebnisse der Plankalkulation mit den Istkosten zum Fertigungsauftrag bzw. Serienauftrag vergleichen, um Abweichungen zu ermitteln. Die Abweichungsermittlung ordnet jede Abweichung einer Abweichungskategorie zu (z.B. Preisabweichung, Strukturabweichung, Mengenabweichung). Sie können diese Abweichungen an die Ergebnisrechnung abrechnen, um die abgesetzte Menge mit den Istkosten (d.h. Plankosten laut Plankalkulation plus Abweichungen) zu bewerten.

Weitere Informationen finden Sie unter Abweichungsermittlung und Abweichungskategorien.

Deckungsbeitragsrechnung

Sie können die in der jeweiligen Periode abgesetzte Menge mit den Ergebnissen der Kalkulation bewerten, um eine Deckungsbeitragsrechnung pro Produkt durchzuführen.

Die im Laufe der Rechnungsperiode verkauften Mengen können mit den über die Kalkulation ermittelten Kosten bewertet werden, um die Kosten des Umsatzes pro Produkt zu ermitteln. Die Kosten des Umsatzes werden den Verkaufserlösen gegenübergestellt, um einen Deckungsbeitrag pro Produkt zu ermitteln.

Die Ergebnisrechnung greift auf Mengenfelder und Wertfelder zu. In diesem Fall enthält das Mengenfeld die Absatzmenge. Die Wertfelder enthalten Werte aus der Kalkulation (z.B. Herstellkosten, Vertriebskosten, Verwaltungskosten) und aus dem Vertriebssystem (Fakturen).

Deckungsbeiträge können auf der Basis folgender Kosten ermittelt werden:

Grenzkosten sind Kostenelemente, die über das Elementschema als variable Kosten gekennzeichnet sind.

Vollkosten entsprechen der Summe aus fixen und variablen Kosten.

Produktionsabweichungen werden im Produkt-Controlling ermittelt und an die Ergebnisrechnung abgerechnet.

Deckungsbeiträge, Umsatzzahlen und Betriebsergebnisse können Sie z.B. nach Produktgruppen, Sparten, Absatz- und Marktsegmenten und nach Profit Center analysieren, um ein kurzfristiges Erfolgs-Controlling zu ermöglichen.

Aktivitäten

  1. Sie definieren einen Ergebnisbereich.
  2. In diesem Schritt legen Sie fest, auf welcher Ebene die Ergebnisrechnung durchgeführt wird. Einem Ergebnisbereich können Sie einen oder mehrere Kostenrechnungskreise zuordnen. Mehrere Buchungskreise können einem Kostenrechnungskreis zugeordnet sein.

  3. Sie definieren, welche Merkmale und Wertfelder in diesem Ergebnisbereich verwendet werden dürfen.
  4. Merkmale sind z.B. Kunde, Material, Materialart oder Sparte.

  5. Wertfelder sind z.B. Verrechnungswert, Vertriebsgemeinkosten, Verwaltungsgemeinkosten, Preisabweichungen, Mengenabweichungen. Diese Wertfelder werden zu verschiedenen Zeitpunkten mit Informationen gefüllt.
  6. Wenn Sie eine Faktura in die Ergebnisrechnung übernehmen, wird die Absatzmenge mit den Ergebnissen der festgelegten Kalkulation bewertet.

    Wenn Sie einen Fertigungsauftrag an den Bestand abrechnen, werden die Abweichungen gemäß dem Ergebnisschema an die Ergebnisrechnung abgerechnet.

  7. Sie definieren eine Bewertungsstrategie.
  8. In diesem Schritt legen Sie fest, daß die Absatzmenge über die Kalkulation bewertet wird.

  9. Sie definieren eine Kalkulationsauswahl.

In diesem Schritt legen Sie einen Schlüssel für die Selektion von Kalkulationen an. Sie verknüpfen diesen Schlüssel mit folgenden Parametern:

    1. Kalkulationsvariante
    2. ggf. Kalkulationsversion
    3. ggf. Kennzeichen für die additive Kalkulation
    4. Zeitbezug

Sie können entweder das Kalkulationsdatum (z.B. 01.01.1996), die Periode und das Geschäftsjahr (z.B. 001/1996) der Kalkulation oder ein Periodenkennzeichen (z.B. laufende Plankalkulation, vergangene Plankalkulation, zukünftige Plankalkulation) angeben.

  1. Sie verknüpfen diese Kalkulationsauswahl mit einem Material oder mit einer Materialart.

In diesem Schritt verknüpfen Sie den Schlüssel für die Kalkulationsauswahl mit der Materialart oder dem Material und legen fest,

    1. zu welchem Zeitpunkt die Bewertung stattfinden soll
    2. welcher Vorgang bewertet wird (in diesem Fall die Faktura)
    3. welche Planversion verwendet wird
    4. bis wann die Zuordnung gültig ist
  1. Sie ordnen die Herstellkostenelemente der Kalkulation den Wertfeldern der Ergebnisrechnung zu.

In diesem Schritt ordnen Sie die Kostenelemente eines Elementeschemas den Wertfeldern eines Ergebnisbereiches zu. Sie können ein oder mehrere Kostenelemente einem Wertfeld zuordnen. Sie können aber ein Kostenelement nicht mehreren Wertfeldern zuordnen.

Sie legen zusätzlich fest, ob die Werte fixe Kosten, variable Kosten oder Vollkosten sind.